Originalansicht: Nachtfotografien mit dem Smartphone: Diese Tipps sollen helfen

In der heutigen Zeit werden die Kameras der Smartphones immer besser und besser. Vorbei die Zeiten, in denen lediglich „rauschende“ Bilder als Produkt herauskamen. Dank der Kamera-Sensoren mit immer höherer Auflösung können mittlerweile recht passable Bilder geschossen werden. Das gilt allerdings nur, wenn das Umgebungslicht entsprechend gut ist. Anders sieht es aus, wenn etwa Dunkelheit herrscht. Dann kommen die Sensoren an ihre Grenzen. Doch mit ein paar Tipps können auch Nachtfotografien zu einem guten Ergebnis führen.


Kameras in Smartphones sind schon lange nicht mehr nur ein lästiges Übel, welches einfach mitgeschleppt wird. Die Anzahl der Megapixel steigt stetig und lässt den Nutzer über gute Bilder jubeln. Das mag jedenfalls gut funktionieren, wenn es Tag ist, denn da steht, dank der Sonne, ausreichend Licht zur Verfügung. Das ändert sich aber stark wenn man abends bzw. nachts Bilder aufnimmt. Hier kommen die Sensoren dann meist nicht mehr hinterher, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie etwa die PureView-Kameras von Nokia. Denn entscheidend sind nicht die Megapixel-Zahlen sondern die Größe des Kamerasensors. Je größer dieser ist, desto mehr Licht fällt darauf und umso geringer ist das sogenannte Bildrauschen.

Dabei kommt es letztlich auch darauf an, was bei Dunkelheit abgelichtet werden soll. Will man etwa ein Portrait machen, so ist ausreichend Licht unerlässlich. Zwar bieten die meisten Kameras in den Smartphones schon einen LED-Blitz, in manchen Fällen auch einen dualLED-Blitz, doch reicht dieser, je nach Abstand, unter Umständen nicht aus. Hier wäre eine zusätzliche Lichtquelle ein immenser Vorteil.

Sollte man jedoch auf ein Landschaftsbild aus sein, so muss man die Lichtquellen berücksichtigen, die sich um einen befinden. Eine solche störende Lichtquelle kann dabei auch der verbaute LED-Blitz sein, weswegen dieser ausgeschaltet werden soll. Da man bei Dunkelheit schlecht abschätzen kann, ob man die Kamera ruhig genug hält wäre auch der Einsatz eines kleinen Stativs sinnvoll. In der Regel schaffen es die optischen Bildstabilisatoren der Smartphone-Kameras nämlich keinen adäquaten Ausgleich der Wackler. Solche Stative gibt es bereits ab rund 20-30 Euro, können aber einen enormen Vorteil bringen. Zudem ist auch der Einsatz der HDR-Funktion, falls vorhanden, ein absoluter Tipp. Hierbei wird der Dynamikumfang eines Bildes deutlich erhöht. Dies gelingt, indem das Smartphone hintereinander mehrere Bilder aufnimmt (in der Regel sind es 3-4) und dabei bei jedem Bild die Helligkeit regelt. Im Anschluss werden die aufgenommenen Bilder zu einem Bild kombiniert. Auch hier sollte man stark darauf achten, dass man nicht wackelt.

Sollte das eigene Smartphone aber eine solche Funktion nicht besitzen, kann man auch mit Anwendungen arbeiten. Hierfür eignet sich etwa die App „HDR Camera“, die im Play Store kostenlos heruntergeladen werden kann. Bei iPhones steht die HDR-Funktion bereits seit dem iPhone 4 zur Verfügung. Generell kann man mit dem Einsatz von Apps nochmals etwas aus der Kamera holen. Für Android ist etwa die App „Camera FV-5 Lite“ ein wirklicher Tipp, denn mit dieser Anwendung kann man selbst die Belichtungszeit einstellen. Besonders bei Nacht ist dies interessant, da die Blende länger geöffnet ist. Besonders bei langen Belichtungszeiten ist ein Stativ aber Pflicht. Für ein iOS-Gerät wäre etwa die App „Average Camera Pro“ ein Tipp, diese steht allerdings nicht kostenlos zur Verfügung sondern muss für 99 Cent gekauft werden.

In den Einstellungen kann zudem geschaut werden, ob das jeweilige Smartphone über einen sogenannten Nacht-Modus verfügt. Dieser ist dabei speziell darauf ausgelegt, bei Nacht bzw. dunklen Lichtverhältnissen die besten Einstellungen zu nutzen und entsprechend gute Fotos zu machen. Bevor man aber nun voller Freude die nächste nächtliche Tour komplett mit dem Nacht-Modus verbringt sollte man zunächst ein paar Testaufnahmen machen, um den Nacht-Modus (falls vorhanden) einschätzen zu können. Denn nicht immer liefert ein solcher Nacht-Modus auch gute Bilder ab.

Meinung des Autors: Wer mit seinem Smartphone gerne fotografiert dürfte mittlerweile recht ansehnliche Bilder erhalten. Bei Dunkelheit sieht dies jedoch etwas anders aus. Doch es gibt Möglichkeiten auch bei Nacht noch akzeptable Bilder zu schießen.