Originalansicht: YouTube auf dem Smartphone: Jugendschutz-Sperre - Einrichtung und Nachteile im Überblick

Die Zeiten, in denen YouTube von jüngeren Nutzern unbedenklich genutzt werden konnte, sind längst vorbei. Mittlerweile finden sich dort nämlich nicht nur mehr oder weniger lustige Videos, sondern auch solche mit durchaus verstörendem Inhalt, die bei der Suche und in den Vorschlägen angezeigt werden. Abhilfe schafft die grundsätzliche Sperrung solcher Videos, die allerdings zwei gewaltige Haken hat


Extreme politische Ansichten, diverse mehr als fragwürdige Anleitungen, Schock-Videos mit Unfällen und Gewalt, Videos an der Grenze zur Pornographie - all das und noch mehr kann mittlerweile bei der Google-Tochter YouTube gefunden werden. Das sollte nach Möglichkeit natürlich nicht von Kindern und Jugendlichen gesehen werden. Um den Jugendschutz umzusetzen, bietet das Portal einen Filter an, der solche Inhalte blocken soll. Unter Android sowie auf einem iPhone wird das so eingerichtet:

  1. YouTube-App öffnen
  2. Oben rechts auf den stilisierten Kopf tippen
  3. Jetzt auf "Einstellungen" (Zahnrad) tippen
  4. (Unter Android zusätzlich auf "Allgemein" tippen)
  5. Jetzt den Schieberegler bei "Eingeschränkter Modus" nach rechts (Ein) schieben


Ab sofort sollen Filme die oben erwähnten Inhalten ausgesperrt werden. Das klappt auch mehr oder weniger gut, doch gelegentlich rutscht dennoch ein Video durch, das für Minderjährige eher nicht empfehlenswert ist. Das liegt zum einen daran, dass man bei Millionen Videos kaum alle kontrollieren kann. Zum anderen ist so ein Filter immer subjektiv, denn was mancher grundsätzlich ablehnt, finden andere vielleicht gerade noch akzeptabel.

Doch es gibt noch einen weiteren großen Haken: die Sperre kann jederzeit wieder aufgehoben werden. Diese ist nämlich nicht durch eine PIN geschützt, was durchaus sinnvoll wäre, damit Eltern den Zugriff auf dem Smartphone der Kinder so blockieren können, dass diese ihn nicht selber ganz schnell wieder abschalten können. Hier könnte man bei Google noch nachbessern und die Schutzfunktion besser absichern.

Meinung des Autors: Inzwischen lassen sich bei YouTube zahlreiche Videos finden, bei denen sogar Erwachsene an ihre Grenzen stoßen können. Für Kinder und Jugendliche sind diese dann erst recht nicht geeignet. Abhilfe soll eine Schutzfunktion bieten, doch diese hat noch reichlich Luft nach oben.