Apple iPhone: externe Mikrofone für Konzert-Mitschnitte - Übersicht und Empfehlung

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Wer mit dem iPhone auf einem Live-Konzert Videos drehen will, wird sich über die gute Bildqualität freuen. Beim Ton hingegen muss mit teilweise sehr extremen Einschränkungen gelebt werden, denn das eingebaute Mikrofon ist - freundlich ausgedrückt - bescheiden. Doch es gibt Abhilfe, sofern man die Brieftasche öffnet

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Live-Aufnahmen auf Konzerten stellen das Mikro des iPhone oftmals vor Probleme. Das fängt bereits damit an, dass lediglich in Mono mitgeschnitten wird, also nur ein einziger Kanal aufgenommen wird. Weiteres Problem ist der völlig ungenügende Frequenzverlauf, der Bässe abschneidet und die Höhen eher blechern klingen lässt. Doch das ist längst nicht alles, denn bei tiefen Frequenzen und hohen Lautstärken kann es nicht nur zu merklichen Verzerrungen, sondern zu extrem eingeschränkter Dynamik und sogar zu Tonaussetzern kommen. Wenn man sich solche Videos hinterher am Fernseher und über eine entsprechende Anlage ansieht und anhört, stellt man schnell fest, dass der Ton zumeist ziemlich enttäuschend ist.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob man die Schwierigkeiten beseitigen kann. Die Antwort lautet kurz und knapp: ja. Und zwar indem ein externes Mikrofon angeschlossen wird. Angebote dazu gibt es reichlich. Dabei werden zwei verschiedene Arten angeboten: solche, die an die Kopfhörerbuchse angeschlossen werden (die ab dem iPhone 7 (Plus) nicht mehr vorhanden ist), und jene, die an den Lightning-Anschluss kommen, in den auch das Ladekabel eingesteckt wird. Die erstgenannte Kategorie ist in der Regel preiswerter, doch vor allem bei den gehobenen Lautstärken eines Rock- oder Pop-Konzerts fällt die Verbesserung beim Ton zumeist eher mäßig aus. Insofern sollte besser auf die zweite Variante gesetzt werden.

Hier ist das Angebot um einiges kleiner. Und auch hier muss beachtet werden, dass die Mikrofone höhere bis hohe Lärmpegel verkraften müssen, weswegen Abstand von Billig-Angeboten genommen werden sollte. Nach einiger Recherche kristallisieren sich in der Regel zwei beziehungsweise drei Produkte heraus. Das preiswertere ist das iRig MIC Field, das im Handel ab ca. 90 Euro zu bekommen ist. Bei diesem Gerät lässt sich der Eingangspegel über ein Drehrad regeln und es verkraftet auch hohe Lautstärken (bis 115 dB). Aufgenommen wird in Stereo. Nachteile sind ein etwas dünner Bass (Aufnahmefrequenz 40 Hz bis 20 kHz) sowie ein Gehäuse, das Störgeräusche erzeugen kann.

Wer diese Nachteile nicht haben will, muss deutlich mehr bezahlen und sich das Shure Motiv MV88 zulegen. Für dieses schwenkbare Mikrofon werden ab knapp 150 Euro verlangt, doch der Aufpreis gegenüber dem iRig scheint gerechtfertigt. Das liegt nicht nur an der deutlich höherwertigen Verarbeitung, sondern auch und vor allem am besseren Ergebnis bei den Aufnahmen. Der Bass ist deutlich ausgeprägter (Aufnahmefrequenz 20 Hz bis 20 kHz), und die Stereo-Separation ist prägnanter. Natürlich verkraftet auch dieses Mikro hohe Lärmpegel bei lauten Konzerten (bis 120 dB). Bedient wird es über eine eigene App, deren Installation zwingend erforderlich ist. Dank dieser Anwendung stehen verschiedene Klangoptionen und vielfältige, teilweise fast schon professionell anmutende Einstellmöglichkeiten bereit. Zudem ist es ein echter Allrounder, der auch abseits lauter Töne eine hervorragende Performance bietet.

Nicht unerwähnt bleiben sollte das Zoom iQ7, das ebenfalls für lautere Konzerte geeignet ist (bis 120 dB) und ab rund 90 Euro zu bekommen ist. Auch dieses Mikrofon zeichnet tiefe Bässe auf (Aufnahmefrequenz 20 Hz bis 20 kHz). Allerdings ist die Stereo-Wirkung etwas eingeschränkt, und es wird mitunter ein etwas ungleichmäßiger Frequenzverlauf beklagt. Zudem können die schwenkbaren "Ohren" im Gedränge eines Konzerts schnell einmal verdrehen, was natürlich die Tonqualität beeinträchtigt. Von daher ist dieses Zubehörteil auch nur bedingt empfehlenswert, wenn es um Konzert-Aufnahmen geht.

Meinung des Autors: Mit einem modernen Smartphone können auf Konzerten Videos gedreht werden, die eine erstaunlich gute Bildqualität bieten. Wer das mit dem Apple iPhone macht, muss aber beim Ton mit gewaltigen Nachteilen leben. Abhilfe ist durch ein externes Mikrofon möglich, doch das gibt es definitiv nicht zum Nulltarif.
 
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