Originalansicht: Smartwatch beim Autofahren bedienen: Ist das erlaubt?

Bereits seit dem letzten Jahr gewinnen die Smartwatches immer mehr an Bedeutung. Und das dürfte sich auch in diesem Jahr noch weiter verstärken, insbesondere mit der Apple Watch. Doch wie sieht es aus, wenn man die Smartwatch während der Autofahrt bedient? Ist das erlaubt? Wir versuchen euch die Sachlage näher zu bringen.


Bereits vor einigen Jahren kam der Trend Smartwatches zart auf. Mittlerweile hat sich ein durchaus ansehnlicher Markt rund um die cleveren Uhren gebildet. Viele Hersteller haben bereits ein passendes Modell auf den Markt gebracht oder planen zumindest für dieses Jahr ein „Wearable Device“. Kein Wunder also, dass die Beliebtheit der intelligenten Uhren stetig zunimmt. Damit kommt dann aber auch immer öfter die Frage auf: Ist die Smartwatch denn auch beim Autofahren erlaubt? Darf man die Uhr auch während der Fahrt bedienen?

Smartwatch im Straßenverkehr kann gefährlich sein

Zunächst muss man sagen, genau befasst haben sich die Gerichte mit diesem Thema noch nicht. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Richter eine andere Auffassung haben und entsprechend urteilen. Allerdings sollte auf die Nutzung im Straßenverkehr eindeutig verzichtet werden. Im Grunde ist die Smartwatch mindestens eine Erweiterung des Smartphones, wenn sie beispielsweise per NFC oder Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt ist. Noch eindeutig liegt der Fall etwa, wenn man eine autarke Smartwatch wie etwa die Gear S von Samsung nutzt. Hier kommt nämlich zusätzlich auch noch eine SIM-Karte zum Einsatz.

Noch ist die Nutzung einer Smartwatch als Telefon eine äußerst komplizierte Angelegenheit, zumindest beim Autofahren. Immerhin muss das Handgelenk gen Kopf bzw. Ohr befördert werden, um mit seinem Gegenüber auch ein Gespräch führen zu können. Entsprechend geht natürlich auch eine Gefahr vom Smartwatch-Nutzer aus. Beidhändig Autofahren ist damit natürlich nicht mehr möglich. Wer hier eine Freisprecheinrichtung nutzt, wie sie schon bei vielen Automodellen Standard ist, der ist natürlich auf der sicheren Seite.

Bedienung von Smartwatches kann teuer werden

Doch wie sieht es bei den Fitness-Trackern aus? Zwar bieten die meisten Fitness-Tracker keine Telefonie-Funktion und können manchmal sogar noch nicht einmal dauerhaft mit dem Smartphone verbunden werden, der Ablenkungs-Faktor ist aber dennoch gegeben. Im Grunde sollte man die Nutzung und Bedienung aller Wearables im Auto unterlassen. Ob so oder so, man ist immer kurzzeitig abgelenkt, wenn man sich nicht auf den Straßenverkehr konzentriert. Die Folgen können dabei dramatisch sein. Zudem riskiert man auch Bußgelder. Wer am Steuer mit einem Mobiltelefon, sprich Smartphone oder Handy, erwischt wird, der zahlt ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro, zusätzlich bekommt man auch 1 Punkt in Flensburg, also einen Eintrag im Zentralregister Flensburg. Das mag sich zunächst nach wenig anhören, doch seit dem 1. Mai 2014 gilt ein neues Punktesystem. Neu ist dabei, dass der Führerschein nun nicht mehr nach 18 Punkten eingezogen wird sondern bereits nach 8 Punkten. Entsprechend schnell kann man dabei nun den Führerschein verlieren. Wer also 8 Mal am Steuer mit einem Smartphone bzw. Handy oder Smartwatch erwischt wird, der verliert seinen Führerschein.

Wer sich also auf die Nutzung außerhalb eines KFZ beschränkt, der schont dabei nicht nur seinen Geldbeutel und auch sein Punktekonto, zusätzlich tut man auch etwas für die Gesundheit, da man der Gefahr eines Verkehrsunfalls aus dem Wege geht.

Meinung des Autors: Eine Smartwatch beim Autofahren bedienen ist nicht unbedingt die beste Idee. Es könnte teuer werden, zudem ist es auch gefährlich.