Originalansicht: Android: so kann man sein Smartphone gegen Gefahren schützen

Android ist ein relativ offenes Betriebssystem, was mitunter auch von kriminellen Kräften ausgenutzt wird. Nachfolgend geben wir einige Tipps dazu, wie man Angriffe von außen zumeist bereits im Ansatz verhindern kann, ohne dass dabei externe Software wie eine Antivirus-App zum Einsatz kommt


Im einem aktuellen Test hat sich gezeigt, dass die Qualität von Sicherheits-Apps für Android eine ziemlich große Bandbreite aufweist und nur wenige sowie kostenpflichtige Programme wirklich zuverlässig schützen. Doch nicht nur bei der Schutzwirkung gibt es teilweise Defizite zu vermelden, denn nicht wenige Schutz-Apps wirken sich auch noch nachteilig auf die Performance aus. Dabei kann auf diese (mitunter trügerische) Sicherheit durchaus verzichtet werden, wenn einige Tipps und Tricks beherzigt werden. Diese stellen wir nachfolgend vor:


  • Apps nur aus dem Play Store laden: Apps sollten nur aus dem Google Play Store heruntergeladen werden. Dabei sollten nur Apps installiert werden, die im Store bereits seit mehreren Tagen angeboten werden.
  • Keine unbekannten App-Quellen: In den Einstellungen sollte die Option "Apps aus unbekannten Quellen zulassen" abgeschaltet werden.
  • Zugriffsberechtigungen prüfen: Während und/oder nach der Installation von neuen Apps oder Updates sollte kritisch geprüft werden, welche Zugriffsrechte diese beanspruchen. Berechtigungen, die für die eigentliche Funktion nicht notwendig erscheinen, sollten nicht erteilt oder wieder entzogen werden. Sofern dies nicht oder nicht vollständig möglich ist, sollte auf die Installation der App verzichtet werden. Seit Android 6 Marshmallow können die App-Berechtigungen in den Einstellungen eingeschränkt werden.
  • Sperren von Mehrwertdienste: Über die Hotline des Mobilfunkanbieters sollten Mehrwertdienste wie „Premium-SMS“ gesperrt werden.
  • E-Mails kritisch prüfen: Bei Internetlinks in E-Mails sollte man wachsam sein, vor allem wenn diese angeblich von Banken, Shops oder Bezahldiensten kommen. Diese Mails können gefälscht sein und auf gefährliche Webseiten leiten, auf denen Passwörter abgegriffen werden sollen ("Phishing").
  • Phishing-Schutz verwenden Es sollte ein Internetbrowser verwendet werden, der eine Warnung vor betrügerischen Webseiten ausgibt. Im oben verlinkten Test erwies sich der Browser Chrome von Google mit aktivierter "Safe-Browsing"-Funktion als zuverlässig.
  • Bildschirmsperre nutzen: Die Bildschirmsperre des Smartphones sollte unbedingt aktiviert sein und mit einer PIN (persönliche Identifikationsnummer) geschützt werden. Wischmuster erscheinen zwar komfortabler, können aber durch verräterische Schmierspuren auf dem Touchs*creen entschlüsselt werden.
  • Geräte-Manager verwenden: Den "Android Geräte-Manager" sollte aktiviert werden, was zumeist über die App "Google Einstellungen" möglich ist. Verlorene oder geklaute Smartphones können dann aus der Ferne geortet, gesperrt oder gelöscht werden. Nutzer von Samsung-Smartphones können den Samsung-eigenen Dienst "Find my Mobile" verwenden, der zusätzlich verhindert, dass ein geklautes Gerät neu eingerichtet wird.


Mit diesen Tricks lassen sich die meisten Gefahren bereits frühzeitig ausgeschlossen werden. Die Verwendung einer zusätzlichen Schutz-App kann dennoch hilfreich sein, denn es gibt durchaus Mittel und Wege, trotz der genannten Maßnahmen Schadsoftware auf das Smartphone zu bringen. Und die Angreifer sind der Technik der Geräte meist einen bis mehrere Schritte voraus.

Meinung des Autors: Nach Windows gehört Android zu den bevorzugten Angriffszielen von Hackern und sonstigen Kriminellen. Wer auf den Schutz einer Sicherheits-App verzichtet, sollte über andere Wege versuchen, sein Betriebssystem möglichst gut abzuschotten. Was tut ihr so für die Sicherheit eurer Smartphones?