Originalansicht: Bankkarten, SIM-Karten und andere sperren per App oder Telefon - so geht es

Es kann immer und überall passieren und jeden treffen: die Geldbörse mit allen wichtigen Karten oder das Smartphone gehen verloren oder werden geklaut. Um Missbrauch vorzubeugen, sollten daher umgehend Sperrungen vorgenommen werden. Dafür gibt es zwei bequeme und schnelle Wege, die wir nachfolgend vorstellen


Direkt nachdem der Verlust von Portemonnaie oder Handy bemerkt wurde, sollte sofort eine Sperre aller wichtigen Karten veranlasst werden. Viele Nutzer denken jetzt sicher, dass man sich dafür an die Bank, den Kreditkartenanbieter oder das Mobilfunkunternehmen mit teilweise teuren und oftmals nur zu bestimmten Zeiten erreichbaren Hotlines wenden muss. Das ist aber falsch, denn es gibt eine deutlich einfacheren Weg, nämlich den über eine zentrale Rufnummer: der sogenannte Sperr-Notruf.

Dieser kann rund um die Uhr unter folgender Rufnummer erreicht werden: 116 116. Damit diese Nummer auch aus dem Ausland genutzt werden kann, sollte sie allerdings auf folgende Weise im Smartphone gespeichert werden: +49 116 116. Innerhalb von Deutschland sind Anrufe kostenlos, aus dem Ausland können hingegen Gebühren fällig werden. Über die oben genannte Rufnummer können inzwischen Karten von 90 Prozent aller Kreditinstitute sowie nahezu alle SIM-Karten gesperrt werden. Außerdem kann die Hotline auch die Sperrung weiterer Karten und Dienste veranlassen. Das gilt für:

  • Identitätsfunktion des neuen Personalausweis
  • elektronische Signaturen bzw. Trägermedien von Zertifikaten
  • Mitarbeiterausweise mit elektronischer Zugriffskontrolle
  • Kundenkarten mit Zahlungsfunktion
  • Online Banking- und E-Mail-Accounts
  • Remote Access Systeme
  • andere elektronische Berechtigungen


Es ist natürlich hilfreich, wenn man einige Daten kennt. Bei einer Sperrung der Kreditkarte sollte dies mindestens der Name des Kartenanbieters sein, bei der EC-Karte nach Möglichkeit auch Kontonummer und Bankleitzahl. Um diese Angaben stets zur Hand zu haben, wird eine App angeboten, in der die Daten verschlüsselt gespeichert werden können. Die Anwendungen können für Android über Google Play und für das iPhone über iTunes heruntergeladen werden (Suchbegriff: 116116). Nutzer von Windows Phone und Windows 10 Mobile gehen aber wieder einmal leer aus. Das ist aber vielleicht gar nicht so schlimm, denn zumindest die Bewertungen der Android-Version sind größtenteils sehr negativ. Bei iOS von Apple scheint es hingegen gut zu funktionieren. Und sogar die Sperrung direkt über die App klappt dort zumeist einwandfrei.

Zusätzliche Informationen gibt es über die Webseite des Sperr-Notrufs und im nachfolgenden Film:


Meinung des Autors: Brieftasche oder Smartphone weg? Dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort die Sperrung aller Karten veranlassen. Dafür gibt es eine zentrale Rufnummer und sogar eine App, was aber wohl nur die wenigsten wissen. Beides sollte unbedingt auf jedem Smartphone gespeichert sein.