Originalansicht: Android-Fork eelo soll Android OS vom Google Zwang befreien und echtes Open Source bringen

Früher im grauen Technikzeitalter, also so vor circa sechs bis sieben Jahren, gab es in der Tat noch freie Softwareshops für Android Geräte die durchaus Bedeutung hatten. Mittlerweile sind diese aber doch eher wenn überhaupt kaum von Wert, denn Google und vielleicht noch Amazon sind für viele der einzige Anlaufpunkt. Der neue Android-Fork „eelo“ soll dies aber ändern.


Das wünscht sich zumindest die treibende Kraft hinter diesem Projekt mit dem Namen Gaël Duval und erklärt in seinem Blog auch warum. Grob gesagt erklärt er, dass er mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sei und er wie Millionen anderer Nutzer nur eine Art Produkt von Google wäre. Menschen und Ihre Daten sollen aber sich selbst gehören und darum will er so viel Open Source wie möglich mit eelo auf Android Geräte bringen.


Um dies zu ermöglichen hat Gaël Duval nun sogar eine Kickstarter Kampagne gestartet mit der er das Startkapital sammeln will um sein Projekt in die Gänge zu bringen. 25.000$ will er so sammeln, und da er zum Zeitpunkt dieses Artikels schon fast 6.000$ erreicht und noch 29 Tage Zeit hat könnte dies funktionieren. Da eelo natürlich bei Erscheinen für jedermann zugänglich sein wird kann man theoretisch so viel spenden wie man will. Hohe Spenden ab 512$ kommen aber mit kostenlosem Cloud Speicher in der als sicher geplanten eelo.io Cloud und sogar High-End Smartphones die dann mit eelo vorinstalliert geliefert werden.


Aufgebaut wird eelo auf AOSP beziehungsweise LineageOS. Im Kern hält Duval das Ganze für nutzbar, aber es hat seiner Meinung nach viele Nachteile und Slow-Downs. Google wäre zwar entfernbar, aber für den normalen Nutzer sei dies zu kompliziert. Hier soll eelo eben auf Basis dieser bereits existierenden Forks eine fertige Lösung ohne Google erlauben, bei der alle nötigen Dienste durch Open Source Alternativen ersetzt werden sollen.


Auch diverse Ziele sind sehr ambitioniert und so wolle man ab 500.000$ auch eine PC Version von eelo erarbeiten und sollte man sogar 2.000.000$ schaffen will man ein eigenes High-End Smartphone und einen eigenen Home Assistant zum neuen eelo OS bringen. Viele trauen es ihm zu, denn er hat auch Mandrake bzw. Mandriva Linux vorzuweisen und weiß also scheinbar was er macht. Wer zu seinen wie er sie selber nennt Freemdom Fighters gehören will kann hier noch bis zum 20. Januar 2018 17:18 CET seine Spende für eelo abgeben.


Meinung des Autors: Was haltet Ihr von der Idee zu eelo? Ich war ja früher bei Mobile2Day und PocketGear tätig, und da gibt es ja auch noch ohne Google Play wenn man wollte… Aber wollt Ihr diese Zeiten auch wieder zurück, oder gehört es für Euch dazu?