Amazon und Apple liegen im Clinch um einen einfachen Begriff. Die Nutzung des Begriffes "Appstore" für den Programm-Marktplatz des Handelsriesens hat Unmut in Cupertino hervorgerufen und Amazon schon 2011 eine Klage eingebrockt.
Die Verwendung des Wortes in "Amazon Appstore" sei verwirrend, so die Argumentation von Apple, da er den Konsumenten fälschlicherweise suggerieren würde, dass dort auch iOS-Apps zu finden seien. Das Unternehmen forderte eine Umbenennung in "Amazon Appstore for Android" für den Onlineshop, der seine Pforten in Europa erst vor einem Monat geöffnet hat.




Amazon lässt die Anschuldigung nicht auf sich sitzen und hat nun reagiert. Das Unternehmen hat von einem US-Bundesrichter gefordert, gegen die Behauptung zu urteilen und die Klage abzuweisen, berichtet Android Authority. Selbst Apple-Chef Tim Cook soll "Appstore" als allgemeinen Begriff verwendet haben.
"Apple wird wohl nicht argumentieren wollen, dass sein ehemaliger und aktueller CEO falsche Angaben in Bezug auf andere Appstores gegenüber tausenden Investoren gemacht haben.", so der Konzern. Cook hat in der Tat schon von „einer Reihe existierender Appstores" gesprochen, während Steve Jobs sich einmal auf "vier Appstores auf Android" bezogen hat.




Das Gericht wird also entscheiden müssen, ob der Terminus explizit als Hinweis auf Apples Softwaremarktplatz und damit wie ein Markenname zu verstehen ist oder ob er allgemeine Gültigkeit für jede derartige Plattform hat. Bis zur Klärung wird es jedoch noch einige Zeit dauern. Für den 31. Oktober ist eine Anhörung anberaumt, die Verhandlung selbst ist für den 19. August des kommenden Jahres angesetzt.