Apple Card kurz erklärt...und kommt sie auch nach Deutschland?

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Apple hat eine eigene Kreditkarte angekündigt.




Apple bei Amazon

Neben Apple TV Channels, Apple TV+ und Apple Arcade hat das Unternehmen zur Keynote am Montag auch eine hauseigene Kreditkarte angekündigt.

Um es vorwegzunehmen, die Apple Card wird ab Sommer 2019 verfügbar, dies aber erst einmal in den USA.
Die Frage nach einer Verfügbarkeit in Deutschland ist derzeit nur schwammig zu beantworten, diverse Apple Blogs berichten aktuell zumindest davon, dass sich der CEO von Goldman Sachs in einem Interview gegenüber CNBC zu einer Ausbreitung des Angebotes nach Europa positiv geäussert hat. Somit besteht die, zugegeben noch kleine, Hoffnung darauf, dass wir auf die Apple Card nicht Jahre werden warten müssen, eine mehrmonatigen Wartezeit ist aber dennoch realistisch. Dazu muss man wissen, dass Kreditkarten in den USA unter anderen Bedingungen ausgegeben werden, Stichwort Transaktionsgebühren und diese sind mit Blick auf einen wesentlichen Bestandteil der Apple Card nicht unwichtig.

Was ist nun die Apple Card?

Apple hat sich mit zwei Partnern zusammengetan um die Apple Card zu realisieren. Als Kartenherausgeber holte man Mastercard ins Boot und als Bank hinter dem Angebot steht Goldman Sachs.
Die Apple Card kann man direkt in der Wallet App auf einem iOS Gerät beantragen und sie ist mit Apple Pay verbunden. Dies bedeutet, ist man Kunde einer Bank, welche an dem Bezahldienst nicht teilnimmt, kann man dennoch über die Apple Card auch Apple Pay nutzen.

Interessant wird das Angebot wegen mehrerer Punkte. Von der tiefen Integration der Apple Card in das iOS und der damit verbundenen Aufbereitung aller Transaktionen und auch der Tatsache, dass Apple zu der Karte alle Standards zu Privatsphäre und Datensicherheit ansetzt welche man von Apple Pay kennt abgesehen.

Die Apple Card wird weltweit akzeptiert, die Apple Card kostet Null Gebühren, die Apple Card bietet Cashback.

Die weltweite Akzeptanz bedeutet, wo eine Mastercard akzeptiert wird, da kann auch mit der Apple Card gezahlt werden.

Es werden keine Gebühren für die Karte fällig, also weder monatliche (jährliche) Grundgebühren, noch Gebühren für Transaktionen. Wohingegen Apple kräftig zulangen wird sind Überziehungszinsen, je nach Bonität setzt Apple hier zwischen 13,24 und 24,24 Prozent pro Jahr an.

Bei Nutzung der Apple Card bieten sich dem Kunden handfeste finanzielle Vorteile, in Form von echtem Cashback, zwischen 1 bis 3 Prozent je Transaktion werden direkt als Guthaben auf die Karte zurückgebucht:

  • 1% bei Nutzung der physischen Karte
  • 2% bei Transaktionen via Apple vom iOS Gerät
  • 3% bei Zahlungen mit der Karte in Apple Retail und Online Stores

Tatsächlich gibt es kein Limit beim Cashback, jede Transaktion bedeutet also einen Bonus in Form von echtem Guthaben. Und jeder Bonus einer Transaktion ist sofort verfügbar.

Für Europa ist dieses üppige Cashback-Angebot wahrscheinlich ein Haken. Anders also in den USA sind Transaktionsgebühren bei der Nutzung von Kreditkarten hier gedeckelt und rein rechnerisch (ich kann mich täuschen) sind bei uns diese 1 bis 3 Prozent Cashback schlich nicht möglich. Wenn allerdings schon jetzt das Interesse einer Ausweitung des Angebotes auf Europa besteht, dann mag es dazu aber eine Lösung geben.

Und ein Punkt, welcher auf den ersten Blick nicht mit Apple Pay und dem Gedanken dahinter konform geht, sei auch noch genant. Die Apple Card wird nicht nur in der Wallet App existieren, es wird auch eine physische Karte geben. Die Karte besteht aus Titan und kommt in einem für Apple typischen, schlichten Design daher, was schön ist, aber unwichtig. Wichtiger, auf der Karte findet sich ausser dem Namen des Besitzers nichts, keine Kartennnummer und ähnliches. Auch die Karte ist komplett auf Apple Pay zugeschnitten und gibt bei ihrer Nutzung keinerlei Kundendaten preis. Die Karte hat nur einen Sinn, sie soll überall dort genutzt werden, wo Apple Pay selbst nicht akzeptiert wird, dort aber die Sicherheit von Apple Pay bieten.


Bild - Apple

Meinung des Autors: Üppige Überziehungszinsen zum einen, Goldmann Sachs als Bank zum anderen. Die Apple Card scheint ein echt gutes Angebot, sollte sie irgendwann in Deutschland verfügbar sein, ich werde zuschlagen. Für die Banken selbst sollte die Karte keine echte Gefahr darstellen. Allerdings dürften an Apple Pay teilnehmende Banken das Angebot durchaus kritisch sehen, denn diese haben dazu beigetragen Apples Bezahldienst gross zu machen und Apple schickt sich nun an einen gehörigen Teil des Kuchens für sich zu beanspruchen.
 
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