Android 4.2 prüft am Play Store vorbei installierte Apps auf Sicherheit

Malware unter Android ist selten, aber durchaus vorhanden. Wer hierzulande Apps aus dem Play Store installiert, der muss wenig Angst vor Trojanern haben, doch auf russischen oder chinesischen Seiten mit gecrackten Programmen finden sich durchaus verseuchte Anwendungen. Google möchte verhindern dass sich in Zukunft Malware über manuell installierte Apps ausbreitet und integriert einen Sicherheits-Scanner in Android 4.2.

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Einer der Stärken von Android ist die Freiheit Google-Dienste nutzen zu können aber nicht zu müssen. Wer zum Beispiel Apps installieren möchte, der greift meist zum Google Play Store, allerdings verbietet Google etwa Amazon oder andere Market-Betreiber nicht einen eigenen App-Store anzubieten. Und auch der User wird vom System nicht daran gehindert Apps von Hand als APK-Datei zu installieren.
Dadurch öffnet Google allerdings die Tür für Malware. Apps im Google Play Store werden von Google regelmäßig und automatisiert auf Schädlinge hin überprüft, doch ein manuell installiertes Spiel oder App landet oft ungeprüft auf dem Handy. Um in Zukunft mehr Sicherheit zu bieten, hat Google einen Sicherheitsscanner in Android 4.2 integriert. Er übermittelt eine Reihe von Kenndaten an Google und prüft somit, ob es sich um bekannte Malware handelt.

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Schlägt der Scanner nicht an, so wird die Anwendung umgehend installiert. Gehen bei Google gewisse Warnlampen an, so informiert Sie Google über gewisse Problematiken und stellt Ihnen frei die App zu installieren. Bekannte Malware wird dagegen umgehend blockiert. Der Scanner wird bei Android 4.2 nicht zum Pflichtprogramm, er lässt sich in den Sicherheits-Einstellungen von Android de-/aktivieren.

Ein zweites neue Feature bezüglich der Sicherheit von Android findet sich im weiteren Verlauf der manuellen Installation von APK-Dateien. Bislang erklärte das System nicht sonderlich präzise wozu welches Recht denn nun benötigt wird. Ganz simpel wird sich das wohl nie umschreiben lassen können, doch Android 4.2 gliedert nun die Rechte dahingehend, ob Privatsphäre oder Hardware-Komponenten bei der Erteilung der Rechte tangiert werden.

Die Beschreibungen der Rechte waren bislang nicht gut verständlich.

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Android 4.2 erklärt nun Detailliert was einer App erlaubt werden soll.

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Außerdem wird der Nutzer nun in einem gesonderten Dialog darauf hingewiesen, wenn eine installierte App versucht, vermeintlich teure SMS zu schicken und kann dies entweder erlauben oder verbieten. Dadurch werden mögliche hohe Nachrichtenkosten verhindert.


Quellen: Klick und Klick