Die Nutzung digitaler Bücher nimmt rasant zu, im letzten Jahr wurden 247 Prozent mehr Reader verkauft als 2010. Für dieses Jahr soll die Steigerungsrate bei weiteren 78 Prozent liegen. Laut einer Studie geschieht dies, zumindest bislang, nicht auf Kosten herkömmlicher Bücher

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Im vergangenen Jahr wurden 800.000 E-Book-Reader verkauft, dieses Jahr soll die Zahl auf 1,43 Millionen anwachsen. Dies hängt nicht nur mit dem größeren Angebot an Geräten zusammen, sondern auch mit dem starken Preisverfall. Anfang 2010 lag der Durchschnittspreis noch bei weit über 200 Euro. Im letzten Jahr war der Preis bereits auf 120 Euro gefallen, aktuell werden durchschnittlich nur noch 97 Euro verlangt. Die günstigsten Einsteigergeräte sind mittlerweile bereits ab 50 Euro erhältlich.

Im gleichen Maße stieg dabei auch der Absatz der elektronischen Bücher, nämlich für 2012 um 260 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings machen die Konsumenten ihre Entscheidung nach wie vor vor allem vom Preis gegenüber der gedruckten Version abhängig. Derzeit liegt die Preisdifferenz durchschnittlich bei 20 Prozent, was auch mit den unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen von 7 Prozent für gedruckte Bücher und 19 Prozent für die elektronische Ausgabe begründet wird. Eine Angleichung der Sätze wird derzeit von der EU-Kommission geprüft.

Gleichwohl gehen die gesteigerten Absatzzahlen bislang nicht zu Lasten der gedruckten Ausgaben. "Eine Kannibalisierung gedruckter Bücher findet kaum statt", schreiben die Autoren einer Studie des Instituts für Marketing und Medien der Universität Hamburg. Die Forscher erklären das damit, dass die Nutzer von E-Books generell mehr lesen würden.

Quelle: computerbase.de; heise.de
Bildquelle: Bitkom