Amazon Prime Instant Video: Test des neuen Video-On-Demand-Dienstes für Filme und Serien

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Gestern hat Amazon seinen mit dem Versandservice Prime verknüpften Streaming-Service Instant Video auch in Deutschland gestartet und bietet diesen für für einen Kampfpreis an. Nachfolgend ein erster Test des neuen Angebots, in dem wir das angebotene Material, die Bedienung und vor allem die Bildqualität untersuchen



Am vergangenen Freitag hat Amazon kurzfristig den Start des bislang nur in den USA verfügbaren Streaming-Angebots Prime Instant Video in Deutschland angekündigt, bereits gestern startete der größte Onlinehändler der Welt den Dienst. Dabei wird Prime Instant Video für einen Preis angeboten, der der Konkurrenz den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürfte, denn die Jahresgebühr belaüft sich auf lediglich 49 Euro. In diesem Preis ist auch der Versandservice Prime enthalten, für den bisher 29 Euro im Jahr gezahlt werden musste. Diese Kosten heraus gerechnet bedeutet das, dass ddas neue Video-Angebot nur 1,67 Euro pro Monat kostet. Bei den Mitbewerbern werden Preise zwischen 5 und 10 Euro monatlich verlangt. Die zwangsweise Anbindung an Prime dürfte jedoch diejenigen Nutzer des Versandservices verärgern, die das Video-Streaming nicht nutzen wollen oder können, denn für sie steigt der Preis für die bevorzugte Lieferung künftig um fast 70 Prozent an. Das Angebot von Instant Video kann im übrigen auch separat gebucht werden, wird dann allerdings mit 7,99 Euro im Monat berechnet, weshalb die Kunden bereits nach 6 Monaten mehr zahlen als beim Komplettpaket, ohne jedoch in den Genuss von Prime zu kommen.

Anmeldung und Vorbereitung:

Die Anmeldung bei Prime Instant Video ist schnell erledigt, denn der Dienst lässt sich über ein bestehendes Amazon-Konto mit wenigen Klicks bestellen. Im Anschluss ist allerdings noch eine Altersverifizierung notwendig, um auch den Zugriff auf Inhalte mit einer FSK-Freigabe ab 18 zu erhalten. Zur Überprüfung der Berechtigung wird lediglich die Eingabe der deutschen Personalausweisnummer verlangt. Die notwendige Überprüfung ist derzeit noch ein wenig verwirrend gestaltet, Amazon hat hier aber eine Besserung gelobt. Derzeit ist die Freigabe jedoch nur mit einem deutschen Ausweis möglich, ausländischen Staatsbürgern wird momentan noch keine Möglichkeit zur Verifizierung geboten. Das sollten aber ldeiglich "Anfangsschwierigkeiten" sein und sicherlich noch geändert werden.

Angebot und Bedienung:

Sobald die Anmeldung abgeschlossen wurde, haben die Kunden einen Zugriff auf ein großes Angebot, aktuell listet Amazon 1.456 Filme und 816 Serien auf, wobei jede einzelne Staffel als Serie zählt. Viele Inhalte werden erfreulicherweise in hochauflösendem HD angeboten, die Standardauflösung SD beherrscht aber eindeutig das Programm. Die Fans von Ausstrahlungen im Originalton müssen hingegen deutliche Abstriche machen, denn diese Versionen sind im vielfältigen Angebot extrem rar gesät. Zudem werden die Originalversionen jeweils extra gelistet, eine direkte Umschaltung zwischen verschiedenen Tonspuren - wie beispielsweise im Konkurrenzangebot von Sky Snap möglich, die wir auf unserer Schwesterseite bereits getestet haben - ist leider nicht vorgesehen. Quasi zum Ausgleich werden jedoch viele Inhalte mit 5.1 Raumklang angeboten, sofern der Nutzer über die entsprechende Hardware verfügt. Hier ist Amazon der Konkurrenz ganz eindeutig einen riesigen Schritt voraus.

Gleiches gilt auch für die Aktualität des Angebots. Während bei Sky Snap Filme nur bis zum Produktionsjahr 2011 angeboten werden, um das eigene Pay-TV-Angebot nicht zu entwerten, bietet Amazon diverse Filmhighlights aus den beiden vergangenen Jahren. Zu diesen zählen unter anderem Star Trek Into Darkness, Flight oder Safe House, die allesamt bislang nicht einmal im Pay-TV ausgestrahlt wurden. Darüber hinaus werden auch Serienhighlights aktuelleren Datums angeboten, unter den sich auch Eigenproduktionen wie Alpha House befinden. Etliche Filme und Serien hingegen zählen jedoch nicht zum kostenfreien Angebot, sondern können nur gegen Bezahlung ausgeliehen oder gekauft werden. Die Logik ist dabei nicht immer erkennbar, so kann beispielsweise Kill Bill Vol. 1 kostenfrei angesehen werden, während Kill Bill Vol. 2 nur gegen ein zusätzliches Entgelt angeboten wird. Die kostenlosen Angebote lassen sich aber leicht identifizieren, denn diese werden durch einen Prime-Schriftzug oben links im Cover kenntlich gemacht. An gleicher Stelle ist auch angegeben, wenn die Ausstrahlung in HD erfolgt.

Bei der gezielten Suche nach Inhalten ist Amazon aufgrund seiner Erfahrungen aus dem Versandgeschäft sehr gut aufgestellt. Bei Anfragen zu Titeln, Schauspielern oder Regisseuren werden die Suchergebnisse relativ übersichtlich dargestellt und können zudem nach den üblichen Kriterien wie Beliebtheit oder Kundenbewertung sortiert werden. Bei der Suche nach Serien werden erst einmal die einzelnen Staffeln angezeigt, die einzelnen Episoden können nach einem Klick gesondert auswählt werden. Sehr hilfreich ist zudem die Menüleiste auf der linken Seite, denn darüber können Filme und Serien nach den Kriterien Erscheinungsdatum, Genre, Studio, Produktionsdekade, Altersfreigabe, Videoauflösung und durchschnittlicher Kundenrezension gefiltert werden. Bei der Suchfunktion ist Amazon dem Angebot voni Sky Snap um Lichtjahre voraus.

Bildqualität:

Soweit ist der neue Video-On-Demand-Service, bis auf den oftmals fehlenden Originalton und einige Startschwierigkeiten, also fast durchweg positiv aufgefallen. Was jedoch wirklich zählt, ist natürlich die Bildqualität der ausgestrahlten Inhalte. Und auch dabei gibt es fast nur erfreuliches zu berichten. Bei HD-Sendungen dürfen sich die Kunden an einem scharfen und farbenfrohen Bild erfreuen, welches bei entsprechend schneller DSL-Verbindung sogar in 1.080p ausgestrahlt wird. Sofern die Bildeinstellungen am an den verwendeten Geräten (in unserem Fall zwei verschiedene Laptops mit HDMI-Ausgang) richtig gesetzt sind (Bildrate 50 Hz), werden auch bei schnelle Bewegungen innerhalb des Bildes fast ohne ruckeln angezeigt, wobei Artefakte oder ähnliche Bildfehler gänzlich ausbleibe. Das Bild kann aber systembedingt nicht mit einer Blu Ray oder dem Empfang über Satellit oder Kabel mithalten, Anlass zur Kritik gibt es dennoch so gut wie gar nicht. Gleiches gilt auch für SD-Inhalte, die jedoch deutlich weicher erscheinen als die Betrachtung einer entsprechenden DVD. Doch auch hier dürfen die zahlenden Kunden mit dem gebotenen rundum zufrieden sein, vor allem wenn man in Betracht zieht, dass der Dienst gerade erst gestartet wurde. Gerade bei SD-Ausstrahlungen hat(te) Sky Snap unter teilweise unerträglichen Treppenmustern an schrägen Kanten zu leiden, die das Filmvergnügen nachhaltig getrübt haben. Solche Bildfehler gibt es Amazon nicht einmal ansatzweise.

Positiv fällt auch auf, dass es offenbar eine Aktualisierung des Silverline-Plugin von Microsoft gegeben hat, oder dass Amazon mit dieser - für die Nutzung am PC zwingend erforderlichen - Software besser umgeht. Somit ist es möglich, beim Einsatz von zwei verschiedenen Bildschirmen über einen Rechner die Ausstrahlung von Prime Instant Video so einzustellen, dass das angezeigte Bild nicht bei jedem Mausklick am PC oder Laptop wieder in die Browseransicht wechselt. Dadurch ist es bei Amazon möglich, eine Sendung auf dem Fernseher dauerhaft im Vollbild zu betrachten, während parallel dazu am PC gearbeitet wird. Probleme mit dieser Funktion hatten wir bei Sky Snap scharf kritisiert. Ob der deutliche Fortschritt an Amazon liegt oder ob Microsoft dafür verantwortlich ist, werden wir in demnächst bei einem weiteren Test von Sky Snap nachprüfen.

Fazit:

Mit Prime Instant Video hat Amazon einen Volltreffer gelandet. Die Kunden können auf ein großes und teilweise sogar sehr aktuelles Angebot zugreifen, dessen Ausstrahlung in guter bis sehr guter Qualität erfolgt. Gesuchte Inhalte lassen sich dabei bereits im Vorfeld leicht finden, filtern und sortieren. Zudem glänzt das Angebot mit einem extrem günstigen Preis, der aktuell absolut konkurrenzlos ist. Die Liebhaber von Filmen und Serien im Originalton werden derzeit allerdings noch sehr stiefmütterlich behandelt. Auf diesem Gebiet muss Amazon dringend nachbessern, um auch diesen Kundenkreis an sich zu binden. In der Summe kann Amazon Prime Instant Video als das derzeit wohl beste Angebot auf dem Markt gelten, das den Mitbewerbern nicht nur wegen des günstigen Preises schwer zusetzen wird. In naher Zukunft dürfte wohl ein harter Preiskampf ausbrechen, denn die Konkurrenz wird das Feld sicherlich nicht ohne Gegenwehr räumen.
 
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Amazon Prime Instant Video: Test des neuen Video-On-Demand-Dienstes für Filme und

Das Angebot für den englischsprachigen Raum ist ja echt super. Mal schauen wie es hier in Deutschland wird.
 
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