Android Jelly Bean ist seit Juni 2012 verfügbar. Nun stellen sich neue Fragen: Wie heißt die nächste Android-Version, was bietet sie, wann kommt sie?

Nach dem Update, ist vor dem Update
Kaum eine Branche ist so auf die Zukunft fokussiert wie die der Smartphone-Hersteller. Neben Spekulationen rund um frische Geräte betrifft das die neusten Versionen der mobilen Betriebssysteme. So ist es nicht verwunderlich, dass gleich nach der Präsentation der aktuellen Android-Version Jelly Bean Gerüchte um den Nachfolger aufkommen.




Bekannt ist, dass Google seine Android-Versionen nach Süßspeisen benennt und sich bei der Namensvergabe an die Reihenfolge des Alphabets hält. Der Jelly-Bean-Nachfolger muss also eine Süßigkeit mit dem Anfangsbuchstaben "K" sein. Wie The Verge aus vertrauter Quelle erfahren haben will, plant Google, die kommende Version unter dem Namen "Key Lime Pie" (Limettenkuchen) herauszubringen.
Eine andere Quelle geht dagegen von Candy Cane (Zuckerstange) aus. Hintergrund: das Easter Egg aus Jelly Bean. Schieben Sie per Fingerwisch alle Jelly Beans aus dem Sichtfeld, erscheint auf dem Display eine Zuckerstange. Einen Haken hat der Ansatz: Candy Cane schreibt sich mit "C" und nicht mit "K". Die Lösung: Google weicht von der offiziellen Schreibweise ab, nennt das neue Android-Betriebssystem "Kandy Cane" oder "Kandy Kane"




Nur acht Monate nach Ice Cream Sandwich schob Google Jelly Bean (Android 4.1) nach. Ein weiteres Update dürfte daher frühestens Ende 2012 kommen. Androidcentral rechnet erst im ersten oder zweiten Quartal 2013 mit Key Lime Pie oder Kandy Cane. Android-Chef Andy Rubin kündigte bereits 2010 in einem Interview an, den Veröffentlichungszyklus mittelfristig von zwei auf eine Version pro Jahr zu reduzieren. Fraglich auch, ob der Jelly-Bean-Nachfolger Version 4.2 oder als Android 5.0 bekommt.

Was die kommende Version alles auf dem Kasten haben wird, ist noch unbekannt. Die Autoren von TrustedReviews haben sich dennoch ein paar Gedanken gemacht. So plädieren sie für eine Überarbeitung der grafischen Benutzeroberfläche. Das aktuelle Design stammt in seinen Grundzügen noch aus den Anfangstagen und wirkt im Vergleich mit "Windows 8-style UI" recht chaotisch. Aber auch bei der Multitasking-Fähigkeit aktueller Android-Geräte sehen die Autoren Handlungsbedarf. Vor allem auf Tablet-PCs schränkt sie die Nutzbarkeit merklich ein.




Eine weitere Baustelle: die Multimedia-Unterstützung. Bisher spielt Android nur die wichtigsten Audio- und Video-Formate ab. Nutzer mit einer großen Musik- oder Filmsammlung kommen derzeit an Apps von Drittherstellern nicht vorbei. Eine sehnlichst erwartete Funktion: die Möglichkeit, mehrere Benutzerkonten auf einem Android-Gerät einzurichten.