Die aktuellen Zahlen zur Android-Fragmentierung sind raus. Überraschungen gibt es keine. Jelly Bean steigt um nicht einmal ein Prozent.

Auch nach fast einem halben Jahr ist Jelly Bean nur einstellig vertreten und dümpelt auf nur 2,7 Prozent der Geräte herum, was leider auch wieder zeigt, dass die Hersteller zwar vielleicht hier High-End-Geräte schnell aktivieren, das war es dann aber auch schon wieder. Auswirkungen, ob Bemühungen wie das mit Jelly Bean eingeführte PDK funktionieren, werden wir auch erst mit den nächsten Versionen sehen. Vor allem soll durch das PDK (Plattform Development Kit) die Entwicklung bzw. Anpassung neuer Android-Versionen an die Hardware schneller vonstattengehen.

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Das heißt, das PDK wird bereits wenige Zeit vor der Veröffentlichung einer neuen Android-Version an die Hersteller herausgegeben, sodass die eben mit ihrer Entwicklungsabteilung bereits Gas geben können. Theoretisch wäre dann ein Hersteller in der Lage zum Release einer Android-Version auch zu sagen, welche Geräte demnächst ein Update erwarten können und welche nicht.
Google hat am letzten Montag mit Android 4.2 eine aktualisierte Version von Jelly Bean vorgestellt. Die neue Android-Version bringt einige neue Funktionen und mit Sicherheit neuen Frust. Denn das Problem der Fragmentierung bekommt Google nicht in den Griff. Über die Hälfte der Nutzer hängt laut der neuen Android-Statistiken zur Fragmentierung mittlerweile zwei drei Versionen hinterher: Ihr Gerät läuft noch mit Android 2.3.x.

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Gestiegen sind die Anteile von Ice Cream Sandwich, das jetzt bei 25,8 Prozent liegt, und auch Jelly Bean ist gestiegen. Seinen kleinen Satz von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat dürfte es dem Samsung Galaxy S III-Update verdanken, das Samsung in den letzten Wochen weltweit verteilt. Die Dominanz von Gingerbread wird aber noch einige Zeit bleiben: Es stellt sich die Frage, wieviele der Smartphones, die Android 2.3.x an Bord haben, überhaupt noch mit einem Update rechnen können.

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Man darf vor allem auch gespannt darauf sein, wie schnell die Umstellung von 4.1 auf 4.2 bei den verschiedenen Herstellern dauert.

Quellen: Klick und Klick