Originalansicht: WhatsApp: eine Milliarde Nutzer täglich und weitere Statistiken

Bei den sogenannten Messengern ist die Facebook-Tochter WhatsApp Quasi-Monopolist. Wie schwer es für Konkurrenten wie Telegram, Threema und Co. ist, sich zumindest ein kleines Stück vom Kuchen zu sichern, zeigen einige der nachfolgenden Angaben


Regelmäßig veröffentlicht WhatsApp Statistiken zu den Nutzerzahlen. Bislang wurden dabei die monatlich aktiven Nutzer angegeben. Vor vier Jahren waren das rund 250 Millionen, im April 2014 wurde die Marke von 500 Millionen durchbrochen, Anfang letzten Jahres wurde die Schallmauer von einer Milliarde Nutzer pro Monat durchbrochen. Seitdem sind offenbar so viele neue Nutzer dazugekommen, während die bereits registrierten Anwender offenbar immer aktiver werden.

Aus diesem Grund hat WhatsApp seine Angaben jetzt erstmals geändert, denn laut eigenen Angaben verzeichnet man inzwischen eine Milliarde aktive Anwender an jedem einzelnen Tag. Pro Monat sollen 1,3 Milliarden sein, was die obige These bestätigt, dass viele Nutzer WhatsApp noch häufiger als früher verwenden. Dass solche Angaben jedoch mit Vorsicht zu genießen sind, verdeutlicht weitere Werte, die WhatsApp veröffentlicht hat.


Demnach müsste der durchschnittliche Nutzer nämlich 55 Textnachrichten, 4,5 Fotos und ein Video versenden. Und das an jedem einzelnen Tag. Offenbar werden also Mitteilungen in Gruppenchats nicht als eine Nachricht bewertet, sondern mit der Anzahl der Gruppenmitglieder multipliziert. Hier macht sich bemerkbar, dass inzwischen immer mehr professionelle Anwender WhatsApp nutzen, darunter auch Nachrichtenseiten mit mehreren Hundert Abonnenten. Das treibt natürlich die Zahl der "versendeten" Nachrichten nach oben, wobei es vielleicht sinnvoller wäre, von empfangenen Nachrichten zu sprechen. Aber das ist letztlich nur eine Definitionsfrage und tut dem Sieg von WhatsApp über die gute alte SMS keinen Abbruch.

Meinung des Autors: 7,5 Milliarden Menschen leben auf der Erde. Bislang hat WhatsApp noch längst nicht alle davon erreicht, doch man arbeitet daran. Immerhin hat man auf dem Weg zur Weltherrschaft eine wichtige Marke überschritten. Doch Spaß beiseite: es ist gleichermaßen faszinierend wie erschreckend, wie rapide der Messenger die weltweite Kommunikation verändert hat. Und es ist aktuell kein Ende in Sicht.