In einem Test von knapp 40 Apps für mobiles Shopping durch die Stiftung Warentest zeigte sich, dass viele Anbieter beim Datenschutz patzen

Stiftung Warentest kritisiert Shopping-Apps wegen Datenschutz-stiftung-warentest-logo.jpg

In dem Test wurden insgesamt 37 Anwendungen untersucht. 12 davon sind reine Shopping-Apps, 27 weitere unterstützen beim Einkauf. Bei den Shopping-Apps wurden die Angebote von Amazon, Buch.de, Cineplex, Deutsche Bahn, Douglas, Ebay, Mango, Otto, Sportscheck, Thalia.de, UCI und Voelkner auf Funktionalität und Datenschutz überprüft. Beim Datenschutz wurde überprüft, ob persönliche und vertrauliche Daten, wie zum Beispiel das Passwort, unverschlüsselt übertragen wurden, oder ob eine eindeutige Gerätekennung oder der Netzbetreiber übermittelt worden sind. Die Bewertungsstufen lauten "unkritisch", "kritisch" und "sehr kritisch". Bei der Funktionalität wurde getestet, ob die die Registrierung und Bestellung, die Suchfunktionalität und die Übersichtlichkeit der Darstellung einwandfrei funktionierte. Auch die Qualität bei der Bestellung und der Abrechnung floss in die Bewertung ein.

Im Test der Shopping-Apps wurden lediglich die beiden Angebote von Ebay und der Kinokette UCI mit der Gesamtnote "gut" bewertet. Diese senden nach Angaben der Tester nur die Daten, "die sie wirklich für ihre Funktion brauchen". Einen schlechten Datenschutz bietet die Cineplex-App, aber diese ist immerhin bei der Benutzung "befriedigend". Am schlechtesten schnitt die App von Mango ab, die sowohl bei der Nutzbarkeit als auch beim Datenschutz patzte. Neben den reinen Shopping-Apps wurden noch 25 weitere Anwendungen wie Einkaufslisten-, Preisvergleichs- und Gutschein-Apps getestet. Auch hier wurde nur die Minderheit von zehn in Bezug auf Datenschutz als "unkritisch" eingestuft. 13 Apps wurden als "kritisch" bewertet und die Anwendungen von MonsterDealz und MyTaxi sogar als "sehr kritisch".

Insgesamt bewertete Stiftung Warentest mehr als die Hälfte er getesteten Apps als "kritisch" oder "sehr kritisch", da diese die persönlichen Daten der Nutzer nicht ausreichend schützen. Hauptkritikpunkte der Tester sind die ungefragte Übermittlung von Daten wie Gerätekennung, Netzbetreiber und Nutzungsverhalten, oft auch an Drittanbieter in den USA, sowie die unverschlüsselte Übertragung von persönlichen Angaben wie Passwörtern.