Originalansicht: WhatsApp: blaue Haken künftig gezielt abschaltbar

Der Messaging-Dienst WhatsApp arbeitet ständig an Verbesserungen und neuen Funktionen. Nicht immer trifft man damit voll ins Schwarze, wie die Einführung einer erweiterten Lesebestätigung im vergangenen Jahr gezeigt hat. Nach Monaten voller Kritik wird es in Zukunft wohl erweiterte Möglichkeiten bei der Verwendung der blauen Haken geben


Im November 2014 hat WhatsApp schrittweise mit der Einführung der blauen Haken begonnen, die dem Absender signalisieren, dass der Empfänger eine Nachricht gelesen hat. Diese Funktion sorgte für reichlich Kritik, denn sie erhöhte bei nicht wenigen den Druck, auf eine gelesene Nachricht unmittelbar antworten zu müssen. Die zwangsweise Bestätigung lässt sich allerdings abschalten, doch das wird mit dem Nachteil erkauft, dass dann keinerlei Lesebestätigungen aller Kontakte angezeigt werden.


In Zukunft soll sich das grundlegend ändern. So berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf interne Informationen bei WhatsApp, dass "Nutzer künftig per Fingertipp auch bei einzelnen Konversationen entscheiden können, ob diese dem Anderen als gelesen oder ungelesen angezeigt werden sollen.". Damit könnte die Lesebestätigung individuell für jede Nachricht festgelegt werden. Das widerspricht zwar dem entgeltlichen Gedanken hinter der Funktion, dürfte aber für so manche Freundschaft und Beziehung ein großer Schritt nach vorne sein.

Ab wann die neue Funktion eingeführt wird, steht noch nicht fest. Mangels einer offiziellen Bestätigung kann derzeit nicht einmal sicher gesagt werden, ob die Funktion überhaupt kommen wird. Falls ja, dürften wie üblich zuerst die Nutzer von Android sowie iOS von Apple davon profitieren, bevor später auch Windows Phone und andere Betriebssysteme versorgt werden.

Meinung des Autors: Warum zum Teufel bekomme ich keine Antwort? Seitdem WhatsApp die blauen Haken als Lesebestätigung eingeführt hat, stellen sie viele Nutzer des Dienstes diese Frage. Mit der gezielten Abschaltung dürfte sich das ändern. Allerdings könnte dadurch auch neues Misstrauen entstehen.