Originalansicht: Project Fi von Google - Was ist das und wie soll es funktionieren?

So mancher hat vielleicht schon davon gehört, dass Google einen eigenen Dienst starten will mit dem man anderen Anbietern von Datentarifen ein wenig vom Kuchen abnehmen will. Bisher ist das Ganze noch nicht offiziell in Deutschland erhältlich, aber wir verraten euch in diesem Ratgeber schon einmal was Googles Project Fi ist und wie es funktioniert.


In den USA kann man sich bereits über die Webseite des Project Fi Dienstes für diesen Service anmelden. Google selber hat natürlich kein eigenes neues Mobilfunknetz, sondern arbeitet zusammen mit den zwei großen Anbietern T-Mobile und Sprint.

Google nutzt für sein Project Fi deren 4G Mobilfunknetzwerk und verfügbarer Hotspots. Es soll immer einen lückenlosen Wechsel zwischen Netz und Hotspots geben, so dass der Benutzer immer die am besten mögliche Abdeckung und Verbindung bekommt. Um dabei die Daten der Nutzer zu schützen soll das Ganze über ein verschlüsseltes VPN laufen.


Die Preise sind dabei recht einfach. Zuerst zahlt man einmal 20 US Dollar für die Basics. Diese beinhalten kostenlose Telefonate innerhalb der USA und kostenfreie SMS in den USA und International. Telefonate ins Ausland fallen nicht in diese Flatrate, aber das ist ja bei vielen Anbietern in Deutschland auch nicht anders.

Um das Ganze zu komplettieren bucht man noch sein Datenvolumen dazu. Das ist preislich auch recht einfach, denn man zahlt 10 US Dollar pro 1GB. Wer 1GB haben will zahlt 10 Dollar, bei 40GB sind es 40 Dollar und bis zu 10GB für 100 Dollar sind möglich. Das ist natürlich im Vergleich zu manchen Anbietern von Datenflats nun erstmal nicht wirklich günstig.

Der Vorteil ist dafür aber, dass ungenutztes Datenvolumen nicht wie bei vielen anderen Anbietern verfällt. Hat man zum Beispiel 5GB für 50 Dollar gebucht und verbraucht aber im aktuellen Monat nur 2GB, dann bekommt man 30 Dollar für die Rechnung des Folgemonats erstattet. Die Abrechnung erfolgt nach MB, und auch wer nur 1GB für 10 Dollar bucht erhält so dann zum Beispiel 6 Dollar zurück wenn er nur 400MB verbraucht hat.

Überschreitet man sein Datenvolumen gibt es keine Drosselung, sondern man bezahlt einfach pro MB weiter. Sollte man feststellen, dass man viel zu viel oder zu wenig Datenvolumen bucht ist dies auch kein Problem, denn der Tarif kann jeden Monat gewechselt werden. So kann man sich gegebenenfalls immer wieder an seinen eigenen Verbrauch anpassen.


Roaming wird auch kein Problem sein, da Nutzer aus den USA aktuell auch in 120 anderen Ländern, inklusive Deutschland, Project Fi nutzen können. Gebühren für Roaming gibt es dann nicht, auch die SMS bleiben kostenfrei, aber Gespräche ins Mobilfunknetz kosten 20 US Cent pro Minuten.

Hangouts ist übrigens fest in Project Fi eingebunden, und wer sich dann einmal für diesen Dienst angemeldet hat kann über alle Geräte die Hangouts unterstützen, also egal ob Android, iOS, Windows, Mac OS oder Chrome OS, Anrufen und SMS empfangen und senden.

Hier noch das offizielle Webevideo von Google:


Meinung des Autors: Auch wenn es bisher nur in den USA und mit dem Nexus 6 nutzbar ist könnte Project Fi eine gute Alternative werden. Würdet Ihr den Dienst in Deutschland nutzen? Vielleicht habt Ihr aber auch keine Lust auf Google oder findet den Dienst zu teuer?