Originalansicht: Verkaufsverbot für viele Smartphones, Tablets, Router und vieles mehr ab Juni 2017 möglich?

Es gibt eine kaum überschaubare Menge an Smartphones, Tablets, Routern und anderen Geräten die Funksignale aussenden können. Aktuell gibt es eine Art Panik, dass diese Menge im Sommer dieses Jahres zusammenschrumpfen könnte, denn es droht scheinbar ein Verkaufsverbot für Geräte die bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllen. Schuld ist daran angeblich die zuständige Kommission in Brüssel.


Laut einem Artikel der Welt Online hat man es nämlich versäumt sich hier um entsprechende Regularien zu bemühen. Die zurzeit gültigen laufen aus und nach einer Übergangsfrist bis Juni 2017 dürften dann viele neue Produkte einfach nicht mehr in den Handel kommen und eine Menge vorhandene Geräte müsste aus den Regalen genommen werden. Die Welt zitiert Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries wie folgt:

„Nach Ablauf der Übergangsfrist werden ab Juni 2017 zahllose neue, innovative Produkte aufgrund fehlender Zulassungsnormen nicht auf den Markt gebracht. Alte Produkte von Tausenden europäischer Hersteller können nicht mehr verkauft und müssten vom Markt genommen werden.“

Es gibt zwar seit Juni 2016 eine die sogenannte Radio Equipment Directive (RED), aber diese wäre viel zu allgemein gehalten. Zusätzlich dazu gibt es sogenannte harmonisierte Europäische Normen (hEN) die von der europäischen Normungsorganisation ETSI verabschiedet werden. Diese wiederrum wären aber zum aktuellen Zeitpunkt völlig unzureichend und vom Zeitplan her gesehen weit hinter dem was aktuell nötig wäre. Allein die ebenfalls noch nicht verabschiedete Bau-Norm ETSI EN 301 893 würde bewirken, dass Ende Juni Geräte die im 5Ghz-WLAN Standard arbeiten nicht mehr verkauf werden dürfen, so Urban Bastert vom Router-Hersteller AVM.

Sämtliche Geräte müssten durch die fehlenden Normen und Vorgaben einzeln geprüft werden, aber das können sich nur größere Firmen leisten. Kleiner Firmen könnte hier dann aus Kostengründen der momentane Verkaufsstop drohen. Um dies zu verhindern schlägt Zypries vor die noch gültigen Normen durch das verlängern der Übergansfristen aufrecht zu erhalten. Nur so könne man die „drohende Regulierungslücke“ schließen und so helfen „das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern in das Funktionieren des Binnenmarktes zu erhalten“.

Bild: dpa/Julian Stratenschulte


Meinung des Autors: Das Klären der Schuldfrage bringt nicht viel und kostet Zeit, eine schnelle Lösung muss her. Was haltet Ihr von diesem drohenden Verkaufsstop für viele Geräte?