Originalansicht: Datenklau bei Facebook: betroffen oder nicht - Überprüfung geht so

Bei Facebook wurden nach derzeitigem Stand die Daten von rund 87 Millionen Nutzern direkt und indirekt abgegriffen und an Dritte weitergegeben, ohne dass es den Nutzern mitgeteilt wurde. Jetzt kann mit sehr wenig Aufwand geprüft werden, ob auch eigene Angaben weitergereicht wurden


Zu Anfang war von 50 Millionen geschädigten Anwendern die Rede, mittlerweile wurde die Anzahl sogar auf 87 Millionen korrigiert, deren Daten durch ein Analysetool abgefischt wurden. Dabei war die Umfrage-Software "This is your digital life" von Cambridge Analytics der Auslöser, denn bei deren Nutzung wurden nicht nur die eigenen Angaben, sondern auch die von Freunden weitergegeben. Dank der Verknüpfung mit diesen Datensätzen soll das britische Unternehmen bei gerade einmal 65 Teilnehmern aus Deutschland über 300.000 Datensätze bekommen haben - was unvorstellbaren 4.750 Datensätzen pro Teilnehmer bedeuten würde.

Dabei zählen zu den Angaben auch Informationen zum Geburtsdatum sowie zum aktuellen Wohnort. Durch die indirekte Weitergabe kann quasi jeder betroffen sein, auch wenn man sich selber keiner Schuld bewusst ist (außer der, sich überhaupt bei Facebook registriert zu haben). Deshalb kann und sollte man jetzt überprüfen, ob die eigene Informationen durchgesteckt worden sind. Das geht folgendermaßen:

  1. Diesen offiziellen Link anklicken
  2. Sofern erforderlich bei Facebook mit dem eigenen Account anmelden
  3. Auf Ergebnis warten


Das Ergebnis sieht im Idealfall so aus wie folgt:


Wer hingegen zu den indirekt Geschädigten gehört, wird diese Antwort erhalten:


Der große Haken: sollte man zu den Betroffenen gehören, weiß man jetzt zwar Bescheid, kann aber im Prinzip nichts dagegen unternehmen. Denn letztlich sind die Daten ja schon vor langer Zeit beim Empfänger angekommen und dort wohl auch genutzt worden. Am Ende kann man also nur daraus lernen, und den eigenen Datenschutz bei Facebook im Rahmen der (bescheidenen) Möglichkeiten verbessern - oder sich gleich ganz von diesem Unternehmen fernhalten.

Meinung des Autors: Will man es wissen, oder lieber doch nicht? Diese Frage sollte man sich stellen, bevor man bei Facebook prüft, ob man vom aktuellen Datendiebstahl betroffen ist. Denn auch bei positiver Antwort sind die Handlungsmöglichkeiten doch arg begrenzt, weshalb sich der Erkenntnisgewinn in Grenzen hält. Welches Ergebnis habt ihr bekommen?