Hinweis: Wie schon im Thread Bootloader öffnen beschrieben, ist es mittlerweile nicht mehr möglich, den Bootloader Unlock Code über die offizielle Huawei Website zu bekommen. Von daher können natürlich auch nur die User diese Anleitung nutzen, bei denen der Bootloader des Huawei Mate 10 Pro geöffnet ist und die einen entsprechenden Unlock Code bereits besitzen.

Achtung: Auch beim schließen des Bootloaders wird wie beim Öffnen auch das Mate 10 Pro auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Normalerweise sollte es reichen, wenn man so vorgeht, wie beim Öffnen des Bootloaders. Also folgendermaßen (Zitat aus dem Thread Bootloader öffnen):
Ihr benötigt als erstes dazu die ADB Tools. Diese könnt ihr bei uns im Download Bereich herunterladen.

Nach dem Download entpackt die Datei in einen Ordner, den ihr gut wiederfindet. Öffnet dann den Ordner und klickt mit gedrückter Shift Taste (also die, mit der man Großbuchstaben erzeugt) und mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Ordners.

Hier wählt ihr dann den Punkt „Eingabeaufforderung hier öffnen“ aus.

Achtung: Unter Windows 10 kann es sein, dass es diesen Punkt jetzt nicht mehr gibt. Wie ihr diesen wieder einfügen könnt, wird hier beschrieben.

Dadurch erhaltet ihr ein Command Fenster, in dem ihr die adb und fastboot Befehle eintippen könnt.

Als nächstes schaut in Windows Taskmanager rein und deaktiviert/stoppt alle Huawei Prozesse, denn diese könnten ggfs. auch die adb/fastboot Verbindung stören.

Verbindet euer Huawei Mate 10 Pro per USB Kabel mit dem PC. Als nächstes öffnet am Handy die Einstellungen und geht zum Punkt „Über das Telefon“ und tippt dort 7 x auf den Punkt Build-Nummer um die Entwickleroptionen freizuschalten.

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Nachdem die Entwickleroptionen freigeschaltet sind, geht einen Punkt zurück und dort dann ins Menü der Entwickleroptionen.

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Dort findet ihr die beiden Punkte „OEM-Entsperrung aktivieren“ sowie "USB-Debugging"

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Beide Punkte müssen aktiviert werden (Sicherheitsabfragen bitte bestätigen).

Nun gebt im Command Fenster den Befehl adb devices (gefolgt von einem Return) ein.

Achtet hierbei auf das Display eures Handys. Hier sollte eine Bestätigung eines Fingerprints nötig werden. Macht bitte den Haken bei „Von diesem Computer immer zulassen“ und klickt dann auf OK.

Nun nochmal den Befehl adb devices (Return) eintippen. Hier sollte jetzt anstatt „unauthorized“ das Wort „device“ und davor eine Zahlen/Buchstabenkombination auftauchen. Das ist der Hinweis, dass euer Handy adb und fastboot Befehle empfangen und verarbeiten kann.

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Nun geben wir im Command Fenster den Befehl adb reboot bootloader (Return) ein. Damit startet dann das Mate 10 Pro in den Bootloader Modus.

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Prüft hier dann nochmals mit dem Befehl fastboot devices, ob das Mate 10 Pro auch im Fastboot Modus erkannt wird. Sollte das nicht der Fall sein, dann müsstet ihr ggfs. noch einen weiteren Treiber der Registry hinzufügen. Diesen könnt ihr hier herunterladen. Führt die Datei aus, und der Wert wird in die Registry geschrieben. Leider ist das gerade unter Windows 10 nicht zu vermeiden, da der Fastboot Modus des Mate 10 Pro unter Windows 10 scheinbar Probleme macht. Anschließend den PC neu starten und nochmals das Command Fenster starten.

Hier dann nochmals fastboot devices eintippen. Kommt die positive Rückmeldung, dann sollte auch der Rest klappen.

Sollten sowohl adb Devices als auch fastboot devices zu keinem Ergebnis führen, könnte man auch versuchen, das USB Kabel an einem anderen USB Port anzuschließen, vorzugsweise hinten direkt an den Mainboardanschlüssen. Alternativ kann man – sofern man noch darauf Zugriff hat – es an einem Windows 7 PC durchführen.

Wenn das Gerät im Bootloadermodus gestartet ist, dann muss der Befehl fastboot oem lock xxxxxx (das xxxxx steht für den Unlock Code, den ihr erhalten habe und den ihr statt der xxxxx eintippen müsst) ein.
Nun sollte das Huawei Mate 10 Pro den Bootloader schließen.

ABER: Bei meinem Eigenversuch wurde der Befehl zwar übertragen, mein Mate 10 Pro reagierte aber leider nicht darauf. Bei wem es also auch nicht funktioniert, der muss folgende Maßnahme nutzen, um den Bootloader zu schließen.

Ladet euch das All in One Tool aus dem XDA Forum herunter https://forum.xda-developers.com/and...ctory-t3358711 und installiert es auf euerem PC.

Nach dem ersten Start klickt am besten zuerst auf den Punkt „Install Drivers“. Im Normalfall sollte das nicht mehr nötig sein, aber schaden kann es auch nichts.

Nun startet das Mate 10 Pro ganz normal, achtet darauf, dass auch hierfür die Entwickleroptionen eingeschaltet sein müssen, sowie die Punkte OEM-Entsperrung sowie USB Debugging aktiv sein sollten.

Ich selber habe vorsorglich alle Sicherheitssperren wie Fingerabdruck, Pin etc entfernt, damit auf keinem Fall etwas stören kann.

Als nächstes klickt im Tool auf den Punkt „Reboot Bootloader“, wartet bis das Mate 10 Pro im Bootloader gestartet ist und klickt als nächstes auf den Punkt „Lock“.

An dieser Stelle werdet ihr aufgefordert, euren Unlock Code einzutippen und erhaltet auch eine Warnung. Die Warnung sagt aus, des es auf manchen Huawei Mate 10 Pro Geräten zu Problemen beim schließen des Bootloaders geben kann. Da das Tool international ausgerichtet ist und zusätzlich mit diversen Herstellern und Geräten arbeitet, ist die Warnung nachzuvollziehen, zumal es z. B. in den USA immer wieder Providerlocks gibt, die man kaum umgehen kann.

Ich habe hier auf meinem deutschen Mate 10 Pro die Warnung ignoriert.

Auf dem Handy erscheint nun nochmals eine Warnung, die man mit der Vol+ (Lautstärke hoch) Taste sowie anschließender Power Taste bestätigen muss.

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(Anstatt Unlock erscheint die Warnung/Hinweis mit Lock Bootloader)

Nun wird der Bootloader gesperrt, das Gerät startet neu, führt einen Factory Reset aus (es werden also alle Daten und Einstellungen auf Werkseinstellungen gesetzt).



Hinweise:

Jede Veränderung am Gerät (z. B. rooten oder flashen) beinhaltet immer ein gewisses Risiko. Es kann passieren (sei es durch Stromausfall, unbeabsichtigtes ziehen des USB Kabels etc.), das man das Handy brickt (also unbrauchbar macht). Wer das Risiko eingeht, handelt also auf eigene Gefahr.