Apple iPhone: Datenschutz im Browser Safari verbessern - so geht es

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Apple sammelt zwar reichlich Daten über die Nutzer seiner Produkte, doch im Gegensatz zu Android von Google werden diese nur in relativ geringem Umfang verwendet. Anders sieht es aus, wenn über Safari im Internet gesurft wird, denn dem Browser werden erst einmal relativ viele Freiheiten gewährt, von denen Dritte profitieren können. Doch mit wenigen Handgriffen kann die Privatsphäre besser geschützt werden, wie wir nachfolgend erklären


Zahlreiche Betreiber von Internetseiten sind an möglichst vielen Informationen über ihre Nutzer interessiert, also wer wann wie lange welche Inhalte angesehen hat und welche Links auf der jeweiligen Homepage angeklickt wurden. In den Grundeinstellungen das Standardbrowsers Safari wird dazu ein recht weitgehender Zugriff gestattet, von dem sogar Anbieter profitieren können, deren Webseiten gar nicht direkt aufgerufen wurden. Doch das lässt sich ändern, und zwar so:

  1. App "Einstellungen" (Zahnrad-Symbol) öffnen
  2. Jetzt nach unten wischen und auf "Safari" tippen
  3. Jetzt nach unten zum Bereich "Datenschutz & Sicherheit" wischen

Dort können einzelne Möglichkeiten der Datenerfassung abgeschaltet werden. Das sind:

  • Websitetracking verhindern: Diverse Seiten legen eine umfangreiche Erfassung der Aktivitäten an, um angezeigte Werbung an den jeweiligen Nutzer anzupassen. Wenn der entsprechende Schieberegler nach rechts (Ein) geschoben wird, soll dies verhindert werden. Der Haken ist jedoch, dass dies nur eine Aufforderung an die jeweiligen Anbieter ist, der nicht zwangsläufig nachgekommen werden muss. Trotzdem ist die Abschaltung durchaus empfehlenswert.
  • Cross-Sitetracking verhindern: Einige Inhalte von Webseiten werden von Drittanbietern geliefert. Diese können verfolgen, welche Aktivitäten auf anderen Internetseiten erfolgt sind, um ein umfassendes Profil anzulegen und ebenfalls gezieltere "Produktinformationen" anzubieten. Auch hier ist die Abschaltung über den Schieberegler empfehlenswert.
  • Alle Cookies blockieren: Mit Cookies wird beispielsweise gespeichert, welche Links bereits aufgerufen wurden oder welche Suchanfragen durchgeführt wurden. Das verbessert die Nutzung, ermöglicht aber ebenfalls, dass Drittanbieter und auch Werbefirmen mehr Informationen erhalten. Leider bietet Apple im Gegensatz zu manchem Browser auf dem PC keine Möglichkeiten, gezielt Cookies von Dritten zu verhindern. Die generelle Abschaltung ist daher nur (sehr) bedingt ratsam, da manche Seiten dadurch in ihrer Funktionalität eingeschränkt werden können und unter Umständen nicht mehr korrekt funktionieren.
  • Apple Pay prüfen: Dies ermöglicht eine Prüfung durch Webseitenbetreiber, ob Apple Pay vom jeweiligen Nutzer verwendet wird. Wer diese Bezahlmöglichkeit nicht nutzt, sollte die Funktion abschalten, was aber in den Voreinstellungen ohnehin der Standard ist.
  • Kamera- und Mikrofonzugriff: Da man beim Besuch von Internetseiten eigentlich nie die Kamera oder das Mikrofon benötigt, ist auch hier eine Deaktivierung sinnvoll, was aber ebenfalls bereits voreingestellt ist.

Wer wissen will, welche Seiten bereits Daten gesammelt haben, kann im genannten Menü ganz nach unten wischen und dort "Erweitert" antippen. Unter "Website-Daten" findet sich dann eine entsprechende und teilweise erschreckend lange Auflistung, die durch antippen des Links "Alle Sites anzeigen" noch einmal deutlich erweitert werden kann. Die Daten können im erwähnten Grundmenü zu Safari über den Link "Verlauf und Websitedaten löschen" gelöscht werden.

Hinweis: Diese Möglichkeiten gibt es nicht nur auf dem iPhone, sondern auch auf dem Tablet iPad.

Meinung des Autors: Das mobile Betriebssystem iOS von Apple ist bei vielen Nutzern auch deshalb erste Wahl, weil Apple einen deutlich besseren Datenschutz verspricht, als Android von Google. Insofern ist es durchaus ein wenig ärgerlich, dass der Browser Safari erst einmal recht lax mit dem Thema umgeht. Doch immerhin lässt sich das in kurzer Zeit ändern, wenn man Wert auf mehr Privatsphäre legt.
 
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iFreddie

stur lächeln und winken..
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Ich komme gerade nicht mit?

Wenn der entsprechende Schieberegler nach links (Aus) geschoben wird, soll dies verhindert werden.

Nach meinem Verständnis sind Schalter grün unterlegt "On" und bewirken in dieser Stellung die entsprechende Funktion.
Ist also der Schalter bei zB "Websitetracking ablehnen" grün unterlegt, dann ist er "On" und Safari verhindert somit besagtes Tracking. Nicht?

wenn über Safari im Internet gesurft wird, denn dem Browser werden erst einmal relativ viele Freiheiten gewährt

Somit würde ich diese Aussage durchaus als fragwürdig betrachten. Angefügter Screen zeigt die Einstellungen von Safari unter iOS zum Thema "Datenschutz & Sicherheit", so kommen sie per Default daher (also ab Werk).
Cookies per se unterbinden ist wenig sinnvoll und Apple Pay, eine ureigene Funktion von Apple, natürlich wird der Dienst in Safari von Haus aus nicht unterbunden. Kamera & Mikrofonzugriff könnte man tatsächlich monieren, sonst?

Mal davon ab, dass mit Einführung von iOS 11 gerade Safari dafür verantwortlich zeichnet, dass Werbetreibende ein deutlich schwereres Leben haben und dies unter iOS 12 noch deutlich verschärft werden wird (was im übrigen auch für Safari unter macOS gilt), dazu mal The Guardian als Beispiel.

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Geronimo

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Der Fehler bezüglich der Stellung des Schiebereglers wurde korrigiert...
 
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