Originalansicht: Allo – Googles Antwort auf WhatsApp ist schlau, aber auch neugierig

Auf der aktuellen Google I/O 2016 hat Google viele Neuerungen präsentiert. Eine davon ist der Messenger Allo, der nun gegen den Platzhirsch WhatsApp losgelassen werden soll. Während sich viele bei WhatsApp nun über die endlich vorhandene Verschlüsselung freuen, scheint man es bei Allo da aber nicht so eng zu sehen.


Eines vorne weg: Der vorgestellte Messenger ist nicht schlecht und hat auch eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung, aber diese ist standardmäßig nicht aktiviert, und für sichere Chats muss man explizit einen Inkognito-Chat eröffnen. Vielleicht will man sich hier ein wenig an die Wünsche des FBI annähern um Probleme wie sie Google und WhatsApp haben zu vermeiden.

Vor allem soll Allo eher Alles selber machen. Amit Fulay, Produktmanager für Allo bei Google, sieht ein Problem darin, dass viele Menschen während eines Chats von App zu App springen. So wird man abgelenkt und wichtige Informationen können untergehen. Googles eigene Chat-Lösung Allo soll hier alles in sich vereinen und so für bessere Übersicht sorgen

Sucht man nach einem Restaurant, einer Tankstelle oder was auch immer soll Allo nicht auf eine andere App wechseln, sondern das Ganze innerhalb der eigenen Anwendung anzeigt damit man alles jederzeit ohne Probleme nachverfolgen kann. Dies soll auch mit normaler Sprache machbar sein, und auch hier will man besser sein wie Siri, Cortana oder der eigene Google Now Dienst.



Als Beispiel wird genannt, dass man sich vielleicht gerade seinen Termin für den Flughafen ansieht und dann einfach fragen könnte „Verspätet sich mein Flug?“. Allo soll hier also erkennen was man sich gerade ansieht und diese Daten auch auslesen und überprüfen können. Smart Reply nennt man dies bei Google, und es soll nicht nur bei Text sondern auch bei Bildern funktionieren. Auf eine Nahaufnahme eines Schmetterlings erwähnte Allo, dass dies ein schöner Schmetterling sei.

Lernen soll Allo dabei aus den Unterhaltungen und Antworten der Nutzer. Dazu soll das Programm auch selber Zusammenhänge zwischen dem Gesprochenen erkennen. Um dies alles auszuwerten benötigt die App allerdings auch Zugriff auf eben diese Daten. Es könnte also vielleicht durchaus sein, dass ein verschlüsselter Inkognito-Chat weniger Funktionen bietet.

Allo soll als App für Android und iOS im Sommer erscheinen. Eine Umsetzung für andere Plattformen ist bisher nicht in Aussicht. Die Registrierung innerhalb der App soll über die Handynummer oder über den Google Account erfolgen. Es wurde auch explizit darauf hingewiesen, dass Allo Google Hangouts ergänzen soll, nicht ersetzen.


Quellen: Golem / ZDNet

Meinung des Autors: Persönlich finde ich die Idee von Allo sehr Interessant. Die Frage dürfte für viele sein wie sicher die volle Nutzung sein wird. Was haltet Ihr davon?