Google Chromecast im Test

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Salazar

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Mit Google Chromecast bringt der Suchmaschinen-Riese Google Inhalte von Smartphone, Tablet oder auch PC auf den heimischen Fernseher. Auch wir haben uns das Google-Gadget angeschaut und ausprobiert. Nachfolgende lest ihr unseren Test zum HDMI-Dongle von Google.



Bereits im Juli 2013 stellte Google seinen neuesten Streich vor, den Google Chromecast. Dabei handelt es sich um einen HDMI-Stick, der per WLAN sowohl Smartphones als auch Tablets und PCs mit dem Fernseher verbindet. Per WLAN-Verbindung können dann Inhalte, wie etwa Videos, Musik, Bilder oder auch YouTube-Clips bequem auf dem Fernseher betrachtet werden. Bislang war der Chromecast lediglich in den USA verfügbar, seit dem 19. März 2014 können nun aber auch deutsche Kunden in den Genuss des Streaming-Sticks kommen. Unser Unboxing sowie die ersten Eindrücke findet ihr hier.



Der Lieferumfang beinhaltet dabei alles, was für den Betrieb des Chromecast nötig ist. Neben dem eigentlichen HDMI-Dongle findet man auch ein USB- auf microUSB-Kabel. Wer allerdings am TV-Gerät keinen entsprechenden USB-Port zur Verfügung hat, der kann den beiliegenden Netzstecker nutzen. Somit kann auf ein USB-Port getrost verzichtet werden. Im Lieferumfang befindet sich zudem auch noch ein HDMI-Extender, welcher für eine bessere WLAN-Verbindung sorgen soll. Ansonsten befindet sich nicht viel mehr in der Verpackung, ist aber auch nicht nötig, denn zum Betrieb wird auch nicht mehr benötigt.



Die Einrichtung bzw. das Setup ist dabei ebenfalls kinderleicht. Zunächst sucht man sich einen freien HDMI-Port am Fernseher und verbindet TV und Chromecast miteinander. Danach stellt man eine entsprechende Stromversorgung her, sei es über den USB-Port am TV oder auch extern per Steckdose. Im unserem Fall schaltete sich der LG Smart-TV automatisch an und wechselte sogleich auf den passenden HDMI-Kanal. Im weiteren Verlauf musst der Chromecast-Stick eingerichtet werden, was ebenfalls einfach zu bewerkstelligen ist. Ein kurzer Besuch mit dem Tablet im Play Store und schon ist die passende Chromecast-App heruntergeladen und installiert. Im nächsten Schritt wird dann ein Key angezeigt, der sowohl mit dem Tablet als auch mit dem TV-Gerät übereinstimmen muss. Weiter geht es dann mit der Eingabe des WLAN-Schlüssels, immerhin nutzt der Chromecast-Stick eine WLAN-Verbindung. Die Einrichtung war schnell erledigt, der Stick einsatzbereit. Allerdings gab es zwischendrin auch noch ein Update, welches sich vom Chromecast-Stick gezogen wurde. Entsprechende Internetverbindung vorausgesetzt ist dieses Update aber schnell gezogen und installiert.


Man muss sich allerdings im Klaren sein, dass man diverse Inhalte nicht direkt vom Smartphone/Tablet/PC an den Chromecast streamt. Vielmehr wird Chromecast mitgeteilt, welche URL dafür benötigt wird, den Rest erledigt dann der HDMI-Stick. Ein direktes Streamen zwischen beispielsweise Tablet und Chromecast findet dabei nicht statt.



Zu Beginn gibt die App dabei Auskunft, mit welchen Apps Chromecast kompatibel ist. Im Falle von Google sind dies die YouTube-App, die Google Play Movies-App sowie die Google Play Music-App., dies sind auch die einzigen die dort angegeben werden. Damit lässt sich etwa im Google Play Store gekaufte Musik anhören bzw. im Play Store geliehene Filme anschauen. Damit der Nutzer sieht, dass Chromecast möglich ist, wird das entsprechende „Cast“Symbol angezeigt. Erst wenn man dieses sieht ist es auch möglich den Inhalt an Chromecast zu übergeben. Ebenfalls möglich ist zudem die Nutzung von Watchever mit dem Chromecast-Stick. Hierbei wird mit der Watchever-App der jeweilige Film rausgesucht, geliehen und schon kann man dank des „Cast“-Symbols den Inhalt auf dem Fernseher genießen. In Kürze soll auch noch Maxdome als Content-Anbieter nachfolgen. In den USA ist hier das Angebot schon größer. Ob sich auch in Deutschland nach dem Release etwas tun wird bleibt abzuwarten.



Mit der App „AllCast“, welches es im Play Store kostenlos zum Download gibt, können zudem auch Bilder und Videos bzw. Musik-Dateien vom eigenen Smartphone bzw. Tablet ganz bequem auf den Fernseher gebracht werden. Eine Einrichtung entfällt dabei, wenn das erste Setup des Chromecast abgeschlossen ist. Root-Rechte sind für die Anwendung ebenfalls nicht erforderlich. Allerdings ist die Übertragung an den Fernseher nicht unbedingt schnell, jedenfalls in unserem Test. Zudem muss man sich in der kostenlosen Version darauf einstellen, dass bereits nach einer Minute Fotos und Videos nicht mehr angezeigt bzw. abgespielt werden. Hierfür würde man die Premium-Version benötigen, die aktuell für 3,65 Euro gekauft werden kann. Da AllCast aber auch auf DLNA setzt (sofern von Smartphone oder Tablet UND vom TV-Gerät unterstützt) wird der Chromecast nicht unbedingt benötigt.

Im Play Store sind Chromecast-fähige Anwendungen eher schwer zu finden. Hierbei hilft dem Nutzer aber eine weitere App, genannt Cast Store für Chromecast, weiter. Alle Apps, die mit dem Streaming-Stick kompatibel sind werden dabei ganz einfach in entsprechenden Kategorien aufgelistet. Somit behält man immer den Überblick über die passenden Apps.

Doch auch mit Windows-Rechnern (und Mac-Rechnern) funktioniert Chromecast. Hier werden sogar ganze Webseiten auf das TV-Gerät gebracht. Nötig ist dafür lediglich der Chrome-Browser sowie eine entsprechende Erweiterung, genannt Cast-Extension. Einzelne Tabs können dann, ebenfalls mit dem Cast-Symbol, auf den Fernseher gebracht werden. Was uns beim Test allerdings auffiel: spielt man ein YouTube-Video mit Hilfe des Cast-Symbols für die Webseite bzw. den Tab ab, so kommt es zu einer gehörigen Verzögerung sowie extremen Lags. Nutzt man aber auf der YouTube-Seite das Cast-Symbol im Video selbst, so läuft die Wiedergabe butterweich und nahezu ohne Ruckler ab. Die Erweiterung für den hauseigenen Chrome-Browser steht derzeit aber lediglich für Windows-PCs, Mac-OS-PCs sowie die Chromebooks zur Verfügung. Sowohl die Android-Version als auch die iOS-Variante von Google Chrome bietet derzeit noch keine Erweiterung an.

Apropos Ruckler, diese konnten sowohl mit dem Tablet als auch mit dem Windows-Rechner vernommen werden, allerdings würden wir das eher auf eine etwas geschwächte WLAN-Verbindung zurückführen. Zum Anderen waren diese „Lags“ auch nicht wirklich störend und traten eher selten auf. Ansonsten verliefen die Streams aber problemlos.

Auch eine Leihe aus dem Film-Angebot des Play Stores war ohne Probleme möglich. Wichtig ist dabei allerdings eine gute WLAN-Verbindung, da es sonst zu kurzen Rucklern bzw. Micro-Rucklern kommen kann. Ansonsten kann das Streamen auf diese Art durchaus überzeugen.

Gänzlich neu ist die Art und Weise des Streamens jedoch nicht. Einige Smartphones und Tablets verfügen heutzutage bereits über den Miracast-Standard. Das Problem an der Sache ist allerdings, dass auch das TV-Gerät Miracast-tauglich sein muss und das sind längst noch nicht alle TV-Geräte.


Fazit:

Der Chromecast von Google ist sein Geld absolut wert, insbesondere wenn man sich den günstigen Preis von nur 35 Euro vor Augen führt. Die Installation ist kinderleicht und auch von Computer-Laien problemlos durchzuführen. Wer des Öfteren Filme über den Play Store schaut oder gern Videos von YouTube konsumiert, der wird sich über den Chromecast freuen, immerhin steigt die Bildschirmgröße, je nach TV-Gerät, deutlich an. Bei der Verbindung gab es kaum Probleme, die kurzen Aussetzer führen wir auf unsere WLAN-Verbindung zurück, ansonsten funktioniert der Stick tadellos. Interessant ist der Stick vor allem für ältere Flatscreen-TVs, die nicht über Smart-TV Funktionen verfügen, auch so ist es möglich diverse Film- und Serienangebote zu nutzen (Play Store, Watchever, Maxdome). Allerdings ist das Angebot derzeit noch eher beschränkt. Sollte sich der Chromecast-Stick allerdings durchsetzen, so dürften weitere Angebote folgen. Was im Test allerdings negativ auffiel war, dass es kein direktes Streamen zwischen Chromecast und Smartphone/Tablet gibt. Letztlich kann der Chromecast-Stick aber (fast) auf ganzer Linie überzeugen.
 
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