Originalansicht: Huawei Mate 9 VS Huawei Mate 10 - Lohnt sich das neue Modell oder reicht der Vorgänger?

Wenn ein neues Smartphone erscheint fragt man sich doch gerne ob sich das lohnt wenn man den Vorgänger hat oder diesen günstiger bekommen kann. Da das Mate 10 zum einen die neue NPU nutzt oder zum anderen in Deutschland erst einmal nicht kommt stellt sich diese Frage vielleicht nicht, oder doch? Wie gut sich alt gegen neu schlägt beleuchten wir einmal im Vergleich Huawei Mate 9 gegen Huawei Mate 10.


Beide Geräte bietet das klassische 16:9 Format auf 5,9 Zoll, wobei man im Huawei Mate 10 die Ränder optimiert hat und das Display in einem kleineren Smartphone verbaut hat bei dem der Fingerabdrucksensor trotzdem noch vorne sitzt, während er beim Mate 10 hinten verbaut wurde. Auch die Auflösung ist mit 2.560 x 1.440 Pixel QHD mit HDR10 natürlich bedeutend höher als im Vorgänger mit 1.920 x 1.080 Pixel Full-HD. Beide Displays sitzen unter Gorilla Glass, wobei das Mate 9 Version 3 angibt während das Mate 10 dies offen lässt.


Bei der CPU kommt im Mate 10 die neue Kirin 970 Octa-Core CPU zum Einsatz, im Mate 9 die logischerweise ältere Kirin 960 Octa-Core CPU. Manche bemängeln, dass der Kirin 970 nicht viel schneller sein als der Kirin 960, und auch wenn dies stimmt ist das ja laut Huawei auch nicht das Wichtigste. Das soll nun die NPU sein, die die CPU mit vielen Funktionen entlasten kann. Wie gut das klappt wird sich erst mit der Zeit zeigen, aber Demos von Huawei sahen (natürlich) gut aus. Beide Geräte bieten aber natürlich mehr als genug Power für den normalen Gebrauch.


Die technischen Daten der Kameras liegen auch nicht so weit auseinander. Beide werden natürlich mit Leica Linsen bestückt und die vordere Kamera bietet bei beiden Modellen 8 Megapixel, wobei das Mate 9 mit einer f/1.9 Blende sogar minimal besser dasteht als das Mate 10 mit seiner f/2.0 Blende. Bei der Hauptkamera bieten beide eine Kombination aus 20 Megapixel und 12 Megapixel mit optischem Bildstabilisator, zweifachem verlustfreiem Zoom, PDAF, Laser AF und Dual-LED Blitz. Das Mate 10 bietet mit echter f/1.6 Blende gegen das Mate 9 bis f/2.2 Blende hier dafür den bedeutend besseren Wert.


Gleich ist bei den Geräten auch die Speicherkonstellation von 4GB RAM und 64GB internem Speicher, die man bei Beiden per Micro-SD auf Kosten der Dual-SIM Funktion um 256GB erweitern kann. Identisch sind trotz der unterschiedlichen SoCs auch die meisten Verbindungen, und so gibt es Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.2, NFC, GPS, den IR Blaster und einen USB 2.0 Type-C 1.0 Reversible Connector. Das neue Mate 10 kommt aber direkt mit Android 8.0 Oreo und der EMUI 8.0, während man beim Mate 9 mit Android 7.1 Nougat und der EMUI 5.1 noch auf ein Update wartet. Beide haben übrigens einen 4.000mAh Akku, der im Mate 9 minimal bessere Laufzeiten bietet.


Fazit? Wer sehen will wohin die Reise von Huawei mit der NPU geht kommt am Mate 10, sofern es denn nach Deutschland kommt, wohl kaum vorbei. Für Nutzer die bereits das Huawei Mate 9 haben ist es von diesem Punkt abgesehen wohl eher uninteressant. Auch bei einem Neukauf könnte man weit über 250€ sparen wenn man kein Early Adaptor ist und UN-BE-DINGT die NPU haben muss, denn auch dann ist das Huawei Mate 9 mit ca. 425€ immer noch ein sehr gutes Gerät und es muss vielleicht nicht zwingen das Huawei Mate 10 für 699€ sein.


Meinung des Autors: Als Freund von KI würde ich zum Mate 10 greifen, wenn es dies denn offiziell bei uns gibt. Das Mate 10 Pro ist mir wegen 18:9 Format schon unwichtiger. Ohne NPU würde ich vielleicht doch zum Mate 9 greifen, und Ihr?