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Finnischer Handyzulieferer Perlos streicht 4 000 Stellen - Kein Durchbruch in Verkaufsverhandlungen abzusehen
MÜNCHEN. Die Pleite des Münchener Handyherstellers BenQ Mobile sorgt erneut für Wirbel in der Zulieferbranche. Gestern kündigte der finnische Komponentenproduzent Perlos an, bis Jahresende 4 000 Mitarbeiter zu entlassen. Das ist rund ein Drittel aller Beschäftigten.
Im Herbst hatten bereits die BenQ-Lieferanten Infineon und Balda harte Einschnitte angekündigt, weil ihnen mit dem Münchener Mobiltelefonanbieter ein wichtiger Kunde weggefallen ist. Der Chiplieferant Infineon will 400 Jobs streichen. Beim ostwestfälischen Mittelständler Balda sinkt die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland von 1 600 auf 600.
BenQ Mobile hat Ende September Insolvenz angemeldet, als die Konzernmutter aus Taiwan die Überweisungen an die hoch defizitäre deutsche Tochter eingestellt hatte. Der Elektronikkonzern hatte das schwer angeschlagene Geschäft im Sommer 2005 von Siemens übernommen. Am 1. Januar wurde schließlich das Insolvenzverfahren eröffnet.
Für Firmen wie Perlos war das ein harter Schlag, denn sie verloren auf einmal einen ihrer wichtigsten Kunden. Jetzt müssen sie sich in Richtung Asien orientieren, wo die meisten BenQ-Konkurrenten ihre Handys bauen lassen. "Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage in Asien steigen wird. Deshalb fahren wir mit unseren Investitionen in China und Indien wie geplant fort", teilte Perlos gestern mit. Perlos ist ein Hersteller von Präzisionsplastikteilen und elektronischen Komponenten unter anderem für die Telekommunikationsbranche.
Offenbar hat Perlos wenig Hoffnung, dass es bei BenQ Mobile doch noch weiter geht. Es gebe keine Chancen, die Fertigung in Finnland in der jetzigen Form weiter zu betreiben, hieß es gestern. Der Insolvenzverwalter von BenQ Mobile, Martin Prager, spricht zwar weiter mit Interessenten. Eine Sprecherin Pragers dämpfte gestern aber die Hoffnung, dass sich in den nächsten Tagen ein Käufer findet. Perlos selbst rechnet für das laufende erste Quartal mit einem Umsatzeinbruch von rund einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr.
BenQ Mobile 3000
externe MA 1000-1500
Infineon 400
Balda 1000
Perlos 4000
und dann gibt es bestimmt noch eine ganze Menge an kleineren Zulieferen und Dienstleistern, die die Pleite hart getroffen hat.
Hallo,
und auch die 3,2 Megapixel sind klasse. Durch den 3d Sound kommen 3gp Filme erst richtig gut.Weitere Merkmale sind ein größeres außen und innen Display.
Kurz gesagt, das wäre vor Weihnachten ein Knüller geworden.
Gruß
Kannst du noch ein paar Bilder vom EF82 posten, sieht klasse aus in schwarz!
Die Rettungsbemühungen um den insolventen Handyhersteller BenQ Mobile haben einen erneuten Rückschlag erlitten. Die Hamburger Bacoc-Gruppe habe mitgeteilt, dass sie nicht wie angekündigt an diesem Freitag ein Angebot vorlegen könne, sagte eine Sprecherin von Insolvenzverwalter Martin Prager in München. Die Offerte und der Finanzierungsnachweis seien nicht fertig geworden. Bacoc verfolge den Plan aber weiter. "Wir stehen auch weiter für Gespräche zur Verfügung", hieß es bei der Insolvenzverwaltung. Allerdings hatte Insolvenzverwalter Prager betont, mit jedem Tag, der verstreiche, werde eine Rettung etwas unwahrscheinlicher.
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Firmengruppe hat bereits Teile von Motorola übernommen 03.02.2007
Im Kampf um eine Rettung des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile gibt es wieder etwas Hoffnung auf einen Investor. Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) berichtet, führt der Insolvenzverwalter Martin Prager Verhandlungen mit einem neuen Interessenten. Es handle sich um eine Firmengruppe, die bereits Teile des Mobilfunkunternehmens Motorola übernommen habe. Eine Sprecherin Pragers habe Gespräche bestätigt, jedoch keine Details genannt. Auch habe sie keine genauen Angaben zu den Erfolgsaussichten für eine Übernahme machen wollen.
Wiederaufnahme der Produktion wäre möglich
Sollten die Verhandlungen scheitern, müsse der Insolvenzverwalter den Verkauf der Vermögenswerte von BenQ Mobile vorantreiben, schrieb das Blatt. Wann dies erfolgen werde, sei aber nicht klar. Da die Vermögenswerte in Auktionen veräußert würden und dafür Kataloge erstellt werden müssten, könne dies noch eine Weile dauern. Im Falle einer Übernahme sei die Wiederaufnahme der seit Dienstag eingestellten Produktion bei BenQ Mobile daher vorerst nicht gefährdet. Alle dafür notwendigen Maschinen und Geräte seien noch vorhanden.
Seit Anfang Januar hatten sich drei Investoren für den Kauf von BenQ Mobile interessiert. Eine US-deutsche Finanzgruppe um den Manager Hans-Jörg Beha hatte aber Mitte des Monats ihr Angebot zurückgezogen. Die Offerte der US-Firma Sentex Sensing war zuvor von dem Gläubigerausschuss abgelehnt worden. Der Hamburger Laptop-Hersteller Bacoc teilte am Donnerstag mit, doch kein Angebot vorlegen zu wollen.
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