Originalansicht: Spezifikationen für 'Mobile HDR Premium': das müssen Smartphones, Tablets und Laptops können

Mit dem sogenannten High Dynamic Range (HDR) ist ein erweiterter Kontrastumfang gemeint, der einen satteren Schwarz bei gleichzeitig gesteigerter Helligkeit ermöglicht. Das soll künftig nicht nur auf herkömmlichen Fernsehern, sondern auch auf mobilen Geräten für optimale Bildqualität sorgen. Damit aber der Standard 'Mobile Premium HDR' erreicht wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, die jetzt bekanntgegeben wurden



Am vergangenen Wochenende wurde auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona das LG G6 als erstes Smartphone mit HDR nach Dolby Vision und 12 Bit Tiefe präsentiert. Für das neue Label "Mobile HDR Premium" muss es aber gar nicht so anspruchsvoll sein, denn die jetzt veröffentlichten Vorgaben decken sich ungefähr mit denen von "Ultra HD Premium" für herkömmliche OLED-TV-Geräte. Bei Laptops gibt es aber eine Ausnahme, denn hier sind zwei verschiedene Auslegungen möglich. wobei bei der zweiten ein optimaler Schwarzwert zugunsten einer erhöhten Helligkeit aufgegeben wird. Zudem müssen die Displays nicht zwingend eine Ultra HD Auflösung bieten, kleinere HD-Standards sind ebenfalls zugelassen. Folgende Spezifikationen sind notwendig:

Geräteklasse Kontrastumfang Farbraum-Abdeckung
Bit-Tiefe
Smartphones (3 bis 7 Zoll) 0,0005 bis 540 Nits 90% des P3-Farbraums 10 Bit
Tablets (7 bis 12,9 Zoll) 0,0005 bis 540 Nits 90% des P3-Farbraums 10 Bit
Laptops (9,5 bis 18 Zoll) 0,0005 bis 540 Nits oder 0,1 bis 600 Nits 90% des P3-Farbraums 10 Bit

Mobile Geräte, die diesen Vorgaben entsprechen, dürfen das oben abgebildete Logo tragen. Der notwendige Zertifizierungsprozess wird von der verantwortlichen Ultra HD Alliance am dem 1. April 2017 angeboten, erste geprüfte Smartphones und Tablets sollten im Lauf des Sommers auf den Markt kommen. Benötigtes Filmmaterial kann derzeit hauptsächlich bei YouTube sowie bei Amazon Video und Netflix gefunden werden.

Meinung des Autors: Man kann sicher lange über den Sinn und Unsinn von hochwertigem Filmmaterial auf kleinen Displays streiten. Doch Fakt ist, dass mobile Geräte bei der Betrachtung eine immer größere Rolle spielen. Und wenn man dort schaut, sollte wenigstens die Qualität des Displays möglichst optimal sein. Dabei hilft künftig ein Siegel.