Originalansicht: Niederländischer Verbraucherschutz will Samsung wegen fehlender Updates vor Gericht bringen

Samsung war schon oft wegen fehlender Android-Updates in der Kritik, vor allem bemängelten viele fehlende Updates auf Android 5.1 Lollipop auch bei aktuelleren Modellen. Der niederländische Organisation Consumentenbond will Samsung nun wegen fehlender Informationen zu Updates und Sicherheitslücken vor Gericht bringen.


Vor allem begründet die Verbraucherschutzorganisation diesen Schritt mit „unfairem Geschäftsgebaren“. Es könne einfach nicht sein, dass Kunden für ein aktuelles Smartphone nur schlecht dokumentierte oder gar keine Updates mehr bekommen. Samsung im Vorfeld Aussagen liefern wie lange ein Gerät Update-Support erhält und auch bei Sicherheitsproblemen ausreichend Nachbessern.

Consumentenbond hat Samsung als ersten gewählt, weil das Unternehmen einer der weltweiten Marktführer ist. Gespräche hätten aber keine Ergebnisse gebracht und darum hat man die Kampagne „Update!“ ins Leben gerufen. Damit will man Hersteller dazu bringen, schneller auf Updates zu reagieren und Kunden auch ausreichend zu informieren.

Laut einer Aufstellung von Consumentenbond hätte Samsung 82% seiner Geräte NICHT mit aktuellen Updates ausgestattet. Dabei wurde auch nur der von Google vorgesehen Zeitraum von zwei Jahren berücksichtigt, wie es auch auf der Google i/O bereits 2011 angedacht wurde, aber schon damals hatte Samsung dies nicht für durchführbar erklärt. Areamobile selber bestätigt dies mit einer eigenen Erhebung, laut der nur 15 von 49 seit 2013 veröffentlichten Smartphones ein Update bekamen.
Wie diese Grafik von Areamobile zeigt sieht es auch bei anderen Anbietern oft nicht besser aus. Es ist daher davon auszugehen das Consumentenbond mit seiner „Update!“ Aktion auch noch auf andere Hersteller zugehen wird.

Meinung des Autors: Ob sich Samsung oder auch andere Anbieter zu einem Update zwingen lassen würden? Was meint Ihr zu dieser Aktion?