Gewalt in Computerspielen

Diskutiere Gewalt in Computerspielen im Café Bla Forum im Bereich Community; derzeit ist die Diskussion über K....-Spiele (ich benutze dieses wertende Wort bewusst nicht) aus den Medien und den Reden vieler Politiker nicht...
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chefrocker

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derzeit ist die Diskussion über K....-Spiele (ich benutze dieses wertende Wort bewusst nicht) aus den Medien und den Reden vieler Politiker nicht wegzudenken.

Was haltet Ihr davon? Ich persönlich halte nichts von einem generellen Verbot. Aber gewisse Spiele sollten erst Spielern ab 18 Jahre zugänglich gemacht werden. Die vorhandene USK-Regelung sollte dafür ausreichend sein.
 
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roth

a.D.
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Ich bin gegen K...spiele
Vieler meiner Kumpels zocken richtig harte Sachen,z.B. Doom 3 oder Ähnliches. Ich hab daran gar keinen Spaß und finde,dass man die Benutzung solcher Spiele stärker überprüfen sollte,weil sie das Agressionsverhalten steigern und man durch so Games auch abstumpft.

Das ist meine Meinung dazu :cool:

Edit: GTA ist doch hart ;)
 
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bezibaerchen

bezibaerchen

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Sorry, aber was ist bitte an GTA "nicht so hart", wenn man Doom oder CS als hart bezeichnet? Da ist GTA um Welten krasser, was Verhaltensmuster etc betrifft.

Mir geht diese ganze Diskussion einfach nur auf den S***. "Verbietet die boesen Spiele"... wenn ich das schon hoere wirds mir schlecht.

Was wuerde ein Verbot bringen? In meine Augen nichts, kauft mans eben im Ausland und gut is.

Was ist daran so schlimm? Man lernt mit Waffen umzugehen? Dass ich nicht lache. Jeder der schon mal wirklich geschossen hat, weiss um Dinge wie Gewicht, Rueckschlag etc.

USK ab 18 und gut is. Das ist doch alles mal wieder eins der Themen, das sich unsere werten Herr Politiker zu Nutze machen, um sich zu profilieren. Kontroverses Thema, stuerzen wir uns drauf und koennen es wieder mal nutzen, um uns in den Vordergrund zu spielen.

Ich koennte hier jetzt seitenweise weiterschreiben, aber das ist es mir nicht wert.

Kurzum: Wenn man meint, K-Spiele verbieten zu muessen, um Amoklaeufe etc zu verhindern, fordere ich hiermit ein Verbot von Monopoly! Warum? Ganz klar, nur Monopoly ist an Schmiergeldaffaeren wie bei Siemens schuld!



:denk: :denk: :denk: :denk:
 
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chefrocker

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naja gerade bei GTA hätte ich größere Bedenken. Zumindest in der US-Version wurde man belohnt wenn man Passanten mit dem Messer überfallen und ausgeraubt hat.

Counterstrike dagegen birgt da eher taktischen Charakter. Und Doom ist so weit von der Realität entfernt dass man das nur schwerlich übertragen kann.

Aber wo macht man weiter? Verbot aller Autorennspiele um die jugendlichen Raser zu stoppen?
 
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roth

a.D.
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Naja,das Problem ist ja auch,das meistens die Eltern ihren Kids die Spiele kaufen,aber da müsste man mal mit den Eltern reden.
 
handyprayer

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Ich spiele sowas zwar nicht und finde es auch nicht dolle, aber ein generelles Verbot finde ich auch übertrieben. Ein gute Altersbeschränkung sollte da ausreichen. Wenn ein Verbot solcher Spiele käme, könnte man auch so einige TV Filme/ Serien verbieten. Da werden ja stellenweise auch Dinge gezeigt, die in meinen Augen auch nicht unbedingt für Kinder und Jugendliche gedacht sind.

Greets, handyprayer :)

EDIT: @ Benny: Stimme dir da zu 100% zu!
 
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Ich kann diese "medienwirksame" Aufregung unserer Herren und Damen in Berlin nicht nachvollziehen.

Deutschland hat im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern in diesem Bereich die strengsten Vorschriften. Spiele die jugendgefährdend sind landen auf dem Index bzw. bekommen eine 18er Beschränkung. In Deutschland sind wir ja inzwischen soweit dass selbst Spiele die ab 18 freigegeben sind noch zensiert werden ( z.B. Resident Evil 4 Gamecube). Viele Spiele die bei uns ab 18 sind, können im europäischen Ausland ab 16 gekauft werden. Ich finde es eine Frechheit wenn Spiele im Rest der Welt erscheinen - nur in D nicht aufgrund des jetzt schon bestehenden Gesetzes und der USK. Für die Hersteller rentiert sich nämlich oft eine Anpassung und Entschärfung nicht.

Counterstrike & Co. sind mit Sicherheit nicht Ursache für Amokläufe.
Für mich ist es widersinnig solche Verbote zu fordern - aber gleichzeitig Waffen und andere Sachen zu exportieren die zum Töten geschaffen sind. Wieder mal die übliche Doppelmoral.

Mich als inzwischen 37jährigen kotzt !! es an dass der Staat erwachsene Menschen bevormunden will und mir ezählen will welche Games ich kaufen darf und welche nicht.

Die bestehenden Regelungen reichen absolut aus !

Die Kids welche ein indiziertes Game bekommen möchten, bekommen dies heute und bekommen dies auch bei einem etwaigen Verbot !
Gefordert ist hier nicht der Staat sondern die Eltern der Kids !

Grund für Amokläufe ist die Kälte der Gesellschaft und die immer weiter um sich greifende Verwahrlosung der Gesellschaft. Statt polemisch zu tönen sollte der Staat sich um die Probleme in der Gesellschaft ( Kinderarmut, Hartz IV, fehlende Integration usw.) kümmern, und nicht medienwirksam irgendwelche Scheingefechte führen !
Diese Diskussion dient wieder mal nur dazu dem "dummen Volk" was zu geben worüber man sich aufregen kann ( BILD Niveau). Damit lenkt man nämlich schön davon ab dass wir nur verarscht werden !
Statt sich um "Killerspiele" zu kümmern sollte die Herrschaften lieber dafür sorgen dass sich die Ackermänner nicht freikaufen können - das ist nämlich wirklich ein Skandal. In anderen Ländern nennt man sowas Bestechung........
Predigt Ende :smoke:
 
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Gerald22

Gast
Also ich finde die Diskussion total lächerlich.
Ich spiele am Computer seit meinem 4. Lebensjahr, unter anderem auch die sogenannten K*****-Spiele. Und trotzdem habe ich keinen Amoklauf veranstaltet. Ein Freund und ehemaliger Mitschüler von mir ist ein absoluter Waffenfetischist und nebenbei auch noch total bekloppt. Aber selbst der käme nicht auf so einen Schwachsinn. Ich denke, dass K*****-Spiele nur die Leute beeinflussen können, die ohnehin schon eine Vorschädigung haben, z.B. durch Gewalt in der Familie oder Mobbingopfer.
Dass man durch Spiele nicht aggressiv wird, belegen genügend Studien. Leider ist die Anzahl der Studien, die zu dem gegenteiligen Ergebnis kommen deutlich höher, da niemand eine Studie haben will, die etwas belegt, was keiner hören will.
Sollte es aber zu einem Verbot von Ego-Shootern u.ä. kommt, verlange ich im Gegenzug ein Verbot von Schützenvereinen, der Bundeswehr, Spielfilmen und Büchern mit gewalttätigem Inhalt (angefangen bei den Märchen der Gebrüder Grimm) und Kinderspielen wie Fangen, Brennball oder Völkerball, da diese jeweils das Ausschalten des Gegners zum Ziel haben. Teilweise, vorallem beim Völkerball, mit brutalsten Methoden. All das trägt zu einer frühzeitigen Prägung des Kindes und zu einem Sinken der Hemmschwelle bei. ;)
 
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adfree

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Ich frage mich gerade, was die alten Germanen für Computerspiele gespielt haben...

Oder was hat denn der kleine A. H. gespielt? :denk:
 
bezibaerchen

bezibaerchen

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Ich frage mich gerade, was die alten Germanen für Computerspiele gespielt haben...

Oder was hat denn der kleine A. H. gespielt? :denk:
Das waer ja dann ein Alt-Oesterreicher. Aber bestimmt wars Muehle oder so, also auch schlecht --> weg damit, verbieten :rolleyes:
 
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MK

Gast
... es geht in der Politik nicht (mehr) darum, Ursachen zu bekämpfen, sondern möglichst medienwirksam die Symptome zu lindern, um die Chancen bei der nächsten Wiederwahl zu erhöhen. Da ist ein Verbot der Killerspiele natürlich die schnellste und einfachste "Lösung", that's all. Wie gesagt, um richtig - falsch - sinnvoll geht es nicht (mehr).

Berufspolitiker sind quasi Manager in eigener Sache, der Begriff "Volksvertreter" ist ein Anachronismus. Bei wirklich wichtigen Entscheidungen wird das Volk doch überhaupt nicht mehr gefragt (EU-Beitritt, Einführungs des Euro, GG-Änderungen, Auslandseinsätze der BW...). Wir dürfen selbst bei fundamentalen Entscheidungen in Verfassungfragen sprich, wenn es um unsere Demokratie-, Wirtschafts- und Sozialordnung geht, kein Sterbenswörtchen (mehr) mitreden. Alle 4 Jahre einmal Kreuzchen machen und das war es dann mit dem mündigen Bürger.

Wieso schaffen wir Deutschen es nicht, wie die Holländer oder Franzosen mal auf die Strasse zu gehen? Egal welches Parteibuch man gerade auf dem Dachboden verstauben läßt: Es ist doch für kein politisches Lager annähernd mehr tragbar, was da in Berlin zusammengemurkst wird. Wo sind wirkliche Persönlichkeiten wie ein Konrad Adenauer (CDU), ein Helmut Schmidt (SPD) oder ein Hans-Dietrich Genscher (FDP) geblieben, die wenigstens (ein berechenbares) Profil hatten und aufgrund Ihrer Werdegänge zumindest noch wußten, worüber sie überhaupt entscheiden?!

Mir persönlich gibt es zu denken, wenn ich mich dabei ertappe, dass ich schadenfroh grinse, wenn "Hotte" Köhler hin und wieder seine Unterschrift verweigert oder mal wieder eine Gardinenpredigt hält. Ist unser Bundespräsident die letzte und einzige Instanz in diesem Staate, die es überhaupt noch wagt, mal den Munde aufzumachen??? Bejaht man diese Frage, dann erkennt man das Versagen unserer gesellschaftlichen Grundordnung an, denn die Rolle des Bundespräsidenten wurde bewußt von unseren Gründervätern als letzte "Notbremse" definiert. Dann haben nicht unsere Politiker versagt, sondern wir als Bürger dieses Staates.

Es ist eine kalte Wut im Volk: der Hartz4-Empfänger hat Wut, weil er keine Chance bekommt, dauerhaft der Armut zu entkommen. Der junge Mensch, der Wut hat, weil er keine Ausbildungsstelle bekommt. Der Student, der wütend eine durchschnittliche aber trotzdem gebührenpflichtige Ausbildung an der Massenuni durchzieht. Der Professor, der nach Australien auswandert, weil die "Flucht" das einzige ist, was er sich das noch leisten kann. Der Durchschnittsbürger, der sich permanent darüber ärgert, was es noch für Möglichkeiten für ihn gäbe, wenn man ihm denn etwas mehr Luft zum atmen geben würde. Der Rentner, der sich seit Jahren über Nullrunden, also defacto über sinkende Realrenten "freut". Der Startup-Unternehmer, der in den ersten Monaten zunächst zigtausend Formulare und Anträge ausfüllen muss und dann eh kein Geld von der Bank bekommt.[...]

Aber es gibt auch Freude in diesem Land: Der Vorstandsvorsitzende, der sich _V_ (freikaufen) kann. Der Politiker, der sich nach Ende seiner Amtszeit über üppige Altersruhegelder freut. Der Richter, der letztendlich nur seinem Gewissen verpflichtet ist und auch mal im Garten seine Urteile zusammenschustert. Die Aktionäre, die Dank Versteuerung im Ausland und Kostensenkung durch Massenentlassungen im Inland ihren Share-Holder-Value maximieren (lassen). Traditionsunternehmen die ihre Hände in unschuld waschen, wenn sie Teile von sich verschenken, um sie dann von anderen vor die Wand fahren zu lassen. Tabak-, Pharma-, Finanz- und Mineralölkartelle, die täglich vor Heiterkeit gar nicht wissen, wo sie Ihre Gewinne noch anlegen sollen.
[...]

Klingt alles "populistisch"? Prima! Populistisch kommt von Populus und das heisst im lateinischen bekanntlich nichts anderes als Volk.

Puh, das war jetzt schwere Kost, mal bei Bild Online gucken, ob es neue Unten-Ohne-Fotos von Britney gibt und danach noch etwas CS daddeln. :gpaul: :eek: ;)

Gruss
Mark
 
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Roland Emmenlauer

forever young
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Ich fände ein Verbot richtig. Mir ist schon klar, dass die Zocker das nicht abhalten wird. Für mich wäre das aber ein Signal, dass es der Gemeinschaft nicht egal ist, was in den Kinderzimmern los ist. Sonst können wir alles andere, was Suchtfaktor hat auch gleich legalisieren. Und es wäre ein Signal für diejenigen Eltern, die keinen Plan von Erziehung haben und Orientierung brauchen. Meine Kinder sind gut so wie sie sind und zocken alle und ich würde es ihnen nicht verbieten wollen. Aber sie haben auch alles andere, z.B. Gespräche, Interesse, gemeinsame Mahlzeiten und gemeinsame Aktivitäten.
Nicht alle Jugendlichen, die zocken sind gewaltbereit. Aber alle Jugendlichen, die in letzter Zeit Gewalt angewendet haben, haben gezockt.
Ich will hier nicht den Moralapostel spielen, möchte nur mal ne weitere Persektive aufzeigen. Sonst wird die Diskussion noch langweilig, wenn sich alle einig sind ;)
 
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Roland Emmenlauer

forever young
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Mir persönlich gibt es zu denken, wenn ich mich dabei ertappe, dass ich schadenfroh grinse, wenn "Hotte" Köhler hin und wieder seine Unterschrift verweigert oder mal wieder eine Gardinenpredigt hält. Ist unser Bundespräsident die letzte und einzige Instanz in diesem Staate, die es überhaupt noch wagt, mal den Munde aufzumachen???
FULL ACK :thumbs:
 
bezibaerchen

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So jetzt mal ein ein wenig laengerer Text von mir, der aber nicht wirklich von mir stammt. Ich wollte ihn jedoch den Nicht-C't-Lesern bzw. denen, die kein Abo haben, auf keinen Fall vorenthalten, da ich mit ihm meinungsmaessig total konform gehe. Mein Namensvetter hat es im Editorial der aktuelnne C't einfach mal wieder auf den Punkt gebracht, gespickt mit der nötigen Menge an Ironie und Sarkasmus.
Schon der letzte Absatz allein ist Gold wert!

Von meiner Seite aus vielen vielen Dank dafür.

Also, here we go:

Die Wurzel aller Übel

Morgens halb acht in Deutschland: Statt Pausenbrot und Mathebuch packen reihenweise deutsche Schüler Uzis und Blendgranaten in ihre Ranzen. Andere schnappen sich beim Boxenstopp in der Küche den Integralhelm und besteigen 900-PS-Flitzer. Dann jagen sie am nächsten Zebrastreifen ein paar Rentner. Wieder andere springen mit ihren Motorrädern duch Schaufenster oder stürzen sich im Lila-Kuh-Dress mit Skiern vom nächsten Hausdach.

Da gibts nur eins: Wir müssen endlich auf den tiefschwarzen Ritter aus Bayern und seine niedersächsischen Gefährten hören und das Übel gleich an der Wurzel ausrotten. Sie haben nach gründlicher statistischer Untersuchung das - als Killerspiel inkarnierte - Böse als Erste erkannt. Auf den Scheiterhaufen mit den Killerspielen!

So einfach und bestechend der Schlachtplan auch is, kläglich scheitern wird er: Scheiterhaufen entsprechen nicht ganz den Regeln der Political Correctness. Lobbyisten laufen Sturm gegen den PC-Spiele-Verderber und Elternverbände warnen bereits davor, dass die Kinder dann am Sonntagmorgen bereits ab 7:42 Uhr im elterlichen Schlafzimmer um Aufmerksamkeit betteln.

Emsdetten war aber nur der Anfang: Kreative Statistiker fanden kürzlich heraus, dass nciht nur Ego-Shooter unsere Kinder zerstören: Das Online-Training mit Sportspilen suggeriert ihnen, sie wären auch im realen Leben talentierte Skispringer, Motocross-Fahrer oder sturmerprobte Einhandsegler. Nun kommen Lieferanten von Gipsbinden, Krücken und Rollstühlen nicht mehr mit der Produktion hinterher. Die Arbeitsämter fordern eindringlich Hartz-IV.5, um der gewaltigen Schwemme arbeitsloser A380-Piloten Herr zu werden, die Microsoft und Co. Tag für Tag ausbilden. Von den verheerenden Auswirkungen der Schachspiele ganz zu schweigen.

Verbote braucht das Land! Nicht nur Ego-Shooter, sondern alle potenziellen Gefahrenquellen sind zu eliminieren. So zum Beispiel Brot.Brot birgt statistisch eine weit größere Gefahr als Killerspiele. Über 90 Prozent der Amokläufer konsumieren in den 24 Stunden vor ihren Massakern Brot. Noch fataler sind die Eltern. Die Statistik belegt eindeutig: Jeder Verrückte hat welche!

Wie viele Menschenleben man da retten könnte! Um Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen oder nicht anständig erziehen, brauchen wir uns dann zum Glück keine Gedanken mehr zu machen, denn sie verbietet das Gesetz ja gleich mit.
Quelle: Editorial von Benjamin Benz, c't 26 / 2006
 
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Roland Emmenlauer

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Quelle: Editorial von Benjamin Benz, c't 26 / 2006
Man könnte natürlich auch ein Editorial von einem Drogendealer veröffentlichen, ob man Drogen verbieten sollte. Wie gesagt, will keinen missionieren, aber Gewalt verursacht wieder Gewalt. Es gibt zuviele Idioten, die nicht verantwortungsvoll damit klar kommen.
 
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bezibaerchen

bezibaerchen

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As I said, der letzte Absatz ueber Eltern, die ihre Kinder vernachlaessigen, trifft in meinen Augen den Nagel auf den Kopf
 
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Roland Emmenlauer

forever young
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Also ich gehe immer nur von meiner Erlebnis-Welt aus, will hier niemand persönlich ansprechen. Ein Beispiel: Beim Bund mussten wir auf Pappfiguren schießen, nicht auf Zielscheiben. Zum "Tötungs-Hemmschwelle herabsetzen". Wenn das funzt, wie ist das dann mit Ballerspielen? Ich hab da ein Plausibilitätsproblem.
Anderes Besipiel: Zwei von meinen Kidz zocken täglich und sind "gut", also töten viele Gegner. Der eine ist nach dem Zocken erschöpft, aber genauso sanft wie vorher. Der andere ist danach maximal empfindlich und aggressiv und braucht Führung. Was ich meine ist, dass es sicher viele gibt, die nicht verstehen können, was ihnen daran schaden soll. Andere laufen danach selbst wie eine geladene Waffe herum.
Und ich habe Eltern kennen gelernt, die ihren Kindern ALLES erlauben und kaufen würden, was man kaufen kann, damit die zufrieden sind. Die haben so ne Haltung, "alles was nicht verboten ist, kann ja nicht verkehrt sein". Die brauchen selbst Kontrolle, die fahren z.B. grundsätzlich immer mindestens so schnell, wie erlaubt ist. Egal ob sie spazieren fahren oder einen Termin haben.
 
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gobo206

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Nur mal so eine Frage in die Runde

Warum gibt es nur so viele potentielle Amokläufer in Deutschland?
In allen anderen europäischen Staaten hört man nichts in der Art?

Und da gibts Spiele, die nicht einer solchen Zensur unterliegen wie hier und zudem noch einfacher von Jugendlichen zu erwerben sind!

Seit fast 20 Jahren zocke ich selber Ballerspiel.
(Kennt hier noch jemand das verbotenen "Commando Lybia", "Who Dares Wins"?)

Und das mache ich bis heute! Bin sogar in Waffenbesitz (Jäger)

Nur warum bin ich nicht Amok gelaufen?
Ich hatte ein soziales Umfeld, genauso wie meine Freunde etc!

Spiele zu verbieten ändert da rein gar nichts

Beim nächsten heisst es dann, oh der hat die Alien DVD nen Abend vorher geschaut oder sogar Rambo-First Blood etc

Könnte solch ein Muster nicht eher aus der vermeintlichen Perspektivlosigkeit für Jugendliche resultieren,
die nach Aufmerksamkeit gieren, da deren soziales Umfeld selbst überfordert ist um solche Anzeichen zu erkennen?

Einige drehen dann ab und Ballern um sich
(woher kommen eigentlich die Waffen, hier in dem Land mit den restriktivsten Waffengesetzten weltweit???)

Andere fühlen sich politisch motiviert und meinen einer politischen Idee verfallen zu müssen,
welche wir nunmehr seit 61 Jahren überwunden glaubten, um dann Deutsche anderer Hautfarbe zu ermorden
(ja das gibts auch, regt sich nur keiner so auf)

Die Franzosen haben auch solche Probleme, nur da schliessen sich solche Menschen/Jugendliche zusammen und fackeln ganze Wohnviertel ab!

Nurmal so nebenbei in die Runde geworfen :rolleyes:
 
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Gerald22

Gast
Die Franzosen haben auch solche Probleme, nur da schliessen sich solche Menschen/Jugendliche zusammen und fackeln ganze Wohnviertel ab!
Eben! Werden dort deshalb plötzlich Treffen unter Jugendliche oder gar Feuerzeuge und Streichhölzer verboten?
Nein, weils kleingeistig und kurzsichtig wäre.
Der Artikel, den Benjamin Zeller weiter oben gepostet hat, triffts schon ziemlich genau. Und die Aufzählung lässt sich quasi endlos fortsetzen, bis hin zu "Verbieten wir das Atmen! Studien haben bewiesen, dass 100% aller Amokläufer vor und während ihrer Tat atmen!":rolleyes:
Und unterm Strich wirds solche Taten immer geben. Die potenziellen Täter holen sich ihre "Vorbilder" dann halt an anderer Stelle. Seien es Filme, seien es Bücher oder ähnliches. Da wird dann aber niemand drauf kommen, die zu verbieten.
 
Thema:

Gewalt in Computerspielen

Sucheingaben

microsoft schadenfroh verschenkt handy an ps3

,

vorteile von einem verbot gewalt computerspielen

,

eltern kaufen killerspiele für kinder

,
gewalttätige computerspiele modern warfare
, americas army gewaltbereit, Killerspiele im Schulranzen – Ego-Shooter mit Gewaltpotential

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