Originalansicht: Smartphone auf dem Fahrrad: Risiken und mögliche finanzielle Folgen im Überblick

Auf dem Fahrrad scheint die Hemmschwelle bei der Nutzung eines Handy noch niedriger zu sein, als im Auto - man ist ja schließlich langsamer unterwegs. Die möglichen Gefahren werden dabei aber außer acht gelassen. Das kann ein ebenso gefährlicher wie teurer Irrtum sein, wie wir nachfolgend erklären


Immer wieder sieht man Radfahrer, die während der Fahrt ihr Smartphone in der Hand halten. Aus naheliegenden Gründen kann das überaus gefährlich sein. Das fängt natürlich damit an, dass man während der Benutzung - egal ob zum telefonieren, oder um den integrierten Music Player zu steuern - abgelenkt ist und mögliche Gefahren nicht kommen sieht. Ein weiterer Risikofaktor ist das einhändige Fahren, durch das die Balance verschlechtert wird, und das ein schnelles Ausweichen in Gefahrensituationen erschwert oder gleich ganz unmöglich macht.

Diese durchaus guten Argumente halten viele Radfahrer aber nicht von der Handynutzung ab. Der Gesetzgeber hat inzwischen auf diese Diskrepanz reagiert und das fällige Bußgeld deutlich angehoben: statt bislang nur 25 Euro werden seit Oktober 2017 immerhin 55 Euro fällig, wenn man mit dem Mobiltelefon in der Hand erwischt wird. Doch das ist unter Umständen längst nicht alles, denn bei einem Unfall kann es Probleme mit dem Versicherungsschutz geben, weil (grobe) Fahrlässigkeit unterstellt wird. Dabei spielt es unter Umständen nicht einmal eine Rolle, ob man unverschuldet verwickelt wurde oder Auslöser eines Crashs ist. Im schlimmsten Fall drohen mehrere tausend Euro als finanzieller Schaden.

Von daher sollte die Nutzung des Smartphones tabu sein. Wer trotz dieser Argumente nicht darauf verzichten will - beispielsweise, weil das Handy auch als Navigationsgerät eingesetzt wird - sollte mehr als wohlwollend über eine Handyhalterung nachdenken. Diese gibt es für vergleichsweise kleines Geld als Zubehör.
(Bildquelle: Michael Bührke / pixelio.de)

Meinung des Autors: Handy am Steuer ist für viele ein Kavaliersdelikt. Und das auch auf dem Fahrrad, weil dort ja aufgrund niedriger Geschwindigkeit "nichts passieren kann". In der Realität sieht das mitunter ganz anders aus, wobei ein fälliges Bußgeld noch das preiswerteste Problem sein könnte.