Originalansicht: Oath - Was ist das für ein Schwur, und was hat The Oath mit Yahoo, AOL und Verizon zu tun?

Auch deutsche Internet Veteranen kennen AOL sicher zu genüge, und Yahoo war früher die Suchmaschine schlechthin, man hatte ja auch keine Alternativen. Der Markt entwickelt sich weiter und fordert seine Opfer, und sowohl AOL als auch Yahoo gerieten auf die hinteren Ränge bei den Nutzern. Nicht nur das haben die beiden Unternehmen aber als Gemeinsamkeit, denn sie gehören nun beide auch dem amerikanischen Telekommunikationskonzern Verizon. Verizon will nun AOL und Yahoo als Oath zu neuen Höhen verhelfen.


Wir wollen nun keine Finanzmarkt-Analyse betreiben, das würde den Rahmen unserer Seite sprengen, und gehen daher nur auf die Eckdaten ein. AOL wurde 1985 gegründet und war lange beliebt, Yahoo entstand quasi 1994 und war auch viele Jahre vorne mit dabei. Wie die deutsche Werbefigur und Tennislegende Boris Becker geriet aber AOL immer weiter auf die hinteren Plätze und auch die letzte Yahoo-Chefin Marissa Mayer konnte das Unternehmen nicht vorne halten, und so schlug Verizon zu und schnappte sich 2015 AOL und 2016 Yahoo. Diese Marken sollen nun als Oath zusammengelegt werden und den Markt beleben.


Marissa Mayer soll aber definitiv raus sein, der Chef soll der AOL CEO Tim Armstrong werden. Laut eine Statements das er auf Twitter brachte soll unter dem Label Oath - A Verizon Company ein Zusammenschluss von mehr als 20 Marken für Millionen von Kunden entstehen. Im Sommer 2017 wird es dann wohl mehr Details geben, und das schmissige Hashtag #TakeTheOath will man das Ganze quasi schwören. Große Worte eines sicher großen Players, aber was davon nach Deutschland kommen wird bleibt abzuwarten.


Den meisten ist Verizon vielleicht 2014 in Deutschland ein Begriff geworden. Dort wurde bekannt, dass Verizon das Internet für den deutschen Bundestag stellte. Durch nicht genauer bekannt gewordene Probleme wurde im Juni 2014 das Ganze aber gekündigt und die Geschäftsbeziehungen zwischen dem deutschen Bundestag und Verizon wurden „im Zuge der NSA-Affäre aufgezeigten Beziehungen von fremden Nachrichtendiensten und Firmen“ beendet. Kein gutes Vorzeichen für einen Start von Oath am deutschen Markt…

Quellen für Bilder und News: Gründerszene / Heise


Meinung des Autors: Oath klingt nach einem großen Coup, baut aber auf zwei gebeutelten Unternehmen auf und hat für so manchen, der sich noch daran erinnert, durch die NSA Affäre einen schalen Beigeschmack. Ob das Ganze auch für deutsche User interessant werden kann bleibt abzuwarten.