"Apple Music" - Apples Musik-Streaming-Dienst

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Zur Eröffnung der WWDC15 gab Apple nicht nur einen Ausblick auf iOS 9, El Capitan und watchOS 2, es wurde auch der lange orakelte Musik-Streaming-Dienst vorgestellt.nnWas ist "Apple Music"

Mit Apple Music möchte Apple in den Markt für Musik-Streaming einsteigen, somit steht das Angebot mit etablierten Anbietern wie Spotify, Deezer oder Pandora in direkter Konkurrenz.
Apple Music wird eine Mischung aus drei Hauptbestandteilen - Internet Radio, soziales Netzwerk für Musiker und Fans und natürlich Musik. Apple möchte den ultimativen Musik-Dienst erschaffen.

Musik - diese ist natürlich die wichtigste Säule zu Apple Music. Apple wird mit über 30 Millionen Titeln die wohl schwergewichtigste Sammlung im Umfeld der Mitbewerber zum Streaming bereitstellen. Bisher laufen noch Lizenzverhandlungen mit diversen Labels, beispielsweise werden die Beatles zum release des Dienstes nicht via Streaming verfügbar sein. Dennoch kann Apple mit dem via iTunes Store verfügbaren Angebot die konkurrierenden Angebote vom Start weg übertrumpfen.
Zudem wird sich Apple Musik auch auf selbst importierte Inhalte des Nutzers verstehen, eigenen CD´s die im iTunes Store nicht verfügbar sind werden direkt hochgeladen und via iCloud verfügbar gemacht. Im Grunde lässt hier iTunes Match grüssen.

Dabei wird Apples Dienst über das schnöde Streaming von Musik hinausgehen. Musik-Experten und Star-DJs aus der ganzen Welt betreuen und erstellen Wiedergabelisten und machen so das Entdecken neuer Songs und Künstler noch einfacher. Man kann sich natürlich auch eigene Wiedergabelisten zusammenstellen oder eben auf die Vorgefertigten zurückgreifen. Diese lassen sich auch lokal speichern und den eigenen Wünschen anpassen. Kombiniert wird das Ganze mit einem System, das den eigenen Musik-Geschmack erkennt, stetig dazulernt und dadurch immer besser wird. Siri wird in der gesamten Konstellation ebenfalls einbezogen, Apples digitale Sprachassistentin kann man nach bestimmten Songs und Künstlern fragen, nach den populärsten Songs eines Genres oder nach den beliebtesten Songs eines bestimmten Jahres fragen suchen lassen und so weiter. Auch kennt Siri die Songs aus Filmen und jeden Chartstürmer aller Jahre.nnRadio - Beats1 - dies wird Apples Radiosender und die zweite wichtige Säule zu Apple Music. 24 Stunden an 7 Tagen wird Beats1 live senden, einflussreiche DJ´s wie Zane Lowe, Ebro Darden und Julie Adenuga zeichnen sich für die Programmgestaltung verantwortlich, die aus Charts, besonderen Sendungen, exklusiven Interviews, Gastmoderatoren und vielem mehr bestehen.

Neben Beats1 wird es weitere Radiostationen geben, somit können alle Genres von Pop über Indie Rock, Folk bis Funk und so weiter abgedeckt werden. Jeder Sender soll dabei fachkundig zusammengestellt sein - Insgesamt legt Apple bei Apple Music darauf wert, dass der gesamte Streaming Dienst durch Menschen betreut wird, also echte Musik-Experten aus Fleisch und Blut werden Musik vorschlagen, nicht nur clevere Algorithmen.nnApple Music Connect - ist die dritte Säule zu Apple Music. Hier darf man sich gerne an das längst verblichene "Ping" von Apple erinnert fühlen, Connect wird dagegen aber such sexy sein. Apple Music Connect wird das soziale Netzwerk in Apple Music sein, über dieses können Fans und Künstler in Kontakt treten.Hier kann man seinen Lieblingskünstlern folgen, Liedtexte, Backstage-Fotos und Videos finden und teilen, die neusten Songs der Künstler finden, kommentieren und liken. All das lässt sich auch über Messages, Facebook, Twitter und E-Mail teilen.

Drei Monate zur Probe, Preise und weitere Details

Apple Music wird am 30. Juni in 100 Ländern an den Start gehen und wie heute via informierter Quelle bestätigt wurde, auch Deutschland ist unter den 100 Ländern. Österreich und die Schweiz? Wahrscheinlich müssen unsere Nachbarn noch etwas länger warten.
Apple wird zum Einstieg eine dreimonatiges kostenloses Test-Abo zu Apple Music bieten, dieses verlängert sich automatisch und wird dann monatlich 9,99 US Dollar kosten. Die Kündigung wird dabei jederzeit möglich sein. Via Familienfreigabe können bis zu 6 Familienmitglieder ein Abo zu Apple Music nutzen, hierbei werden monatlich 14,99 US Dollar fällig.
Neben der kostenpflichtigen Nutzung bietet Apple auch einige Funktionen gratis, hierzu ist eine Apple ID erforderlich und diese gratis zu nutzenden Basisfunktionen stehen nicht via Android App zur Verfügung. Die Grafik listet die Details zu gratis und bezahlter Nutzung von Apple Music:nnZum Start von Apple Music werden folgende Geräte unterstützt - iPhone, iPad, iPod touch, Apple Watch (via Sync von Playlisten und Titeln vom iPhone) und via iTunes Mac und PC. Ab dem Herbst wird Apple eine Android App verfügbar machen.nnWas wird aus iTunes Match? Durchforstet man Apples Sonderseite zu Apple Music, so stolpert man hier über zwei Informationen. iTunes Match und Apple Music werden unabhängige Dienste sein. Nichtsdestotrotz wird aber auch Apple Music eigene Titel von den Geräten des Nutzers matchen können und via iCloud verfügbar machen, so wie es derzeit mit iTunes Match möglich ist.
Ob in Apple Music dann auch eine Obergrenze für hochgeladene Inhalte bestehen wird ist derzeit noch nicht bekannt. Aktuell scheint es aber so, dass die Nutzung von Apple Music ein zusätzliches iTunes Match Abo obsolet machen wird. Sicher wird Apple hier noch Informationen nachreichen. Wichtig in diesem Bezug, auch via Apple Music gematchte Musik bleibt im Besitz des Nutzers, also auch so wie es bei iTunes Match der Fall ist.

Qualität des Audiostreams, Apple setzt auch bei Apple Music auf AAC mit 256 kbit/s, so wie man es aus iTunes Store und iTunes kennt. Am Ende sagt diese Angabe wenig über die Qualität der Wiedergabe von Musik, wichtiger ist der genutzte Codec und AAC hat sich hier über die Jahre als qualitativ hochwertig erwiesen.

Musik offline verwenden ist via Apple Music möglich, Titel und Playlisten können auf die Endgeräte heruntergeladen werden. Hiermit kann ein Nachteil des Dienstes zumindest ausgeglichen werden, denn - Apple hat zumindest noch keine Partnerschaften mit Mobilfunkanbietern kommuniziert, somit wird Streaming via Mobilfunknetz auf das Datenvolumen des Nutzers angerechnet. Ein gravierender Nachteil zu zB Spotify, Kunden der Telekom kennen die Angebote bei denen die via Stream anfallenden Daten von Spotify nicht auf das Datenvolumen angerechnet werden. Ähnliches bietet zum Beispiel auch Vodafone in Kooperation mit Deezer.
Hier gilt es abzuwarten, es ist durchaus möglich das auch Apple ähnliche Kooperationen mit diversen Providern eingehen wird.

Wann startet Apple Music? Am 30. Juni wird Apples Musik-Streaming-Dienst in 100 Ländern starten und wie schon erwähnt, der Start ist zu diesem Datum auch für Deutschland bestätigt.
Zum Einstige bietet Apple ein dreimonatiges Probe-Abo, dieses wird sich automatisch verlängern und damit fallen ab dem vierten Monat besagte Kosten von 9,99 US Dollar per Monat an. Wer dies nicht möchte, der muss also das Probe-Abo kündigen. Die kostenpflichtige Mitgliedschaft kann monatlich gekündigt werden.

Alle Informationen findet ihr auch auf Apples Sonderseite, hier sollte man in den nächsten Tagen öfter mal einen Blick riskieren, denn wahrscheinlich werden hier noch Infos nachgereicht werden.

Meinung des Autors: Zu Apple Music wird Apple nicht nur Herzblut an den Start bringen, vielmehr wird man die gesammelte Marktmacht für den erfolg des Streaming-Angebotes einsetzen und bekanntlich ist Apple in der Musikindustrie ein Schwergewicht. 30 Millionen Titel sind eine Ansage, mit dem iTunes Store im Rücken sticht Apple vom Start weg die Konkurrenz aus und auch der Preis des Familien-Abo ist eine deutliche Ansage. Zudem wird es Apple verstehen den Dienst nahtlos in ein bestehendes Ökosystem zu integrieren, sodass du Nutzung selbst Spass machen wird.

Sicher geht Apple nicht als erster in den Musik-Streaming-Markt, vielmehr springt man auf einen in voller Fahrt befindlichen Zug auf. Aber man könnte den Markt deutlich umkrempeln. Unbestrittene Kompetenz, dazu sehr viel Geld im Rücken, Einfluss in der Musikindustrie und Millionen bestehender iTunes-Accounts sind einfach eine gute Substanz.
Dennoch, Apple muss mit Apple Music gegen eine etablierte Konkurrenz antreten und diese wird sicher in kurzer Zeit nachlegen.

Am Ende ist Apples Eintritt in den Streaming-Markt für alle Kunden ein Vorteil denn sie werden für Bewegung sorgen und für Konkurrenz. Dinge die am Ende positiv für alle Nutzer von Streaming-Diensten sind.
 
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