Scott Wright, ein Experte in Sachen Sicherheit bei Streetwise Security, führte ein interessantes Experiment mit augenscheinlich verlorenen Smartphones durch:

Symantec beauftragte ihn damit, herauszufinden, was die Finderinnen und Finder damit anstellen.
Den Eigentümer eruieren? Zurückgeben? Schnüffeln? Die Online-Banking-Apps starten? Passwörter ausspähen?

Doch es wurde extra leicht gemacht:
Die Login-Daten waren überall vorgegeben und die Apps trugen einladende Bezeichnungen, wie etwa "Remote Admin", "Gespeicherte Passwörter" und nicht zuletzt "Gehaltslisten".
Daneben versteckte sich aber die eigens installierte Software zum Festhalten des Aufenthalts des Geräts und sämtlicher Aufrufe.

An erster Stelle des allgemeinen Interesses stand die App "Private Pix".
Immerhin nahmen 72 Prozent Einsicht in die viel versprechende Foto-Sammlung. Private Mail- und Social-Network-Accounts befanden sich auf Rang Nummer zwei mit 60 Prozent an Zugriffen, für die Passwörter interessierte noch immer 57 Prozent und 43 Prozent wagten sich an das Online-Banking heran.
Die private Nutzung des Eigentümers oder der Eigentümerin war zu 89 Prozent sehenswert.

Doch dem nicht genug:
Verknüpfungen, welche wie Firmendaten aufbereitet wurden, erregten das Interesse von nur einigen Prozentpunkten weniger:
Gehaltslisten führten mit 53 Prozent, gefolgt von "Remote Admin" mit 49 Prozent und 45 Prozent versuchten, auf die Geschäfts-E-Mails zuzugreifen.

Zumindest ist bei diesem Test jeder Finder und jede Finderin nicht ganz dem Schnüffel-Vorwurf ausgesetzt worden:
Denn ohne Indizien auf den Ursprung des Smartphones kann das gute Stück auch nicht retourniert werden - und ohne Inbetriebnahme findet man diese wohl kaum.
Immerhin rund die Hälfte gab das Smartphone freiwillig zurück und nahm hierzu Kontakt auf.
Ob die anderen unehrlichen 50% die vermeintlichen Fundstücke behalten durften oder nicht, ist nicht bekannt.

Quelle: HIER