Der Name Vel Hogan dürfte in den nächsten Tagen noch Öfter zu lesen sein. Dabei handelt es sich um das Vorstandsmitglied in der 9-köpfigen Jury im Prozess zwischen Samsung und Apple. Er beeinflusste die Entscheidung der Jury - durch witzige Ansichten.


Apple vs. Samsung: Jury-Vorsitzender gibt Interview-google-now.jpg



Dabei hat er auch zum Teil interessante Dinge erzählt und witzige Randinfos erzählt.
Zum Beispiel warum die Jury Verletzung der Apple- Designpatente erkannt haben will. Laut den Infos welche die Jury hatte, muss sich Samsung mindestens einmal mit Google getroffen haben wegen der Samsung- Smartphones. Bei diesem Treffen soll Google Samsung nahe gelegt haben, das Design der Smartphones weniger stark nach Apple aussehen zu lassen. Nur ist Samsung dem nicht nachgekommen und nun muss das Unternehmen dafür büßen. Samsung selbst hat bereits durchsickern lassen, das man die betreffenden Geräte ersetzen wird, um so das Verkaufsverbot umgehen zu können.

Aber auch etwas was nicht direkt mit dem Prozess zu tun hat, plauderte Vel Hogan aus.
Zum Beispiel würde er selbst kein Apple-Gerät besitzen oder habe er jemals besessen. Er selbst bezeichnete sich als PC-Menschen. Viel erstaunlicher ist aber, dass kein Mitglied der Jury aktuell ein Apple-Smartphone oder Tablet besitze, was für Silicon Valley fast schon eine kleine Sensation ist. Außerdem war die Jury tatsächlich der Meinung, dass die Apple-Entwickler die Technologien hinter den Software-Patenten selbst erfunden und kreiert hätten.

Dass die Jury in einigen Bereichen recht eigenwillig gehandelt hat, ist auch anderen Seiten aufgefallen, zum Beispiel Groklaw. Nun gibt es neue Fakten, die die Jury in kein besonders helles Licht rückt. So hat der Vorstand der Jury Vel Hogan in einem TV-Interview bei Bloomberg unter anderem zu Prior Art Stellung genommen. Laut Hogan kam er über Nacht zum Entschluss, dass Prior Art in diesem Fall nicht zum Einsatz komme, da sich die von Apple gesicherten Patente und Geschmacksmuster nicht auf die ältere Hardware übertragen lassen oder umgekehrt.

Der Mann hat also das Verständnis, dass iOS auf den Prior-Art-Tablets nicht hätte funktionieren können und deshalb sei das Argument nicht gültig. Die Jury scheint ihm das abgenommen zu haben und von diesem Moment an widmete sich man nur noch der Frage, wie hoch der Schadenersatz sein soll.




Quellen: Klick und Klick