Das Vorstellungs-Event von Google in New York ist dem Hurricane Sandy zum Opfer gefallen, daher hat Google seine Neuheiten kurzerhand in einem Blogpost vorgestellt. Darunter auch die neueste Version 4.2 seines Betriebssystems Android, die entgegen der Gerüchte nicht auf den Namen Key Lime Pie hört, sondern weiterhin Jelly Bean heißt


Unter Android 4.2 Jelly Bean können jetzt, zumindest auf Tablets, mehrere Benutzerkonten auf einem Gerät verwaltet werden, wie es bereits von Windows bekannt ist. Dabei können alle angelegten Nutzer auf einen eigenen Homescreen, die eigene App-Sammlung sowie die persönlichen Spielstände und Medien zugreifen. Ob auch Einstellungen wie die Mail- und Social-Network-Konten dazu gehören teilte Google nicht mit, aber das erscheint wahrscheinlich. Die virtuelle Tastatur wurde ebenfalls überarbeitet, hier hält eine bereits von Samsung und einigen anderen Herstellern bekannte Wischtechnik à la Swype zur Einsatz.

Darüber hinaus unterstützt Android 4.2 Jelly Bean jetzt Miracast. Mit dieser Technologie können Videos und Bilder kabellos an entsprechend ausgerüstete TV-Geräte gesendet werden, von denen es bislang allerdings noch keine gibt. Auch die Kamera-Funktion wurde kräftig überarbeitet. Hier hält die Photo Sphere Einzug, mit der es möglich ist, bei Panoramen nicht nur in einer Ebene zu Fotografieren sondern auch nach oben und unten. Damit lassen sich Aufnahmen erstellen, wie sie beispielsweise von Google StreetView bekannt sind. Die Bilder können über Google+ geteilt und bei Google Maps veröffentlicht werden. Einige Beispiele für die neuen Panoramen können unter Contribute ? Street View ? Google Maps betrachtet werden.

Weitere Verbesserungen betreffen die Benachrichtigungen. Hier können Apps zukünftig mehrere Reaktionsmöglichkeiten auf eine Statusmeldung anbieten, beispielsweise kann im Kalender nach einer Erinnerung an einen Termin die Alarmzeit verschoben oder eine Nachricht an alle Teilnehmer versendet werden. Und mit Daydream wird ein erweiterter Bildshirmschoner eingeführt, auf dem Fotos, Aktienkurse und ähnliches angezeigt werden, was allerdings auf Kosten der Akkulaufzeit geht, sofern die Geräte nicht an einer Stromquelle angeschlossen sind. Auch Google Now wurde verbessert, hier erkennt das Smartphone beispielsweise automatisch anhand der Bewegungsinformationen die Arbeitszeiten und informiert über die Verkehrssituation auf dem Arbeitsweg.

Die beiden neuen Geräte Nexus 4 und Nexus 10 werden mit Android 4.2 Jelly Bean ausgeliefert, auch das Nexus 7 soll laut der Homepage die neue Version erhalten. Ob und wann andere Geräte wie das Nexus S oder das Galaxy Nexus sowie die Modelle anderer Hersteller die entsprechenden Updates bekommen, kann nur vermutet werden.

Quelle: heise.de