Originalansicht: Threema: Web-Client zur Nutzung am Browser gestartet

Ähnlich wie WhatsApp kann jetzt auch der Messenger Threema bequem vom PC aus genutzt werden. Dabei stehen neben Bequemlichkeit auch die Sicherheit und sogar der Datenverbrauch im Fokus. Bislang muss allerdings mit einigen Einschränkungen gelebt werden


Seit heute gibt es eine Möglichkeit, üblicherweise am Smartphone geführte Threema-Chats auch über einen Browser am Computer zu führen. Dabei gibt es vollen Zugriff auf alle Chats, Kontakte und sogar Medien wie Fotos und Videos. Technisch funktioniert das Ganze im Sinne des Datenschutzes folgendermaßen:
"Statt für den Nachrichtenabgleich einen Server beizuziehen, stellt Threema Web eine verschlüsselte Direktverbindung zwischen Browser und Mobilgerät her. So können Nachrichten abgeglichen werden, ohne dass sie einen Server passieren. Sofern sich Browser und Mobilgerät in demselben Netz befinden, verlassen die Datenpakete das eigene Netzwerk nicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen, serverbasierten Lösungen werden dadurch Metadaten und der digitale Fussabdruck auf das absolute Minimum reduziert. Die synchronisierten Nachrichten werden nach Beendigung der Sitzung im Browser gelöscht.".
Die Nutzung ist ziemlich einfach, denn es muss lediglich die Internetseite des Web-Client geöffnet werden. Dort findet sich ein sogenannter QR-Code, der mit der Kamera des Mobiltelefons gescannt wird. Damit dieser Vorgang nicht jedesmal wiederholt werden muss, kann auch ein Passwort festgelegt werden, nach dessen Eingabe die Verbindung auch ohne erneutes scannen eines Codes aufgebaut wird. Sobald die Verbindung steht, werden ankommende Nachrichten quasi in Echtzeit am PC angezeigt. Und natürlich können auch Nachrichten direkt vom Browser aus versendet werden. Das funktioniert bei Chats mit einzelnen Kontakten und auch bei Gruppen.

Bislang steht die neue Funktion allerdings nur für Android bereit, und dort auch nur, wenn zuvor ein Update auf die Threema Version 3.0 der App durchgeführt wurde. Weitere mobile Betriebssysteme, allen voran iOS von Apple und auch Windows Phone beziehungsweise Windows 10 Mobile, werden folgen, wobei allerdings kein Termin genannt wird. Und auch bei den nutzbaren Browsern gibt es Einschränkungen, unterstützt werden lediglich Chromium, Google Chrome, Mozilla Firefox oder Opera. Der Internet Explorer, dessen Nachfolger Edge und anderen bleibt der Zugriff verwehrt, wobei Threema keine Aussagen gemacht hat, ob sich und wann sich das ändern wird.

Meinung des Autors: Wer es satt hat, Nachrichten am Smartphone lesen und über die fummelige Tastatur schreiben zu müssen, kann bei Threema jetzt auch die Web-Version am Browser nutzen. Analog zur App wird dabei auf den Datenschutz großen Wert gelegt, womit man sich vom ähnlichen Angebot bei WhatsApp unterscheiden will.