Originalansicht: Geplante Obsoleszenz - Was bedeutet dieser Begriff überhaupt? Wir fassen es kurz zusammen!

Apple hat sich mit dem Verschweigen eines kleinen Problems, das bei vernünftiger Kommunikation vielleicht nicht einmal eines geworden wäre, viel Ärger eingehandelt. Die Rede ist von der angeblich geplanten Obsoleszenz durch die CPU Drosselung und damit erreichte Schonung mancher iPhone Modelle. Was genau der Begriff „Geplante Obsoleszenz“ bedeutet erklären wir Euch in diesem kleinen Ratgeber.


Obsoleszenz an sich kann man bei einem Smartphone nicht aufhalten. Es bedeutet, dass das Gerät eben auf die eine oder andere Art altert, sich abnutzt, Wert oder gar Funktionsumfang verliert.

Dies kann natürlicher Verschleiß sein, Funktionsverlust weil Zubehör neuerer Modelle sich mit dem alten Modell nicht mehr nutzen lässt oder auch einfach weil das Produkt aus der Mode gekommen ist. Beispiel wäre hier der Röhrenfernseher, der zwar durchaus noch nutzbar wäre aber kaum noch gewünscht ist.

Irgendwann wird auch ein Smartphone dann durch den Vorgang der Obsoleszenz eben auch Obsolet, es wird also auf die eine oder andere Art unbrauchbar oder überflüssig.

Bei der „Geplanten Obsoleszenz“, wie sie aktuell (18.01.2017) Apple vorgeworfen wird, werden Geräte aber so hergestellt oder manipuliert, dass diese mit Absicht eine schlechte Nutzbarkeit oder kürzere Haltbarkeit vorweisen um so den Kunden früh zum Kauf eines neuen Gerätes zu bringen. Genau dies soll Apple durch das Drosseln der eigenen Smartphones gemacht haben.


In Deutschland gibt es weder Gesetze gegen solche Praktiken noch die Möglichkeit zur Sammelklage bei solchen Vorwürfen. In Frankreich hingegen gibt es seit 2015 ein neues Gesetz mit dem man gegen Praktiken der absichtlichen Alterung und Beschädigung vorgehen kann.

Bei der geplanten Obsoleszenz kommt erschwerend dazu, dass der Grund ein Gerät für Obsolet zu halten durchaus subjektiv ist und von Nutzer zu Nutzer variieren kann, was aber vielleicht auch der Grund für ein fehlendes Gesetz in Deutschland ist. Es könnte zum Beispiel auch schwer werden Apple durch die Drosselung erhöhten Umsatz vorzuwerfen.

Wer sich jedes halbe Jahr ein neues Smartphone zulegt, weil ihm das „alte“ Modell einfach nicht mehr reicht oder er die neuste Technik will, ist nicht von geplanter Obsoleszenz betroffen sondern eben an neuer Technik interessiert.


Meinung des Autors: Geplante Obsoleszenz ist zwar nicht immer gut, aber auch nicht so kompliziert wie es klingt.