Apple App Store - Es stehen grosse Veränderungen an

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Kurz vor dem Start der WWDC hat Apple einige grosse Veränderungen zum App Store bekanntgegeben.

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Für den kommenden Montag steht der Beginn der World Wide Developers Conference 2016 an und Apple hat mit Blick auf die Veranstaltung grosse Veränderungen zum App Store bekanntgegeben. Es steht der App Store 2.0 an und dieser bringt einige Verbesserungen für Nutzer und Entwickler mit sich.
Interessant ist, dass das kalifornische Unternehmen nicht die Keynote am kommenden Montag nutzt, um die Neuerungen bekannt zu machen. Es stellt sich die Frage nach dem Warum. Will man bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit sorgen? Stehen für die Keynote am Montag so viele Themen an, dass kein Platz mehr für die Punkte zum App Store ist? Man weiß es nicht...

Abos, 85/15 Regel

Apple wird für alle Bereiche des App Store Abos freischalten. Somit können Nutzer nicht mehr nur Zeitungen abonnieren, denkbar sind künftig auch Abos für Spiele und Apps etc. (Wenn Entwickler ein Abo für ihre Anwendung als sinnvoll erachten)
Bisher ist es so, dass Entwickler 70 Prozent des durch ihre Anwendungen erzielten Umsatzes ausgezahlt bekommen, 30 Prozent diese Umsatzes gehen an Apple. Mit den nun möglichen Abos wird sich die alte 70/30 Regel zur Vergütung ändern. Beinhalten Apps usw ein Abo, so wird für das erste Jahr weiter nach dem alten Modell abgerechnet, ab dem zweiten Jahr werden Entwickler dann 85 Prozent des generierten Umsatzes erhalten und Apple entsprechend 15 Prozent.

Für Entwickler dürfte die Möglichkeit zu Abos durchaus reizvoll sein. Denn, natürlich bringt ein Verkauf eines Inhaltes erstmal Geld in die Kassen, doch Apps wollen gepflegt werden. Updates, neue Funktionen, schlichtes fixen von Bugs und dergleichen und auch dies kostet Arbeit. Diese Arbeit wird derzeit faktisch nicht entlohnt, durch ein Abo zur App würde sich dies ändern.
Natürlich dürfte es erst einmal diverse Shitstorms in den Rezensionen geben, so sich Entwickler zur Umstellung auf ein Abo-Modell zu ihrer Anwendung entschliessen. Aber sind wir ehrlich, im Leben ist nichts umsonst und warum sollen Entwickler Arbeit in ihre Anwendungen stecken, wenn sie dafür nicht entlohnt werden. Tatsächlich könnten die Abos am Ende sogar die Qualität der im App Store angebotenen Inhalte steigern und dies ist sicher nichts schlechtes.

App-Sharing via 3D Touch, bereits installierte Anwendungen werden nicht mehr gefeatured

Apples Marketing Chef Phil Schiller hat sich gegenüber verschiedenen US-Publikationen zu den App Store Neuerungen geäußert. Unter anderem sprach er mit Jim Dalrymple von The Loop. In dem Gespräch hieß es unter anderem, dass Apple seinen Anwendern einen Grund gebe wolle, jeden Tag im App Store vorbei zu gucken.
Eine Möglichkeit um das Interesse auf den App Store zu lenken sind persönliche Empfehlungen von Anwendern. Und hierzu sollen Nutzer eine schnelle Möglichkeit an die Hand bekommen um Freunde, Bekannte, Familie usw schnell auf interessante Apps aufmerksam machen zu können. Die App Store App bekommt im 3D Touch Menü eine Teilen-Funktion hinzugefügt. Somit kann eine App schnell und einfach anderen vorgeschlagen werden.

Eine weitere Änderung betrifft die Featured-Rubrik des App Store. Bereits vom Nutzer installierte Apps werden für diesen in dieser Rubrik künftig ausgeblendet.
Diese Veränderung hat sich bereits im App Store der Apple TV 4 angedeutet, bisher war lediglich unklar ob es sich hier um einen Bug handelte oder ob das Verhalten gewollt war.

Gesponserte Suchergebnisse

Künftig wird es im Apple App Store auch gesponserte Suchergebnisse geben. Gesponserte Suchergebnisse kennen wir bereits von diversen Suchmaschinen und ob diese nun etwas positives sind sei dahingestellt.

Die Regelungen zu gesponserten Ergebnissen in der App Store Suche sind bereits definiert. So wird es pro Suche immer nur ein gesponsertes Ergebnis geben und dies wird klar ersichtlich mit dem Zusatz "Ad" gekennzeichnet sein. Das gesponserte Ergebnis wird immer ganz oben in der Liste der Suchtreffer angezeigt werden.
Kinder, 13 Jahre oder jünger, werden keine derartige Werbung eingeblendet bekommen.
Entwickler müssen für die zu ihrer Anwendung geschalteten Werbung nur dann zahlen, wenn Nutzer das gesponserte Ergebnis in der Suche tatsächlich anklicken.

App Reviews

Entwickler dürfen sich auf einen deutlich beschleunigten Review Prozess freuen, sie es für neue Anwendungen oder für Aktualisierungen zu Anwendungen.
Phil Schiller gab gegenüber The Loop an, dass Apple pro Woche ca 100.000 Anwendungen für den App Store begutachte (neue und Updates).
Man habe einen weg gefunden, um den nötigen Review-Prozess deutlich zu beschleunigen, ohne das dabei Abstriche in der Qualität der Begutachtung gemacht werden müssen.
Im Ergebnis bedeutet der beschleunigte Review-Prozess, dass Apple nun 50% der eingereichten Anwendungen bereits innerhalb von 24h prüfen kann, 90% sind nach 48h begutachtet.

Meinung des Autors: Da stehen teils tiefgreifende Änderungen an, Abos für Apps zum Beispiel, an den Gedanken muss man sich sicherlich erstmal gewöhnen. Es wird in den nächsten Tagen sicher noch mehr und genauere Informationen zu den Veränderungen im App Store geben.
Das Änderungen aber notwendig sind liegt auf der Hand, denn eine recht frische Statistik sagt, dass der US-Bürger derzeit täglich 0% Apps installiert.
 
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