Originalansicht: Bitkom-Studie prognostiziert rückläufige Smartphone-Umsätze trotz höherer Absätze

In einer Studie des IT-Verbands Bitkom wurde für das laufende Jahr erstmalig ein Umsatzrückgang hinsichtlich der Smartphone-Absätze prognostiziert, obwohl in diesem Jahr mit voraussichtlich 27,9 Millionen neuen verkauften Smartphones so viele wie noch nie verkauft werden dürften. Daraus ließe sich schließen, dass die Deutschen, von denen statistisch mehr als ein Drittel ein Smartphone besitzen, weniger zu den Top-Modellen und doch mehr zu den günstigeren Mittelklasse-Modellen greifen werden




Wie eine Studie des IT-Verbands Bitkom ergeben hat, prognostiziert man in diesem Jahr einen Absatz von 27,9 Millionen Smartphones, was im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstumsplus von sechs Prozent entspräche. Zugleich hat man allerdings errechnet, dass der Umsatz von insgesamt 10,6 Milliarden auf 10,4 Milliarden Euro zurückgehen wird, was einem Minus von zwei Prozent entsprechen würde. Nun klingen diese zwei Prozent Rückgang nicht besonders viel, vergleicht man diesen Prozentsatz allerdings mit dem 25-prozentigen Anstieg des Umsatzes von 2014 auf 2015, sieht das Bild schon ganz anders aus.

Die Ursache für den Umsatzrückgang liegt höchstwahrscheinlich darin, dass nicht mehr alle Kunden zu den teils überteuerten Top-Smartphones greifen, da auch die teils deutlich günstigeren Mittelklasse-Smartphones für alltägliche Nutzung ausreicht, da auch hier sämtliche Funktionen wie eben die Telefonie, die Nutzung von Messengern, sozialen Netzwerken, einer brauchbaren Kamera sowie den üblichen Standard-Apps problemlos möglich ist, ohne dass die Performance durch längeren Ladezeiten oder Ruckler beeinträchtigt wird.

Während ein Smartphone-Käufer im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 404 Euro für die Anschaffung eines neuen Gerätes angelegt hat, so wird dieser Anschaffungspreis in diesem Jahr voraussichtlich um 30 Euro auf 374 Euro sinken.

Interessant ist, dass der Trend zu immer größeren Smartphones anzuhalten scheint. So wurde festgestellt, dass der Anteil der Geräte mit einer Displaydiagonale von über 5 Zoll weiter zunimmt, wobei dieser Trend auch großteils von den Herstellern gesteuert wird, da viele der Compact-Geräte (mit Ausnahmen) nicht mit der Performance der größeren Geräte mithalten können.

Meinung des Autors: Einerseits freut mich diese Entwicklung, dass in den Köpfen eines Großteils der Bevölkerung mittlerweile ein Umdenken stattgefunden zu haben scheint, nicht immer das absolute Top-Modell kaufen zu müssen, deren Features sowieso die wenigsten in Anspruch nehmen. Allerdings nervt mich der Trend, dass es immer weniger mittelklassige aber auch hochwertige Smartphones mit weniger als 5 Zoll Diagonale gibt, denn was will ich mit so einem "Ziegelstein" in der Hosentasche. Da hoffe ich, dass mir mein Sony Z1 Compact noch sehr lange ein treuer Begleiter sein wird.