Die richtigen Tipps, die das eigene Handy vor Hackern schützen

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Fast jeder Mensch besitzt ein Smartphone. Ohne Handy geht man in aller Regel nirgendwo hin, da man in der heutigen Zeit immer und jederzeit erreichbar sein möchte. Egal, ob für Chats mit Freunden, dem Surfen in Social Networks wie Facebook, Tinder und Co. oder einfach nur, um sich über Neuigkeiten aus aller Welt zu informieren.

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Dass jedoch der Gebrauch des eigenen Handys enorme Einfallstore für Hacker und Cyberkriminelle bietet, wissen die wenigsten User. Aufgrund der Tatsache, dass wir auf unseren Handys Daten wie Selfies, Bankdaten und Termine speichern, sind unsere Handys ein gefundenes Fressen für Betrüger aus dem Internet. In unserem folgenden Beitrag stellen wir einige Tipps vor, wie man die eigene Sicherheit bezüglich Smartphones erhöhen kann und meidet, dass sensible Bankdaten und andere Zugangsdaten nicht in kriminelle Hände geraten.

So kann man mit den Basics beginnen​

Wenn das eigene Handy gehackt wird, ist das mit einem Einbruch in die eigenen vier Wände gleichzusetzen, da es eine massive Verletzung der eigenen Privatsphäre bedeutet. Nicht sofort erkennt der Betroffene, welches Ausmaß ein Hackangriff aufs eigene Smartphone nach sich ziehen kann. Da Handys kompakte Kleingeräte sind, die man allzu leicht verlieren kann oder die auch in einem unachtsamen Moment gestohlen werden können, setzt man sich praktisch ständig der Gefahr aus, dass man Zielscheibe von Internetkriminellen wird.

Da Handys Signale senden und empfangen, sollte man Schutzmaßnahmen ergreifen, damit Cyberkriminelle erst gar keine Chance haben, auf das eigene Gerät zuzugreifen.

Dazu gehören mitunter:

  • Aktualisierung des Betriebssystems
  • Sperrbildschirm (Tastenkombination oder Fingerabdruck oder Gesichtserkennung)
  • Antiviren-Programme
  • Nutzung von vertrauenswürdigen Apps
  • Dubiose Links erst gar nicht anklicken
  • Nutzen einer sicheren Internetverbindung
Grundsätzlich sind öffentliche WLAN-Hotspots eine tolle Sache für jene User, die keine mobilen Daten zur Verfügung haben, das Kontingent aufgebraucht haben oder schlichtweg zuhause über das Heim-WLAN surfen. Ein öffentliches WLAN ermöglicht praktisch allen Usern, die sich im Hotspot befinden, sei es Kaufhaus, Einkaufszentrum, Restaurant, Bibliothek oder Café, sich unkompliziert mit dem Internet auf kostenlose Weise zu verbinden.

Ganz so kostenlos ist dies natürlich nicht, wenn man bedenkt, dass auch Cyberkriminelle kostenlose WLAN-Hotspots nutzen, um genau da anzugreifen. Kostenlose WLAN-Netzwerke stellen ein enormes Sicherheitsrisiko für die eigenen Daten auf dem Handy dar. Aus diesem Grunde empfehlen wir, das mobile Datenvolumen beim Handyanbieter aufzustocken und die eigenen mobilen Daten zu verwenden. Alternativ hat man die Möglichkeit, eine sichere schweizer VPN-App fürs Smartphone zu verwenden, welche eine verschlüsselte Verbindung über einen sicheren Server gewährleistet.

Die Deaktivierung von Bluetooth ist ebenso ratsam, wenn man es gerade nicht benötigt. Man sollte zudem öffentliche USB-Anschlüsse meiden, denn auch derartige USB-Anschlüsse sind eine riskante Möglichkeit, Internetkriminellen Zugang aufs eigene Smartphone zu gewähren. Es ist immer besser, den eigenen Adapter zum Laden des eigenen Handys für unterwegs zu verwenden.

Vertrauenswürdige Apps runterladen​

Eine weitere Gefahrenquelle ist die persönliche Handynummer, die man beim Download von Apps automatisch dem App-Betreiber zur Verfügung stellt. Eine Sensibilisierung hinsichtlich der eigenen Handynummer ist deshalb wichtig, da es zu Hackangriffen über WhatsApp oder per SMS kommen kann.

Wer ein iPhone besitzt, hat den Vorteil, dass Apps ohne Jailbreak nur aus dem Apple Appstore runtergeladen werden können, die Apple in aller Regel vorher überprüft. Bei Android-Smartphones bestehen Sicherheitslecks, da der Nutzer auch Apps von Quellen downloaden kann, die nicht aus dem Google Play Store stammen. Als User sollte man sich dem Sicherheitsrisiko bewusst sein, was eine Store-fremde App auslösen könnte, da diese eine potenzielle Malware eines Internetbetrügers sein könnte.

Selbst bei vertrauenswürdigen Apps ist Vorsicht geboten. Man sollte immer die Berechtigungen überprüfen, die man der jeweiligen App gewährt.

Die meisten Apps wollen Zugriff auf:
  • die Handykamera
  • Die Kontaktliste
  • Den Standort
  • Das Mikrofon
Wenn man das nicht möchte, kann man diese Berechtigungen ganz einfach deaktivieren und von diesem Recht sollte man auch Gebrauch machen, wenn diese Berechtigungen für die Inbetriebnahme der App irrelevant sind.

So deaktiviert man die Berechtigungseinstellungen​

iPhone:
  • Einstellungen – Datenschutz
  • Liste aller Apps und Berechtigungen
Android:

Hier gibt es kein einheitliches Patentrezept. Deshalb haben wir als Beispiel ein Samsung-Handy untersucht:

Einstellungen – Apps- App-Berechtigungen (über die drei Punkte oberhalb rechts)

Google Pixel:

Einstellungen – Apps & Berechtigungen – Erweitert – Berechtigungsmanager

Soziale Medien und der Datenschutz​

Es gibt praktisch keinen triftigen Grund, seine privaten Daten wie die Wohnadresse, die E-Mail, die Handynummer und auch persönliche Daten wie Geburtstag, Familienzugehörigkeit und andere sensible Informationen auf Facebook, Twitter, Instagram und Tinder zu veröffentlichen. Je mehr man von sich preisgibt, desto eher lauert die Gefahr, Zielscheibe von Hackern, Erpressern und Betrügern zu werden.

Um solche Details vor der Öffentlichkeit zu verbergen, kann man sein Profil entweder auf privat stellen oder Inhalte nur mit gewissen Personen teilen oder eben die Privatsphäre-Einstellungen der sozialen Medien anpassen. Man kann sogar Fotos und die Freundesliste verbergen. Am besten ist es, wenn man seine Fotos in einer sicheren Cloud oder auf dem Rechner speichert und den Foto Cache vom Handy in regelmäßigen Abständen leert.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung​

Die Nutzung der 2FA ist vielleicht nervig, aber sie schützt das eigene Handy davor, bei Diebstahl oder Verlust missbraucht zu werden. So bietet die 2FA einen umfassenden Schutz, das eigene Handy vor Hackerangriffen zu schützen. Handys sind leicht zu knacken, da die Passwörter in aller Regel achtlos gewählt werden und verschiedene Seiten und Dienste dasselbe Passwort zugeteilt bekommen.

So ist es für Hacker ein Paradies, alle Dienste und Seiten zu hacken. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird neben dem sicheren Passwort noch eine weitere Abfrage wie ein Fingerabdruck, Spracherkennung oder ein Code gefordert, der per E-Mail geschickt wird.

Bildquelle: Photo by Dusan Jovic on Unsplash
 
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