Es ist eine harte Zeit für HTC. Man wollte umstrukturiert den Markt neu aufrollen, kämpft aber gegen immer stärkere Konkurrenten und fährt jedes Quartal geringere Gewinne ein. Der Anfang vom Ende?

Totgeglaubte leben länger, dies gilt auch auf dem Smartphonemarkt. Nokia, die seit Jahren der Konkurrenz hinterher rennen, behaupten sich immer noch auf Platz 3 der Smartphone-Hersteller. Zwar verlieren die Finnen immer mehr an Boden, und auch Windows Phone scheint nicht der Schlüssel zum Erfolg zu sein.
Dies könnte sich schon nächstes Jahr ändern, schenkt man den Finanzexperten von Samsung-Glauben. Sie sehen nämlich LG 2013 als Nummer Drei der Hersteller. Der Vorsprung soll mit dem Optimus G kommen. Zwei weitere bisher unbekannte Geräte hat LG ebenfalls in den Startlöchern. Sie sollen dafür sorgen, dass der Anteil von LG auf 5,8 Prozent steigt.




HTC hingegen verkauft weniger Geräte, macht weniger Gewinn und kämpft mit der Gesamtsituation auf dem Markt. Gerade einmal 137 Millionen Dollar Gewinn kann der Hersteller verbuchen, das ist nur etwas mehr als die Hälfte von dem, was man im Vorjahreszeitraum erwirtschaftet hat. Ob Windows Phone 8 den erhofften Umschwung bringt, bleibt abzuwarten.
Interessant ist hingegen noch, dass sowohl LG als auch HTC weniger Geräte verkaufen. Sind es bei HTC im zweiten Quartal zwei Millionen weniger gewesen als im Vorjahreszeitraum, sind es bei LG satte zehn Millionen weniger verkaufte Geräte. Hierzulande hat LG mit einem schlechten Ruf zu kämpfen, der sich so schnell auch nicht aus den Köpfen der Käufer verdrängen lassen wird.




Die Finanzexperten von Samsung raten dennoch zum Kauf von LG Aktien. Durchaus möglich, dass sie Dinge wissen, die noch keinem bekannt sind. Oder sie lehnen sich sehr weit aus dem Fenster. Ein Zusammenhang zwischen einem Nexus von LG und einer größeren Verbreitung kann man wohl getrost ausschließen. Bisher sorgten die Nexus-Smartphones nicht für explodierende Verkaufszahlen.


Quellen: Klick und Klick und Klick