Originalansicht: YouTube-App für Android: neuen 'Inkognitomodus' für mehr Privatsphäre verwenden

Einerseits ist es natürlich praktisch. wenn die YouTube-App gezieltere Vorschläge liefert. Andererseits hat sich aber schon mancher Nutzer Ärger eingehandelt, wenn beispielsweise Eltern oder Lebenspartner Einblick bekommen. Um das zumindest künftig zu umgehen, hat die Google-Tochter jetzt eine von diversen Browsern bekannte Zusatzfunktion in der App für Android eingeführt. Nachfolgend erklären wir die Nutzung und weisen auf mögliche Einschränkungen hin

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Zuerst einmal ein Hinweis: wenn die Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre genutzt werden, ist es lediglich so, dass keine sichtbaren Spuren auf dem jeweiligen Smartphone oder Tablet hinterlassen werden. Über den Mobilfunkanbieter beziehungsweise den Anbieter des WLAN-Netzwerks wie der Arbeitgeber oder die Schule kann (unter Umständen) immer noch nachvollzogen werden, welche Videos aufgerufen wurden.

Doch nun zu der Erklärung, wie man sich seit kurzem unter Android schützen kann:

  1. Aktuellste Version der YouTube-App öffnen
  2. Oben rechts auf dem stilisierten Kopf tippen
  3. Jetzt auf "Inkognitomodus aktivieren" tippen
  4. Den bei der ersten Nutzung angezeigten Warnhinweis mit "OK" bestätigen


Das funktioniert allerdings nur, wenn man bei YouTube mit einem Account angemeldet ist. Der private Modus sorgt dann dafür, dass weder Suche noch Verlauf mit dem genutzten Google-Konto verknüpft werden, und daher im wieder eingeloggten Zustand ("Inkognitomodus deaktivieren") auch nicht sichtbar sind. Erkennbar ist die Verwendung durch einen geänderten stilisierten Kopf, mit Hut und Brille das Klischee des getarnten Geheimnisträgers bedient, sowie dem dauerhaft angezeigten Schriftzug "Inkognitomodus ist aktiviert" am unteren Displayrand. Eine durchaus vernünftige Beschränkung gibt es allerdings, denn Videos mit Altersfreigabe können nicht Inkognito gesehen werden, und benötigen weiterhin den Altersnachweis.

Ganz wichtig: Mit dem privaten Modus wird nur die künftige Datensammlung verhindert. Um bisherige Suchanfragen und mehr zu löschen, muss man an anderer Stelle aktiv werden, wie wir in einem gesonderten Ratgeber erklären werden.

Hinweis: für iPhone und iPad unter iOS steht die Funktion bislang nicht zur Verfügung.

Meinung des Autors: Die Grat zwischen nützlich und verräterisch kann bei den Vorschlägen der YouTube-App für Android ziemlich schmal sein. Um letzteres zu umgehen, gibt es eine neue Schutzfunktion, die in manchem Browser schon seit einer gefühlten Ewigkeit gute Dienste leistet.