BenQ Deutschland meldet Konkurs an! - Seite 58
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BenQ Deutschland meldet Konkurs an!

Diskutiere BenQ Deutschland meldet Konkurs an! im BenQ-Siemens Forum Forum im Bereich Sonstige Forum; Also ich weiß immer noch nicht... Wenn ich etwas kaufe. Eigentümer bin... Gut. Die Taiwanesen würden die 504 Mille rausrücken... Was relativ unwahrscheinlich ist... Jedenfalls ...


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  1. #571
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    Also ich weiß immer noch nicht... Wenn ich etwas kaufe. Eigentümer bin...

    Gut. Die Taiwanesen würden die 504 Mille rausrücken... Was relativ unwahrscheinlich ist... Jedenfalls nicht im vollen Umfang. Rechtsstreit ist vorprogrammiert.

    Dann sind immer noch deutlich 700 Nasse... Die gehen vermutlich auch auf BenQ. Oder Ronaldo... Oder keine Ahnung...

    Auch die ehemalige Mutter Siemens dürfte die Pleite teuer kommen. Forderungen bezifferte Prager erstmals öffentlich auf 100 Millionen Euro, möglich sei aber auch mehr. "Ehrlich gesagt, hoffen wir auf mehr", sagte Prager. Es seien "noch eine Reihe von Bewertungs- und Finanzierungsfragen offen", hieß es. Eine Klage gegen Siemens will Prager aber umgehen. Beide Seiten hätten Interesse an einem Vergleich, sagte er.
    Niedlich. Siemens wird mit Samthandschuhen angefasst.

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  2. #572
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    Zitat Zitat von adfree Beitrag anzeigen
    Also ich weiß immer noch nicht... Wenn ich etwas kaufe. Eigentümer bin...
    ...bin ich auch in vollem Umfang verantwortlich und kann mir nicht nur die Filetstücke rausschneiden und den kümmerlichen Rest auf andere abwälzen.

  3. #573
    .
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    Natürlich Verantwortung. Das steht außer Frage.

    Aber klar sollte doch eigentlich sein. Das Taiwan nicht um die Ecke ist...

    Ich glaube kaum das einer, geschweige denn Herr Dr. Martin Prager mal eben kurz dorthin fährt. Und morgen mit 500 Millionen wiederkommt.

    Und wenn wir Deutschen alle Taiwanprodukte boykottieren.
    Ich weiß nicht, wenn die das mit uns machen würden? Das würde glaube ich echt weh tun... Mediamarkt leer.

    Und Taiwan kratzt das nicht die Bohne. Die haben den asiatischen Markt und andere Wachstumsmärkte.

    Also ich wäre für 50/50 Schuld für Biemens und SemQ.

    Und Siemens ist halt vor unserer Haustür. Und da sollte man bekanntlich immer zuerst kehren. Bevor man bellt und große Politik betreibt.

    Außer rassistische Gründe erkenne ich keinen wirklichen Grund. Weswegen so auf BenQ rumgehakt wird.

    Und das können wir uns einfach nicht leisten. Finde ich.

    Das BenQ zur Verantwortung gezogen wird ist natürlich selbstverständlich. Man sollte schon alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.

    Aber in alle Richtungen. Denn die einzigen Gewinner sind halt alle Anwälte, die damit beschäftigt sind.

    Herr Dr. Martin Prager hat jetzt eine sichere Einnahmequelle auf Jahre.

    Abgeloosed haben alle Ex Mitarbeiter mit Lohnverzicht...
    Und wir Kunden.

  4. #574
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    Von Taiwan Produkte boykottieren kann auch keine Rede sein. Ich persönlich boykottiere aber schon zumindest erstmal alle Benq Produkte, aber ganz bestimmt nicht aus rassistischen Gründen!

    Ich find die art und weise wie sie sich aus der Affaire gezogen haben einfach unmöglich. Welche Absichten sie wirkliche verfolgt haben kann ich nicht beurteilen, entweder war das wirklich ein abgekatertes Spiel oder die sind unglaublich naiv an die ganze Sache herangegangen.
    Ich mein, man kann doch nicht wirklich erwartet haben das man in nur einem Jahr das Ruder herum reissen kann, zumal die Produkte die man in dieser Zeit released hatte ja auch kaum dazu beitragen konnten...

    Schuld bei Siemens sehe ich natürlich auch! Vor allem hätte man die Sparte gar nicht erst herunter wirtschaften dürfen, Siemens stand schließlich mal glänzend da auf dem Markt und war echter Innovationsführer.
    Vor allem regen mich da Leute wie Klaus Kleinfeld auf, erst geht unter ihrer Führung alles den Bach runter und dann brüsten sie sich damit das sie so verlustreiche Sparten erfolgreich abstossen...

    Aber Benq zu boykottieren ist halt wesentlich einfacher als Siemens...

  5. #575
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    http://www.netzeitung.de/wirtschaft/...en/593730.html

    Lol...

    Schulden dreimal so hoch wie Vermögen


    Hintergrund sind Verluste in Höhe von fast 28 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 637 Millionen Euro) allein im zurückliegenden Geschäftsjahr. Der Konzern schreibt seit fünf Quartalen rote Zahlen. Inzwischen sind alle Gewinne, die der Konzern seit 1999 erwirtschaftet hatte, aufgezehrt. Hinzu kommt die Verhaftung des Konzern-Finanzvorstands, der ebenso wie weitere Leitende Angestellte in verdacht steht, vor Publizierung der ersten Verlust-Quartalsbilanz aus ihrem Insiderwissen an der Börse Profit geschlagen zu haben.
    ...wenn die Analysten Recht haben, könnte BenQ die 500Million die der Dr. Prager einklagen will, gar nicht zahlen...

    Banki

  6. #576
    Senior Mitglied Avatar von Shearer

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    das ist so gut wie sicher... BenQ CORP wird es nicht mehr lange als unabhängiges Unternehmen geben

  7. #577
    Mitglied Avatar von chk410
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    Höl, wenn es denen so schlecht geht, wieso werden se dann für 15 Millarden Euro Partner der Euro 2008?

    Oder hier wieder eine neue Sponsoraktion: http://www.benq.com/press/News.cfm?id=1824&cat=0

  8. #578
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    Zitat Zitat von chk410 Beitrag anzeigen
    ... 15 Millarden Euro ...
    ???

  9. #579
    Mitglied Avatar von chk410
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    Zitat Zitat von meylers Beitrag anzeigen
    ???
    Ich meinte natürlich Millionen^^ Aber trotzdem nen stolzes Sümmchen...

    http://www.shortnews.de/web/id/654666/start.cfm

  10. #580
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    Spiegel ONLINE: "Sie haben uns mitverkauft"

    Quelle: Spiegel ONLINE http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,473088,00.html

    Mit einer Jobmesse für ehemalige BenQ-Beschäftigte versucht Siemens, seinen Ruf aufzupolieren. Doch viele Ex-Mitarbeiter quittieren das Angebot nur mit einem Schulterzucken.

    Die hausinterne Jobvermittlung von Siemens hat sich wirklich Mühe gegeben. Zahlreiche Stellwände, vollgepflastert mit Jobangeboten schmücken die Stadthalle von Kamp Lintfort. An den einzelnen Informationsständen stehen zahlreiche Hostessen bereit, um Fragen zu beantworten, und um möglicherweise gleich den richtigen Ansprechpartner zu vermitteln, falls sich jemand für den angebotenen Job interessiert. "Wir haben für jeden was" - so lautet die unausgesprochene Botschaft des umtriebigen Koordinationsteams an die ehemaligen BenQ-Mitarbeiter.

    Mit der Jobmesse versucht der Münchener Siemens-Konzern sein Versprechen einzulösen, das er den betroffenen Mitarbeitern der BenQ-Pleite gegeben hat. Notgedrungen - denn nachdem der taiwanische Elektronikkonzern BenQ vor sechs Monaten Insolvenz anmeldete und allein in Kamp Lintfort rund 1650 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit schickte, wandten sich die Proteste sofort auch in Richtung München. Für den Ex-Eigentümer Siemens entstand ein echtes Image-Problem.

    Seitdem bemüht sich der Konzern um Schadensbegrenzung. "Die meisten Leute wissen nicht, was Siemens alles macht, in welchen Sparten wir Jobs bieten", wirbt Siemens-Pressesprecher Georg Haux. 2500 offene Stellen habe Siemens in seinen Teilbereichen, teilweise würden "händeringend" Fachkräfte gesucht.

    Doch von Aufbruchstimmung ist wenig zu spüren. Teil gelangweilt, teils mit unverhohlen skeptischer Mine streifen die 550 Ex-Mobilfunker, die an diesem Tag in die Stadthalle gekommen sind, um die Stände. Hi und da begutachtet einer einen der Steckbriefe näher. doch die anschließende Reaktion ist immer die gleiche: "das ist ja in München" heißt es dann, oder in Erlangen oder in Frankfurt. "Ich bin schon so oft umgezogen - das mach ich nicht mehr mit", sagt Alfred Durczak. Der 37-Jährige, der in der Produktion arbeitete, hat vier Kinder und wohnt nur ein paar Kilometer vom ehemaligen Werk entfernt.

    Viele waren Jahrzehnte bei Siemens tätig

    Durczak ist kein Einzelfall - viele, die hier sind, waren Jahrzehnte bei Siemens Mobile tätig. Als sie anfingen, war Siemens noch ein Synonym für die gut funktionierende Deutschland AG. Einmal bei Siemens, immer bei Siemens. Doch das Bild hat sich gewandelt: "Die Sache mit BenQ", meint Ex-Mitarbeiter Jan Parzniowski, "das war ein abgekartetes Spiel" und ein anderer ergänzt: "Als Siemens die Handysparte verkauft hat, da haben sie uns mitverkauft." Der Vorwurf, Siemens habe es den Taiwanesen überlassen, die defizitäre Handy-Sparte abzuwickeln, ist in der Stadthalle häufig zu hören.

    Es sind vor allem Stellen im höher qualifizierten Bereich, die an diesem Tag vorgestellt werden. "Ingenieuren und Managern werden hier gute Angebote gemacht", sagt Petra Langer, "doch für das Fußvolk gibt es kaum etwas." Die 40-Jährige hat 22 Jahre bei Siemens gearbeitet - ohne Ausbildung. Sie weiß, dass der Arbeitsmarkt nicht unbedingt auf ungelernte Arbeitskräfte wartet. Seyfi Atabay stimmt ihr zu: "Wer gute Qualifikationen hat, der hat sich doch schon längst was passendes gesucht", schätzt der 36-jährige Elektroniker. Umziehen kommt für ihn nicht in Frage - er hat zwei Kinder und muss sein Haus bezahlen. Das hatte er vor der BenQ-Krise gekauft.

    "Ach ja, die Mobilität", seufzt Kerstin Wagner, Leiterin der Siemens-Koordinierungsstelle für BenQ-Mitarbeiter, "die Mobilität ist natürlich immer ein Faktor". Es ist die zweite Jobmesse, die sie und ihre Mitarbeiter organisieren. Immerhin 220 Stellen wurden seit der Insolvenz ins Unternehmen vermittelt - in der Auffanggesellschaft sind allerdings noch 1700 Beschäftigte registriert. Auch heute gibt es positive Beispiele, zum Beispiel eine Testmanagerin, die von "guten Angeboten" schwärmt und im Konzern bleiben möchte - zur Not auch um den Preis einer Fernehe. Lächelnd steht Pressesprecher Haux neben ihr und lauscht - es gibt sie also noch, die gute alte Siemens AG, das Unternehmen der Chancen.

    Lieber die alten Kollegen treffen

    Doch die Mehrheit betrachtet die Situation aus einer ganz anderen Perspektive: "Gleich stellt sich Building Technologies vor, mit Arbeitsmöglichkeiten in Karlsruhe und der Schweiz", kündigt eine der Koordinierungsstellen-Mitarbeiterinnen über das Mikrofon an. Teile des Auditoriums quittieren die Ansage mit einer Mischung aus Kopfschütteln und unterdrücktem Lachen. Am Ende sitzen nur eine handvoll Menschen in der Präsentation.

    Die meisten der ehemaligen Mobilfunker nutzen die Gelegenheit vor allem, um die alten Kollegen wiederzusehen. Dass der Countdown läuft, wird an diesem Tage verdrängt. Noch zahlt schließlich die Auffanggesellschaft mit Hilfe des Arbeitsamtes 85 Prozent des Lohns weiter. Wer bis Mitte Juli einen Job findet, erhält eine Prämie - wer den Vertrag aussitzt, immerhin noch eine Abfindung. Doch ab Ende des Jahres wird es dann auch für die ernst.

    Draußen vor der Tür plaudern die Ex-Kollegen bei einer Zigarette über die alten Zeiten und über ihre Zukunft. "Wir sitzen alle in der Warteschleife", beschreibt einer die Situation und erntet Zustimmung. Mit Siemens haben die meisten abgeschlossen. "Ich bin 46, da muss ich Glück haben um an einen Job zu kommen, meint Elektroniker Parzniowski, "Aber das Leben geht auch ohne Siemens weiter".
    JO

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