Aktuelle Smartphones werden immer leistungsfähiger. Mit einem Samsung Galaxy S3, HTC One X, oder iPhone 5 hat man eher Kleincomputer in der Hand die beiläufig noch die altmodische Kommunikationsform der Telefonie bieten. Eines ist allen Smartphones gemeinsam, ihr Energiehunger. Bei gebotener Leistung ist noch immer der Akku die limitierende Komponente.


Jeder Smartphone Nutzer kennt es, bei intensiver Nutzung sollte auch immer ein Blick auf den Ladestand des Akkus fallen, meist ist nach einem Tag Nutzung der abendliche Anschluss an die Steckdose fällig.
Auch wenn die Hersteller mit verschiedenen Mitteln versuchen die Laufzeiten der Devices zu verbessern, ob nun mit immer üppigeren Akkus, oder Optimierungen der Hard- und Software, am Ende sind es noch immer Li-Ionen Akkus die den Strom liefern und diese haben Grenzen.
Es wird fleißig auf dem Gebiet der Akkutechnologie geforscht, es gibt interessante Konzepte, doch bis diese den Weg in den Massenmarkt finden wird es noch dauern.

Nun bieten Forscher der Universität in San Diego einen anderen Ansatz, der die eigentliche Ladedauer von Li-Ionen Akkus um die Hälfte reduzieren soll. Das Ergebnis wäre also keine Erhöhung der eigentlichen Laufzeit, es würde aber dafür gesorgt das die Devices schneller wieder einsatzfähig wären.

Die Forscher haben einen neuen Algorithmus zum aufladen von Li-Ionen Akkus entwickelt. Mit diesem neuen Algorithmus lässt sich der eigentliche Ladezustand von Li-Ionen Akkus deutlich genauer ermitteln als es aktuell der Fall ist. Momentan ist der Fortschritt des Ladevorganges, somit der eigentliche Ladezustand, nur sehr grob durch Messungen zu erfassen, hier setzt der entwickelte Algorithmus der Forscher an.
Es gibt aktuell nämlich keine Methode, den genauen Ladezustand der letzten Prozente zu ermitteln. Man misst aktuell nur die Volt, um abschätzen zu können, wie sehr der Akku aufgeladen ist. So tastet sich der Aufladevorgang im sogenannten "trickle mode" langsam an den vollen Ladezustand heran. Scheint der Akku dann nach unzähligen Messungen voll zu sein, so bricht der Ladevorgang ab Allerdings hören die Messungen auch dann noch nicht auf. Sobald einige Prozent des vermeintlich vollen Ladezustandes verbraucht wurden, startet der "trickle-mode" erneut.

Derzeit werden geräte mit Li-Ionen Akkus bis zu einem Ladezustand von ca 80% relativ schnell aufgeladen, die letzten 20% dauern dann deutlich lange. Dies ist der sehr ungenauen Ermittlung des eigentlichen Ladezustandes, des Akku, geschuldet.
Mit dem neu entwickelten Algorithmus soll durch intelligente Hochrechnungen der Ladezustand des Akku genau erfasst werden können, am Ende wird die Ladezeit damit deutlich verkürzt. Die Hälfte der heute üblichen Ladezeit wird möglich.

Genaues verraten die Forscher der Universität in San Diego natürlich nicht, aber es klingt sehr interessant was sie bis jetzt berichten. Immerhin wäre es möglich diesen neuen Algorithmus per Update der Firmware auf allen Geräten mit Li-Ionen Akku zum Einsatz zu bringen.
Ob und wann Hersteller diesen zum Einsatz bringen kann natürlich niemand sagen bisher.


via CultOfMac