Originalansicht: Internet of Things: Was ist IoT?

Internet of Things – das hörte man in den vergangenen Wochen und Monaten öfters. Immer mehr Hersteller setzen auf das noch unbekannte „IoT“. Dabei ist das „Internet der Dinge“ keine unbedingt neue Erfindung. Was es mit Internet of Things auf sich hat, versuchen wir euch heute näher zu bringen.


Das Wort „Internet of Things“ ist in den vergangenen Wochen des Öfteren gefallen. Dabei fragt man sich, was genau ist das „Internet der Dinge“ überhaupt? Die Idee dahinter stammt vom britischen Wissenschaftler Kevin Ashton, der bereits 1999 die Vision vom „IoT“ hatte. Mitunter war er auch Mitbegründer der RFID-Technologie, die heute vor allem in der Logistik Einsatz findet. Mit dem „Internet of Things“ sollen künftig Dinge bzw. Objekte vernetzt werden. Während es beim Internet ein Verbund aus verschiedenen Computern ist, wobei die Nutzer miteinander kommunizieren und auch Dateien austauschen sieht dies beim IoT anders aus. Hier kommunizieren die Objekte miteinander. Das Einsatzgebiet ist dabei weitreichend. Nicht nur Autos bzw. Kraftfahrzeuge sollen dann vernetzt sein, auch Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Kühlschrank, etc. werden dann mit dem Internet verbunden sein. Dabei soll jedes „Ding“ bzw. jedes Objekt eindeutig über eine Internetadresse identifizierbar sein.

Gerade auch der Begriff „Smart Home“ ist bereits jetzt ein Beispiel für das „IoT“, welches bereits Einzug erhielt. Hier zeigt sich, dass gewisse Dinge bereits jetzt über das Internet angesprochen werden können und auch entsprechend reagieren. Doch auch die Paketverfolgung ist ein solches Beispiel. Schon jetzt ist es bei manchen Paketdienstleistern möglich, dass die Verfolgung der Sendung recht zeitnah mitverfolgt werden kann. Und auch im Auto dürfte in den kommenden Jahren der Fortschritt weitergehen. Grundlage für eine solche Vernetzung ist aber mitunter auch die Adress-Vergabe. Und hier hat sich dank IPv6 auch einiges getan. Mit IPv4 waren allerdings nur etwas mehr als 4 Milliarden eindeutige Adresse möglich. Das sieht bei IPv6 ganz anders aus. Hier könnten, theoretisch, rund 340 Sextillionen Adressen vergeben werden, eine schier unfassbar große Zahl.

Die Anwendungsgebiete für das „Internet der Dinge“ ist wirklich groß. Im Grunde können alle herkömmlichen Dinge vernetzt werden und so auf intelligente Weise dem Nutzer helfen bzw. diesen unterstützen. Viele Aktionen können dabei dann völlig unabhängig vom Zutun des Nutzers ausgeführt werden. Autos könnten beispielsweise aktuelle Verkehrsinformationen miteinander austauschen, dank Sensoren, die im und am jeweiligen Auto angebracht sind. Durch die Vernetzung wäre es dann möglich, dass Autos vor einem Stau direkt und frühzeitig gewarnt werden. Mit dem „IoT“ wäre es dann beispielsweise auch möglich, die Navigation entsprechend zu beeinflussen, und zwar dahingehend, dass Ausweichrouten nicht verstopft werden. Ein Teil der Autofahrer würde über Route A, die anderen Autofahrer über Route B geführt werden. Stauwarnung und Ausweichrouten sind schon heute möglich, mit Hilfe des „IoT“ würde man dies aber weiter verfeinern und automatisieren.

Das wohl bekannteste Beispiel für „IoT“ ist aber der Kühlschrank, der selbstständig nachbestellen kann. Und man kann mittlerweile sagen, dass diese Vision nicht mehr allzu weit entfernt ist. Im Grunde handelt es sich beim „Internet of Things“ um eine dynamische und vor allem globale Netzwerk-Infrastruktur. Doch braucht man das „Internet der Dinge“ wirklich? Geht es nach der Industrie, so sind die Vorteile erkennbar. Mit dem „IoT“ sollen die Geschäftsprozesse verbessert werden. Ebenso möchte man aber auch die Prozesskosten runterfahren sowie das jeweilige Risiko minimieren. Und auch im privaten Bereich wird man künftig immer häufiger auf das „IoT“ stoßen.

Ein noch zu lösendes Problem dürften aber wohl die unterschiedlichen Plattformen sein, die es bislang gibt. Es werden also, Stand jetzt, nicht alle Dinge miteinander kommunizieren können, aus dem einfachen Grund, da sie unterschiedliche Sprachen sprechen. Hier liegt es an den Herstellern diese Hürde zu überwinden. Doch eine einzige Plattform erscheint aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher wäre es, wenn kommende „IoT“-Dinge multilingual wären und somit mit den unterschiedlichsten Geräten kommunizieren könnten. Bis dahin dürfte es aber noch ein weiter Weg sein.
Bildquelle: arxan.com

Meinung des Autors: Das Internet der Dinge oder Internet of Things dürfte wohl im Bereich der Vernetzung das spannendste Thema der Zukunft sein. Wie steht ihr zur Vernetzung?