Microsoft polstert seinen Kartendienst Bing Maps auf einen Schlag um Luftbilder mit einem Umfang von 165 TByte auf; der bisherige Bestand an diesen Flugzeug- und Satellitenfotos hatte sich auf 129 TByte belaufen. Die meisten der senkrecht nach unten aufgenommenen Fotos, die laut Microsoft insgesamt ein Areal von 38 Millionen Quadratkilometern abdecken, zeigen Gebiete in Asien, Afrika und Lateinamerika. Ein kleiner Teil enthält aber auch Abbildungen vom Osten der Bundesrepublik. Das teilte das Unternehmen am Montag im Bing Maps Blog mit.


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Das vor 14 Monaten vorgestellte Global Ortho Projekt ist laut Microsoft jetzt zu 85 Prozent vollendet. Dabei geht es um das Ziel, die komplette besiedelte Erdoberfläche mit Luftbildern einer Auflösung von 30 cm zu erfassen. Nach dem aktuellen Upload sind die USA jetzt lückenlos abgedeckt, während das für West- und Mitteleuropa annähernd der Fall ist.


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Ähnlich wie Apples Ankündigung eines eigenen Kartendiensts als Bestandteil von iOS 6 deutet auch Microsofts Initiative auf verschärfte Konkurrenz für Googles Kartendienste hin. Google könnte angesichts der zunehmenden Kooperation seines wichtigen Datenlieferanten NavTeq (mittlerweile eine Tochter von Nokia) mit Microsoft einen vermehrten Wettbewerb vorhersehen. Nicht genug damit, dass nach Nokias Aussage schon heute dessen Serversoftware hinter den Bing-Kartendiensten stecke, im kommenden Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 8 soll der Bing-Maps-Client von vornherein durch ein Gegenstück für Nokia Maps ersetzt werden.

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