Diskutiere Flüssigkeitsschaden - Nachweis im BenQ-Siemens Forum Forum im Bereich Sonstige Forum; Hallo,
Feuchtigkeitsschäden werden immer mehr als Anlass genommen, dass eine Reparatur auf Gewährleistung/Garantie verweigert wird.
Man kann die Schäden durch entsprechende Ablagerungen/Risse (Korrosion) auf der ...
Feuchtigkeitsschäden werden immer mehr als Anlass genommen, dass eine Reparatur auf Gewährleistung/Garantie verweigert wird.
Man kann die Schäden durch entsprechende Ablagerungen/Risse (Korrosion) auf der Platine entdecken, wo es durch das Zusammenkommen des H2O mit dem Platinenmaterial sowie elektrischem Strom zu chemischen Reaktionen (Korrosion) kommt.
Sauerstoffkorrosion ist die Korrosion eines metallischen Werkstoffes unter Einwirkung bzw. Verbrauch von Sauerstoff, d.h. der Sauerstoff wirkt als Oxidationsmittel. Dieser Mechanismus läuft vornehmlich in alkalischen und neutralen Lösungen.
Wasserstoffversprödung entsteht durch das Eindringen und die Einlagerung von Wasserstoff in Metalle.
Die Wasserstoffsprödung ist eine Wasserstoffinduzierte Rissbildung. Diese tritt auf, wenn durch (Wasserstoff-)Korrosion atomarer Wasserstoff entsteht, der schneller in den Werkstoff eindiffundiert, als er sich an der Werkstoffoberfläche zu nicht diffusionsfähigem H2-Molekülen zusammenfügt.
Da Wasserstoff das leichteste und kleinste Element ist, kann es relativ leicht durch Diffusion aus Metallflaschen oder -rohren entweichen.
Ein Teil des Wasserstoffs wird dabei in das Metallgitter eingelagert und es entsteht vorübergehend ein Metallhydrid. Zu Speicherzwecken ist dieser Effekt manchmal gewünscht (siehe Metallhydridspeicher).
Durch die Einlagerung des Wasserstoffs in das Metallgitter wird dieses geweitet. Das Resultat ist eine Versprödung des Metalls an der Stelle, wo der Wasserstoff jetzt im Gitter steht. Auch nachdem der Wasserstoff wieder aus dem Metall ausgetreten ist, ist der Fehler im Gitter vorhanden und sorgt so für eine dauerhafte Schwächung der Struktur.
Bei hinreichend großen Zugeigen- und/oder -lastspannungen besteht die Gefahr eines verzögerten Sprödbruchs. Man spricht von einem verzögertem Sprödbruch, weil die Schädigung Zeit braucht und der Werkstoff aufgrund der Gleitblockierungen fast ohne Verformung bricht. Dieser Effekt ähnelt einer Materialermüdung, und beschränkt den Einsatz zur Wasserstoffspeicherung.
Stahl und auch Titan sind oft von Versprödung betroffen, nachdem sie über längere Zeit mit Wasserstoff in Kontakt waren. Bei den Stählen bilden jedoch die austenitischen Edelstähle (z.B. CrNi-Stähle) eine Ausnahme. Diese sind weitgehend unempfindlich gegen Wasserstoffversprödung und gehören zu den Standardwerkstoffen der Wasserstofftechnik.
Quelle: Wikipedia
Auch winzige Mengen können nunmehr nachgewiesen werden, so gibt es seit einiger Zeit sogenannte Liquid Intrusion Indicators:
Internes, selbstklebendes Pad als Indikator zum Nachweis von Flüssigkeitsschäden in Repair-/Servicecentern. Verfärbt sich irreversibel bei Kontakt mit Flüssigkeiten.
... also passt auf Eure Geräte auf, selbst kleinste Mengen an Schwitzwasser (Gerät kommt aus dem Kalten ins Warme, Disco, Mitnahme des Gerätes ins Bad ...) können nun nachgewiesen werden und sind der der Blankoschein für die Hersteller für ein "NO!".
Aber ist gerade nicht bei einem Handy damit zu rechnen, dass ab und zu Schweiss in Berührung kommt oder Temperaturwechsel mitmacht?
Insofern müssten doch die Hersteller schauen, dass entsprechende Bauteile geschützt werden.
Denn was bringts mir, wenn ich mein Handy z.B. im Winter nicht aus 25° Wohnungstemperatur in -10° Außentemperatur bringen darf? Kann ichs gleich zuhause lassen - und mit Festnetz telefonieren...
Originally posted by zappman@14.01.2006, 15:46 Aber ist gerade nicht bei einem Handy damit zu rechnen, dass ab und zu Schweiss in Berührung kommt oder Temperaturwechsel mitmacht?
Der Kunde ist da wohl unterm Strich der Dumme, obwohl ich Dir vom Prinzip her Recht gebe.