Originalansicht: Vodafone startet Voice over LTE in seinem Netz

Im Festnetz ist die Umstellung auf IP-basierte Telefonie in vollem Gange, jetzt folgen auch die Mobilfunknetze. Als erster Anbieter startet Vodafone mit dem Betrieb und verspricht dabei nur Vorteile


Bei der Sprachübertragung kommen sowohl im Fest- als auch im Mobilfunknetz Technologien zum Einsatz, die teilweise Jahrzehnte alt sind. Und die aufgrund ihrer Standard relativ große Bandbreiten benötigen, wenig flexibel sind und Zusatzdienste oftmals erschweren oder sogar gänzlich aussperren. Abhilfe kann da die Telefonie über das Internet schaffen, bei der lediglich Datenpakete ausgetauscht werden. Im Festnetz ist die Telekom aktuell dabei, die Anschlüsse der Kunden nach und nach auf die neue Technologie umzustellen - inklusive aller Vor- und Nachteile. Im Mobilfunknetz erfolgt jetzt ebenfalls die erste Umstellung.

Pünktlich zum Start der Computermesse CeBIT hat Vodafone bekannt gegeben, dass die neue Voice-over-LTE-Technologie (VoLTE) ab sofort "im gesamten 4G Netz" des Düsseldorfer Anbieters verfügbar ist. Die Umstellung sorgt für "kristallklare Sprachqualität, superschnelle Rufaufbauzeiten und verschlüsselt Telefonate noch besser gegen Lauscher im Netz". Bislang allerdings merken die Kunden davon noch nichts, denn die Smartphones müssen erst Software-Updates erhalten, um VoLTE nutzen zu können. Das wird in naher Zukunft auf einigen Geräten von HTC, Samsung und Sony der Fall sein. Künftig werden auch neu bei Vodafone gekaufte Smartphones mit der neuen Technologie arbeiten. Sofern diese von einem Mobiltelefon nicht unterstützt wird, telefoniert das Gerät einfach mit der bisherigen Technik, die parallel weiter betrieben wird.

Meinung des Autors: Im Festnetz gibt es bei VoIP neben zahlreichen Vorteilen auch etliche Nachteile. Ich bin gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte zum Mobilfunk - und warte auf die ersten gravierenden Sicherheitslücken.