Originalansicht: Facebook startet Moneypenny am iPhone als Antwort auf Siri und Cortana

Vor ca. 1,5 Monaten wurde erklärt, dass man bei Facebook an einem Konkurrenten zu Apple Siri und Microsofts Cortana arbeiten würde. Man war sich nicht ganz sicher, ob das Ganze wirklich kommt oder ob es wie so manches andere Projekt vielleicht wieder in der Versenkung verschwindet. Nun wird Moneypenny aber wohl in einem Live-Versuch getestet.


Über die Ankündigung an sich haben wir selber bereits hier berichtet. Die Webseite Wired hat nun erklärt, dass man in der Bay Area in San Francisco wohl einen ersten Versuch mit einigen hundert Usern gestartet hat, nachdem es Mitarbeiter von Facebook selber wohl schon seit ein paar Wochen intern getestet haben.

Der Vorteil von Moneypenny, oder wie bei James Bond auch einfach kurz „M“ genannten Assistentin, liegt klar auf der Hand. Nicht nur ist Moneypenny auf kein Geschlecht festgelegt, man weiß manchmal auch nicht wirklich, ob die Anfrage nun vom System selber beantwortet wurde, oder ob vielleicht ein menschlicher Mitarbeiter die Anfrage bearbeitet.


Einfacherer Aufgaben sollen somit dem automatischen System überlassen werden, und die schwierigeren oder aufwändigeren Dinge sollten dann dafür von echten Menschen geklärt werden. Im Hintergrund des Dienstes gibt es einen Helpdesk der, wenn nötig aus tausenden von frei angestellten Unternehmern bestehen soll. Allerdings plant man, dass Moneypenny aus dem Verhalten der menschlichen Kräfte lernt und somit eine Art passender KI für seine Aufgaben entwickelt.

Diese Leute sollen erfahren im Kundenservice sein und sich so auch um komplexe Anfragen kümmern können. Wird zum Beispiel eine Geburtstagsparty geplant, dann kann die Software vielleicht das Restaurant suchen und buchen, aber ein menschlicher Mitarbeiter sorgt eventuell für Feinheiten und arrangiert die Lieferung mit dem Lieblingskuchen, ohne dass man nachfragen musste. Vielleicht findet man diese Infos ja auf der Facebook Seite des Geburtstagskindes.


Zum einen will man so auch Arbeitsplätze schaffen und Firmen zur Mitarbeit an Moneypenny anregen. Wenn bei Moneypenny zum Beispiel viele Anfragen zu Problemen mit dem Produkten eines Kabelanbieters eingehen, so sollte der Anbieter vielleicht darüber nachdenken direkt einen Mitarbeite für die Arbeit mit „M“ abzustellen.

Ob das Ganze die Testphase übersteht und ob es auch außerhalb der USA zu haben sein wird ist schwer zu sagen. Man braucht die Kräfte die es ausführen und auch die Mittel diese zu bezahlen, denn von Kosten für den Kunden ist bisher keine Rede.

Meinung des Autors: Spannend klingt das Ganze, und ich bin auch sehr gespannt ob und in welchem Umfang man es letztendlich nutzen kann. Wenn es kommt bleibt nur zu hoffen, dass so mancher Nutzer des Dienstes dann noch sein Haus verlässt… ;-)