In einem Interview mit dem US-Blog AllThingsD sprach der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt über die weltumspannenden Patentkriege, das Kräftemessen zwischen iOS und Android, das Karten-Debakel von Apple und über die "Gang of Four" aus Apple, Google, Amazon und Facebook.

Laut Schmidt habe man noch nie einen Kampf zwischen zwei Plattformen gesehen, der dieses Ausmaß hat. Das sei für den Kunden gut, denn die Preise würden dadurch stark fallen.
Die Auseinandersetzung der beiden Betriebssysteme Android und iOS sei der bislang größte Kampf zweier Plattformen und für die Branche entscheidend. Nutznießer sei der Kunde, er profitiere daraus durch sinkende Preise, so Schmidt. Der 57-jährige, der 2011 in den Verwaltungsrat von Google gewechselt war, scheint aber Google mit Android vorn zu sehen. Mit der neuen Karten-App habe Apple einen schweren Fehler begangen, der iPhone-Anbieter hätte bei Google Maps bleiben sollen, erklärte Schmidt.


Über die andauernden Patentstreitigkeiten wollte sich Schmidt nicht äußern. Diese würde er nicht nur nicht im Detail kennen, sie würden ihn auch verärgern. Der Einfluss dieser Patentauseinandersetzungen sei vor allem für kleine Unternehmen schlecht und auch die Innovation würde darunter leiden, aber man konnte Kritik an Apple heraushören, auch wenn Schmidt keine Namen nannte. Er zeigte sich verärgert wegen der ständigen Streitereien, allerdings kenne er zu wenige Details, um näher darauf eingehen zu können. Nach der Meinung des ehemaligen Google-Chefs leiden unter den ständigen Streitereien besonders kleinere Firmen. Das verhindere langfristig Innovation, so Schmidts Meinung.

Weiter sagt Schmidt, dass Apple mit den neuen Maps einen Fehler gemacht hätte. Das Unternehmen aus Cupertino hätte weiterhin Google Maps verwenden sollen. Apple hätte aber schon vor langer Zeit beschlossen, eine eigene Maps-Anwendung zu entwickeln. Ob es eine neue Google Maps App für iOS-User geben wird wollte Schmidt nicht verraten

Zu der "Gang of Four", zu der Schmidt Apple, Google, Amazon und Facebook zählt, sagt er, dass Facebook das größte Kommunikationszentrum sein wird und Amazon der weltweit größte Store. Microsoft hingegen würde nicht zu den großen Vieren gehören. Das Unternehmen laufe zwar gut, aber Microsoft würde keine Spitzenprodukte liefern.


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